Donnerstag, 1. Mai 2025

Stadtwerke HürthKI-gestützte Kundenkommunikation

[02.04.2025] Die Stadtwerke Hürth setzen als erster kommunaler Versorger in Deutschland auf eine vollständig KI-gestützte Kundenkommunikation per WhatsApp. Das System beantwortet Anfragen eigenständig und automatisiert, ohne dass Mitarbeiter eingreifen müssen.

Gründer von Kumo, Omid Hashemi (l.), und der Vorstand der Stadtwerke Hürth, Stefan Welsch.

(Bildquelle: Stadtwerke Hürth)

Die Stadtwerke Hürth haben als erster kommunaler Versorger in Deutschland einen vollständig KI-gesteuerten Kundenservice in WhatsApp integriert. Wie der kommunale Versorger mitteilt, kann das neue System Kundenanfragen eigenständig verstehen, strukturieren und beantworten, während herkömmliche WhatsApp-Kanäle von Versorgern zwar automatisierte Nachrichten versenden, bei komplexeren Anliegen aber weiterhin auf menschliche Bearbeitung angewiesen sind. Grundlage dieser Innovation ist eine Künstliche Intelligenz, die Zusammenhänge erkennt, relevante Informationen kombiniert und passgenaue Antworten formuliert.

Die Technologie ermögliche nicht nur die automatisierte Bearbeitung von Kundenanfragen, sondern leite komplexere Anliegen auch intern direkt an die zuständigen Abteilungen weiter. Zudem entwickele sich das System kontinuierlich weiter, indem es aus Kundeninteraktionen lernt und mit aktuellen Informationen ergänzt wird. Ziel sei es, langfristig Optimierungspotenziale im Kundenservice aufzudecken und die Effizienz weiter zu steigern.

Die technische Basis für den neuen Service bildet die Plattform SayHy des Kölner Start-ups Kumo Cloud Solutions. Sie erlaubt eine skalierbare Verarbeitung zahlreicher Anfragen rund um die Uhr, ohne dass zusätzlicher Personalaufwand entsteht. Stefan Welsch, Vorstand der Stadtwerke Hürth, betont die Vorteile für die Bürger: „Unsere Mission ist es, den Hürtherinnen und Hürthern einen durchgehend verfügbaren Kundenservice zu bieten. Über WhatsApp können künftig wichtige Anliegen – von der Stromversorgung bis zur Sperrmüllabholung – effizient bis zur abschließenden Bearbeitung verfolgt werden.“ Teure App-Entwicklungen für iOS und Android entfallen, da der Zugang über gängige Messenger-Dienste erfolgt.

Mit dieser Lösung wollen die Stadtwerke Hürth laut eigenen Angaben die digitale Kundenkommunikation im kommunalen Versorgungsbereich neu definieren und damit einen richtungsweisenden Schritt für die Branche setzen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

Mainova: Investitionen auf Rekordniveau

[29.04.2025] Dank einmaliger Sondereffekte konnte Mainova den Gewinn im Geschäftsjahr 2024 deutlich steigern. Für das laufende Jahr kündigt das Unternehmen hohe Investitionen an - und dämpft die Erwartungen. mehr...

Uniper: Grünstrom für Stahlwerk

[25.04.2025] Uniper liefert fünf MW PV-Ökostrom an die Badischen Stahlwerke, die damit einen Weg hin zur klimaneutralen Stahlproduktion gehen wollen. mehr...

WAGO: Jahresbilanz 2024 erschienen

[23.04.2025] Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigt sich WAGO in der Jahresbilanz 2024 wirtschaftlich stabil. Mit Rekordinvestitionen und einem Führungswechsel im Vertrieb setzt das Unternehmen klare Zeichen für weiteres Wachstum. mehr...

Stadtwerke Herne: Beteiligung an Tiefbauunternehmen

[23.04.2025] Die Stadtwerke Herne beteiligen sich jetzt mit 51 Prozent an Josef Koch Tief- und Straßenbau in Bochum. Damit bauen sie ihre Kapazitäten für den Netz-Ausbau weiter aus. mehr...

Bocholt/Rhede: Stadtwerke fusionieren

[16.04.2025] Bocholt und Rhede planen Stadtwerke-Fusion und folgen damit einem Beschluss der jeweiligen Aufsichtsräte. Damit soll die kommunale Versorgung gestärkt werden. Keine Änderungen soll es für Kunden geben. mehr...

Gütersloh: Rückkauf der Anteile an Stadtwerk

[14.04.2025] Die Stadt Gütersloh und die Stadtwerke Bielefeld haben sich auf zentrale Punkte für den Rückkauf der Anteile an den Stadtwerken Gütersloh verständigt. Ziel ist es, die 2002 veräußerten Gesellschaftsanteile noch in diesem Jahr zurückzuführen – vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien. mehr...

Stadtwerk am See: Vertrag mit Bürkle verlängert

[09.04.2025] Der Aufsichtsrat des Stadtwerks am See hat den Vertrag mit Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle ein Jahr vor Ablauf um fünf Jahre verlängert. Bürkle soll den erfolgreichen Kurs des Energieversorgers der Bodenseeregion fortsetzen. mehr...

Trianel: Fortschritte bei Nachhaltigkeitsberichterstattung

[08.04.2025] Eine aktuelle Trianel-Studie zeigt: Stadtwerke kommen bei der Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie CSRD zunehmend voran. mehr...

Stadtwerke Amberg: Übernahme von Tiefbauunternehmen

[08.04.2025] Die Stadtwerke Amberg haben zum April 2025 das traditionsreiche Tiefbauunternehmen Arbogast übernommen. Damit sichern sie 28 Arbeitsplätze, erweitern ihr Leistungsspektrum und stärken ihre Rolle in der regionalen Energiewende. mehr...

enercity: Solides Ergebnis

[04.04.2025] Das Energieunternehmen enercity ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2024 zufrieden. Der Umsatz lag bei 7,35 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (EBIT) bei 389 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber 2023 liegen die Zahlen über den Vorjahreswerten. mehr...

Stadtwerke Münster: Nachhaltigkeit im Fokus

[04.04.2025] Obwohl die EU die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung erst ab 2026 vorsieht, wollen die Stadtwerke Münster bereits in diesem Jahr einen Report über ihre ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Leistungen vorlegen. mehr...

BET Consulting: Hölscher als Partner gewonnen

[04.04.2025] Der Energieexperte Heinz-Werner Hölscher verstärkt als assoziierter Partner das Beratungshaus BET Consulting. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Branche soll er insbesondere die Bereiche Netze, Wärme und erneuerbare Energien voranbringen. mehr...

MVV: Clemens übernimmt

[02.04.2025] Gabriël Clemens übernimmt ab den 1. April 2025 den Vorstandsvorsitz der MVV Energie AG. mehr...

MVV/Ostrom: Kooperation für dynamische Stromtarife

[01.04.2025] Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und der Berliner Stromanbieter Ostrom arbeiten künftig zusammen, um Haushalte bei der Nutzung dynamischer Stromtarife zu unterstützen. mehr...