Donnerstag, 26. März 2026

Kreis DürenAgri-PV-Anlage geplant

[12.01.2023] Mit dem Bau einer Agri-Photovoltaikanlage in Titz-Jackerath (Kreis Düren) am Rand des Braunkohlentagebaus Garzweiler wollen das Unternehmen RWE und das Forschungszentrum Jülich Energiegewinnung mit Landwirtschaft verbinden.
Modell der Agri-PV-Anlage

Modell der Agri-PV-Anlage, die RWE am Rande des Tagebaus Garzweiler plant.

(Bildquelle: RWE)

Das Unternehmen RWE will gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich in Titz-Jackerath (Kreis Düren) am Rand des Braunkohlentagebaus Garzweiler auf einer rund sieben Hektar großen Rekultivierungsfläche Solarstrom gewinnen und gleichzeitig Acker- und Gartenbau betreiben. Wie RWE mitteilt, fördert das Land Nordrhein-Westfalen das Forschungsvorhaben über das Programm progres.nrw.
Ziel des Projekts sei es, geeignete Bewirtschaftungsmethoden und wertschöpfende Betreiberkonzepte für Agri-PV-Anlagen zu entwickeln. Das Forschungszentrum Jülich bringe dafür seine wissenschaftliche Expertise ein. RWE verfüge neben Rekultivierungsflächen über langjährige Beziehungen zur regionalen Landwirtschaft und umfangreiches technisches Know-how aus der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Solaranlagen weltweit.
Für die Anlage in Jackerath seien drei unterschiedliche Agri-PV-Konzepte geplant, die zugleich eine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche ermöglichen. Bei der ersten Variante sollen die Solarmodule fest und in senkrechter Ausrichtung auf dem Ständerwerk montiert werden. Zwischen den Modulreihen sei ausreichend Platz für Erntemaschinen. Bei der zweiten Variante seien die Module ebenfalls in Reihen angeordnet, würden aber horizontal montiert und automatisch nachgeführt – je nach Sonnenstand. Dadurch sollen der Ertrag der PV-Anlage optimiert und zusätzliche Flächen für den Landwirt zur Verfügung gestellt werden. Bei der dritten Variante würden die PV-Module erhöht auf einer pergola-ähnlichen Unterkonstruktion angebracht. Darunter könnten Kulturen wie Himbeeren oder Heidelbeeren wachsen. Die geplante Demonstrationsanlage soll über eine Kapazität von rund drei Megawatt peak (MWp) verfügen. Wenn die Genehmigung vorliegt, soll im Sommer 2023 mit der Umsetzung begonnen werden.





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