DüsseldorfStartschuss für Umrüstung von 4.000 Gaslaternen auf Strom

Finde den Unterschied: Die rechte Leuchte ist auf Strom umgerüstet, die linke Leuchte wird noch mit Gas betrieben.
(Bildquelle: Landeshauptstadt Düsseldorf)
Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Düsseldorf geht in die nächste Phase (wir berichteten). Wie die Landeshauptstadt mitteilt, hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen nach einer ausführlichen Prüfung die Umrüstung von zunächst 4.000 Gaslaternen genehmigt. Damit kann die Stadt einen zentralen Teil ihres Klimaschutzplans umsetzen, der auf eine klimaneutrale Stadt bis 2035 abzielt. Die Umstellung auf LED-Technik reduziert den Energieverbrauch pro Lichtpunkt um 98 Prozent und soll zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
Gewohntes Stadtbild bleibt erhalten
Trotz der Umrüstung bleibe das gewohnte Stadtbild erhalten, da die äußere Form der historischen Gaslaternen beibehalten wird. Dies sei ein entscheidendes Kriterium gewesen, da die Gaslaternen seit 2020 unter Denkmalschutz stehen. Die Untere Denkmalbehörde hatte die Umstellung als denkmalrechtlich zulässig bewertet, obwohl der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zunächst Bedenken äußerte. Das Ministerium entschied schließlich zugunsten der öffentlichen Interessen wie Klimaschutz, Verkehrssicherheit und Energieeffizienz.
Die Arbeiten starten im Februar/März 2025 in den Stadtteilen Heerdt und Lörick. Weitere Stadtteile wie Benrath, Hassels und Reisholz folgen bis 2026. Die Auswahl der Umrüstungsgebiete orientiert sich an der Dringlichkeit im Rahmen der Umstellung von L-Gas auf H-Gas.
Insgesamt umfasst die Düsseldorfer Straßenbeleuchtung rund 13.800 Gaslaternen, von denen etwa 9.000 weitere im Stadtgebiet stehen und ebenfalls auf LED-Technik umgestellt werden sollen. Die Entscheidung über deren Umrüstung steht noch aus, wird jedoch in einem erweiterten Konzept diskutiert.
Verbesserung der Verkehrssicherheit
Mit der Umrüstung verbessere sich nicht nur die Energieeffizienz: Die neuen Leuchten erhöhen auch die Verkehrssicherheit durch eine stärkere Beleuchtung und eine optimierte Farbtemperatur. Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger sollen zudem von einer verbesserten Störungsanfälligkeit profitieren, da die bisherigen Gaslaternen für einen Großteil der gemeldeten Ausfälle verantwortlich waren.
Durch die geplante Maßnahme wird laut Landeshauptstadt deutlich, dass sie ihre Verpflichtungen im Klimaschutz ernst nimmt und dabei die Balance zwischen Tradition und Fortschritt wahre.
Nordrhein-Westfalen: Treibhausgasemissionen sinken um vier Prozent
[18.09.2026] Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen wurden 171,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Seit 1990 haben sich die Emissionen damit mehr als halbiert. mehr...
European Energy Award: Fünf NRW-Kommunen für Klimaschutz ausgezeichnet
[16.09.2026] Dülmen, Minden, Wuppertal, Greven und Warendorf sind mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Wärmeversorgung, Photovoltaik, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. mehr...
Leipzig: Flächenkonzept für erneuerbare Energien vorgelegt
[08.09.2026] Leipzig hat ein Flächenkonzept für erneuerbare Energien erarbeitet. Rund zwei Prozent des Stadtgebiets kommen demnach potenziell für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen infrage. Eine wichtige Rolle sollen Photovoltaikanlagen auf Dächern spielen. mehr...
Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt
[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...
Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie
[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...
Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet
[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung
[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...
Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar
[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...
Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix
[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...
Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt
[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...
Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor
[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...
Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden
[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...
Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen
[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...
Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral
[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...
Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt
[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...














