Samstag, 21. März 2026

SiemensBlockchain für lokalen Strommarkt

[26.10.2020] In Wildpoldsried ist der Startschuss für einen lokalen Energiehandel basierend auf der Blockchain-Technologie gefallen. Projektpartner sind die Unternehmen Siemens und das Allgäuer Überlandwerk.
Siemens und das Allgäuer Überlandwerk entwickeln einen lokalen Strommarkt unter Einsatz der Blockchain-Technologie.

Siemens und das Allgäuer Überlandwerk entwickeln einen lokalen Strommarkt unter Einsatz der Blockchain-Technologie.

(Bildquelle: Siemens)

Im Rahmen des Forschungsprojekts pebbles entwickeln Siemens und das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) zusammen mit Projektpartnern einen lokalen Strommarkt unter Einsatz der Blockchain-Technologie. Wie Siemens mitteilt, haben die Partner nun eine lokale Handelsplattform für Strom gestartet. Erstmals komme diese in der Gemeinde Wildpoldsried im Allgäu zum Einsatz. Während der Demonstrationsphase können nun private Stromproduzenten per App ihren Strom direkt an lokale Verbraucher vermarkten – ohne den Umweg über einen Direktvermarkter oder den klassischen Stromversorger. Zusätzlich können auf der Marktplattform Flexibilitäten aus Batteriespeichern oder steuerbaren Lasten wie Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge gehandelt werden. Die Blockchain-Technologie als Basis für das Management der Transaktionen am Markt soll Ende-zu-Ende-Transparenz und Vertrauen zwischen den Teilnehmern schaffen.
Die Stromkunden können Präferenzen für ihren Strombezug festlegen, etwa den Anteil und Preis für Strom aus lokalen Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts pebbles ist es, zu zeigen, dass mithilfe eines lokalen Energie- und Flexibilitäts-Handels Engpässe im Stromnetz vermieden und somit die Kosten für die Energiewende gesenkt werden können. „Das Projekt pebbles zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedliche Stakeholder aus Wissenschaft, Wirtschaft und der öffentlichen Hand gemeinsam an einer innovativen Lösung arbeitet“, sagt Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Projektpartner Siemens, AÜW, AllgäuNetz, die Hochschule Kempten und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT haben gemeinsam diese Plattform entwickelt, die Netzbeschränkungen, Erzeugung- und Lastprognosen berücksichtigt und einen optimierten Einsatz von steuerbaren Verbrauchern, Erzeugern und Speichern ermöglicht.





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