Montag, 30. März 2026

NürnbergNahwärmenetz in Betrieb

[21.12.2023] In Nürnberg ist jetzt ein Nahwärmenetz in Betrieb gegangen. Betreiber sind die N-ERGIE Aktiengesellschaft und Siedlungswerk Nürnberg.
Gemeinsam mit der Siedlungswerk Nürnberg GmbH hat die N‑ERGIE Aktiengesellschaft die Wärmeversorgung für das neue Regensburger Viertel im Nürnberger Südosten erfolgreich umgesetzt.

Gemeinsam mit der Siedlungswerk Nürnberg GmbH hat die N‑ERGIE Aktiengesellschaft die Wärmeversorgung für das neue Regensburger Viertel im Nürnberger Südosten erfolgreich umgesetzt.

(Bildquelle: N‑ERGIE Aktiengesellschaft)

Das Nahwärmenetz im neuen Regensburger Viertel im Nürnberger Südosten ist jetzt erfolgreich in Betrieb genommen worden. Wie die N‑ERGIE Aktiengesellschaft mitteilt, stellt sie in Zusammenarbeit mit der Siedlungswerk Nürnberg die Wärmeversorgung sicher. Das Nahwärmenetz sei im Oktober aktiviert worden und versorge zunächst 146 Wohnungen des südlichen Baufelds. Im 2. Quartal 2024 sollen die restlichen 235 Wohnungen des nördlichen Baufelds sowie zehn kleinere Gewerbeeinheiten und eine Kindertagesstätte hinzukommen.
Das verglaste Heizhaus, zentral zwischen Parkhaus und Wohngebäude platziert, beherberge die Technik, die das Herzstück der Wärmeversorgung bilde. Armin Sachl und Lukas Zitzmann von der N‑ERGIE erklären, dass das Unternehmen die Planung, den Bau und die Betreuung der Heizzentrale und des Nahwärmenetzes im Rahmen eines Contractings übernommen habe.
Im neuen Heizhaus seien zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 190 Kilowatt elektrisch (kWel) und einer thermischen Leistung von 316 Kilowatt thermal (kWth) installiert, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Beide BHKW seien H2-ready, wobei eines davon mit Bioerdgas betrieben wird. Ein etwa elf Meter hoher Speicher mit einem Fassungsvermögen von rund 26 Kubikmetern puffere die Wärme. Zusätzlich übernähmen zwei Gas-Brennwertkessel mit einer thermischen Leistung von insgesamt 1.640 Kilowatt (kW) den Rest des Wärmebedarfs.
Die Wärme gelange über ein Nahwärmenetz mit einer Gesamt-Rohrlänge von rund 870 Metern zu zwölf Übergabestationen in den verschiedenen Gebäuden. Die Stromerzeugung erfolge verbrauchsnah, und die Wärmeversorgung erfülle die strengen Kriterien des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) von 2020 für Neubauten. Der Bau des Regensburger Viertels sei im Jahr 2021 gestartet und soll im Jahr 2024 abgeschlossen sein.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Deutscher Städte- und Gemeindebund: Umsetzung der Wärmewende in Gefahr

[30.03.2026] Deutschlands Kommunen warnen vor einem finanziellen Kollaps, der Investitionen in die Wärmewende ausbremst. Ohne grundlegende Reformen und verlässliche Förderstrukturen drohen Planung und Umsetzung vor Ort ins Stocken zu geraten. mehr...

Studie: Wärmenetze trotz knapper Kassen finanzieren

[25.03.2026] Eine neue Studie zeigt, wie Kommunen Wärmenetze trotz knapper Kassen finanzieren und wirtschaftlich betreiben können. Sie liefert konkrete Modelle, Planungswege und ein Berechnungstool – entscheidend angesichts milliardenschwerer Investitionen bis 2030. mehr...

Dresden: Intelligentes Fernwärmenetz in Betrieb gegangen

[23.03.2026] In Dresden-Friedrichstadt ist ein digital gesteuertes Fernwärmenetz mit modularer Großwärmepumpe in Betrieb gegangen. Das Projekt zeigt, wie sich erneuerbare Wärme und intelligente Datensteuerung für eine effizientere und klimafreundliche Versorgung kombinieren lassen. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Förderung für Großwärmepumpe erhalten

[20.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen erhalten 23 Millionen Euro Förderung für eine Großwärmepumpe am Klärwerk. Damit gewinnt die Transformation der Fernwärme an Tempo und ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung rückt näher. mehr...

Von links: Wolf-Thomas Hendrich (Versorgungsbetriebe Hoyerswerda), Katrin Bartsch (Stadtwerke Weißwasser) und Michael Schiemenz (Städtische Werke Spremberg) unterzeichnen eine Vereinbarung.

Kooperation: Klimaneutrale Wärme in der Lausitz

[16.03.2026] Drei Stadtwerke aus der Lausitz treiben ihre Wärmewende voran. Die Unternehmen aus Weißwasser, Hoyerswerda und Spremberg haben einen Planervertrag für ein gemeinsames Projekt zur Transformation der Wärmeversorgung unterzeichnet. Das Ziel ist eine weitgehend dekarbonisierte Wärmeversorgung bis Mitte der 2030er Jahre. mehr...

BEE: Positionspapier empfiehlt Holzenergie für die Wärmeversorgung

[09.03.2026] Ein neues Positionspapier des Bundesverbands Erneuerbare Energie stellt Holzenergie als zentralen Baustein der Wärmewende dar. Angesichts geopolitischer Risiken und steigender Preise für Öl und Gas fordert der Verband, heimische Holzwärme stärker in der Wärmeversorgung zu berücksichtigen. mehr...

Jade Hochschule: Vereinheitlichung der kommunalen Wärmeplanung

[04.03.2026] Die Jade Hochschule will die kommunale Wärmeplanung in Niedersachsen mit einem landesweit einheitlichen Daten- und Methodenstandard harmonisieren. Ein neues, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Forschungsprojekt soll Kommunen schneller zu belastbaren Entscheidungen über Wärmenetze oder dezentrale Lösungen führen. mehr...

Saarland: Studie analysiert Wärmeversorgung

[04.03.2026] Eine neue Studie analysiert die Wärmeversorgung im Saarland und zeigt Wege zur klimaneutralen Wärmewende auf. Die Untersuchung soll Kommunen eine belastbare Grundlage für ihre Wärmeplanung bis 2045 liefern. mehr...

Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte

[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...

Braunschweig: Holzheizkessel in Betrieb genommen

[27.02.2026] BS Energy und SH Kraft & Wärme haben im Braunschweiger Energie Effizienz Quartier Gliesmarode/Querum einen zweiten Holzheizkessel in Betrieb genommen. Mit der Leistungssteigerung um 50 Prozent wächst der Anteil erneuerbarer Wärme im Quartiersnetz weiter und das Ziel einer vollständig regenerativen Versorgung bis 2040 rückt näher. mehr...

Gebäudemodernisierungsgesetz: Kritik und Lob von Branchenverbänden

[26.02.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzt auf eine Grüngasquote, eine entfristete Bio-Treppe und stärkere Förderung für Fernwärmenetze. Verbände aus der Energie- und Wärmewirtschaft begrüßen den Kurswechsel, warnen aber vor Preisrisiken, fehlender Planungssicherheit und offenen Detailfragen. mehr...

Böhl-Iggelheim: Entstehung von kaltem Nahwärmenetz

[26.02.2026] In Böhl-Iggelheim entsteht an der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule ein kaltes Nahwärmenetz auf Basis von Erdsonden und Sole-Wasser-Wärmepumpen. Das Projekt soll die kommunale Wärmeversorgung ab 2026 klimafreundlich sichern und perspektivisch ein ganzes Quartier einbinden. mehr...

Sechsstufige Wärmepumpenanlage „Energy Unit 2.0“ in der XL-Variante: Außen aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpenmodule in schallgedämmter Einhausung vor einem Mehrfamilienhaus, teilweise mit geöffneten Schutzgittern.

Vaillant: XL-Wärmepumpe für Mehrfamilienhäuser

[23.02.2026] In Dortmund wurde erstmals eine sechsstufige Wärmepumpenanlage der XL-Variante in Betrieb genommen. Das System versorgt zwei Mehrfamilienhäuser aus den 1960er-Jahren. Laut den Beteiligten spart es jährlich 20,5 Tonnen CO₂ ein. mehr...

Stadtwerke Lemgo: Beteiligungsvolumen für Großwärmespeicher ausgeschöpft

[20.02.2026] Das Beteiligungsvolumen für den Großwärmespeicher der Stadtwerke Lemgo ist binnen weniger Tage vollständig ausgeschöpft. Zwei Millionen Euro flossen in das Projekt zur klimaneutralen Wärmeversorgung und zeigen die breite Unterstützung für die Wärmewende vor Ort. mehr...

Enpal: Wärmepumpe kompensiert Fernwärmenetz

[20.02.2026] Enpal steigt in die kommunale Wärmeplanung ein und übernimmt für Städte und Gemeinden die Versorgung von Haushalten außerhalb bestehender Fernwärmenetze mit Wärmepumpen. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Handlungsdruck der Kommunen und will mit hoher Installationskapazität eine Lücke in der lokalen Wärmewende schließen. mehr...