MainovaSiemens liefert Turbinen für HKW West

Errichtungsvertrag für HKW West unterzeichnet.
v.r.: Mainova-Vorstände Dr. Constantin H. Alsheimer und Martin Giehl; Olaf Kreyenberg, Vice President Gas Services Sales Europe bei Siemens Energy, und Claudio Grassi, Senior Vice President Commercial Sales bei Siemens Energy
(Bildquelle: Mainova AG)
Mainova hat wichtige Meilensteine auf dem Weg zum geplanten Kohleausstieg im Jahr 2026 erreicht. Wie der Frankfurter Energieversorger mitteilt, hat das Regierungspräsidium Darmstadt die erste Teilgenehmigung für den Bau des neuen HKW West erteilt und Siemens Energy wurde als Lieferant für die zentralen Anlagenteile ausgewählt. Den Errichtungsvertrag unterzeichneten jetzt Mainova-Vorstände Constantin H. Alsheimer und Martin Giehl sowie Olaf Kreyenberg und Claudio Grassi von Siemens Energy in Frankfurt am Main.
Das neue HKW West wird nach Angaben von Mainova mit zwei leistungsstarken Gasturbinen des Typs SGT-800 von Siemens Energy ausgestattet. Jede Turbine hat eine elektrische Leistung von 62 Megawatt und eine thermische Leistung von 105 Megawatt. Mainova-Vorstandschef Constantin H. Alsheimer sagte, dass das neue Kraftwerk eines der modernsten in Europa werde und eine Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung der Stadt Frankfurt am Main einnehme. Martin Giehl, Technikvorstand der Mainova, betonte, dass das HKW West ein wichtiger Baustein für die Wärme- und Stromversorgung des Unternehmens sei. Durch die Umstellung auf Erdgas könnten jährlich 400.000 Tonnen CO2 eingespart werden, die Anlagentechnik sei bereits für den Einsatz von Wasserstoff ausgelegt, um den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren.
Die Umrüstung des HKW West wird laut Mainova mehr als 300 Millionen Euro kosten. Das kommunale Unternehmen sieht in der Partnerschaft mit Siemens Energy einen guten Ausgangspunkt für eine mögliche umfassende Wasserstoff-Kooperation. Das Heizkraftwerk ergänze die erneuerbaren Energien durch seine hohe Flexibilität und den hohen Wirkungsgrad dank Kraft-Wärme-Kopplung. Die Umrüstung führe zudem zu einer deutlichen Reduzierung der Stickoxid-Emissionen und zum Wegfall von Steinkohletransporten. Mainova plant weitere Maßnahmen zur Dekarbonisierung, wie die Einbindung von Abwärme aus Rechenzentren (wir berichteten) und die Nutzung von Wärme aus dem Müllheizkraftwerk Nordweststadt.
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