Dienstag, 12. Mai 2026

Stadtwerk am SeeBürgerbeteiligung gestartet

[14.04.2023] Bürgerinnen und Bürger können ab sofort Anteile am Stadtwerk am See erwerben. In den ersten Wochen haben bereits rund 100 Anleger das Angebot wahrgenommen.
Bürgerinnen und Bürger können ab sofort Anteile am Stadtwerk am See erwerben

Bürgerinnen und Bürger können ab sofort Anteile am Stadtwerk am See erwerben,

(Bildquelle: STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG)

Das Stadtwerk am See hat jetzt eine Bürgerbeteiligung gestartet, bei der sich Bürgerinnen und Bürger am Stadtwerk finanziell beteiligen können. Wie der kommunale Versorger mitteilt, haben in den ersten Wochen bereits 100 Anleger das Angebot wahrgenommen. Energiekunden des Stadtwerks erhielten jährlich 3,15 Prozent, Nichtkunden jährlich 2,15 Prozent.
Insgesamt zehn Millionen Euro gebe das Stadtwerk als so genannte Genussrechte aus. Es sei die dritte Tranche der Anlageform. Die beiden ersten seien jeweils innerhalb weniger Monate ausverkauft gewesen. Auch bei der aktuellen seien schon zwei Millionen gezeichnet. Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle erläutert: „In schwierigen Zeiten suchen Menschen Sicherheit. Da ist eine Beteiligung an ihrem kommunalen Stadtwerk eine gute Sache. Bürgerinnen und Bürger können ihr Geld bei einem stabilen, sehr gut aufgestellten Unternehmen anlegen, das noch dazu in die Zukunft investiert.“
Laut Stadtwerk am See zufolge investiert es vermehrt in Ökologie und Klimaschutz. Fünf Millionen Euro seien es im Jahr 2022 gewesen, mit denen das Stadtwerk unter anderem die drittgrößte Solarthermieanlage Baden-Württembergs in Überlingen gebaut hat (wir berichteten). Bürkle ergänzt: „Erneuerbare Energien aus Sonne und Wind, Nahwärme, Weiterentwicklung der Strom- und Gasnetze mithilfe von Künstlicher Intelligenz – das sind Zukunftsmärkte, bei denen sich Investitionen lohnen.“
Allerdings bezieht sich das Anlagekapital nicht ausschließlich auf die ökologischen Projekte, sondern ist an den Erfolg des gesamten Unternehmens gekoppelt, betont Bürkle. Er führt aus: „Neben unseren klassischen Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme investieren wir in Zukunftsthemen wie Windkraft, Solarwärme oder Photovoltaik, aber auch E-Mobilität, Glasfaserbau und clevere Lösungen wie unsere Grüne Karte. Damit ist das Risiko für Anleger noch breiter gestreut. Denn selbst wenn eine Sparte weniger erfolgreich wäre, wird das durch die anderen locker ausgeglichen.“
Angaben des Stadtwerks am See zufolge sind derzeit bereits über zwei der insgesamt zehn Millionen Euro vorgemerkt. In den ersten beiden Tranchen hätten bereits rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger ihr Geld beim Stadtwerk angelegt.





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