Mittwoch, 24. Juni 2026

TrianelNeue Marktstudie zu grüner Flexibilität

[10.06.2025] Grüne Flexibilität gilt als Schlüssel für die erfolgreiche Energiewende, wird bislang aber kaum genutzt. Eine neue Marktstudie von Trianel und Arthur D. Little zeigt: Energiewirtschaft und Politik müssen dringend handeln.

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Arthur D. Little die Marktstudie „Zukunftsmarkt Grüne Flexibilität“ veröffentlicht.

v.l.: Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH; Olaf Geyer, Partner und Head of Energy, Utilities and Ressources Practice Central Europe bei Arthur D. Little

(Bildquelle: Trianel)

Grüne Flexibilität stellt ein Mittel dar, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktstudie „Zukunftsmarkt Grüne Flexibilität“, die von der Stadtwerke-Kooperation Trianel in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Arthur D. Little veröffentlicht wurde. Wie Trianel mitteilt, untersucht die Studie systematisch und branchenübergreifend, welche wirtschaftlichen und technischen Potenziale Flexibilitätsoptionen wie Speicher, Kraft-Wärme-Kopplung und Demand-Side-Management bieten.

Zentrale Erkenntnis: 80 Prozent der befragten Unternehmen aus der Energieversorgung sehen in Flexibilität ein unerschlossenes ökonomisches Potenzial. Ein Drittel stuft sie bereits heute als wichtigsten Werttreiber ein. Dabei werde Flexibilität nicht nur als Antwort auf die zunehmende Volatilität im Energiemarkt verstanden, sondern als Steuerungsinstrument im künftigen Energiesystem.

„In einem Energiesystem, das von zunehmender volatiler Einspeisung und abnehmender gesicherter Leistung geprägt ist, wird das Erschließen und Nutzen von Flexibilität zum Game Changer“, betont Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel. Stadtwerke könnten sich laut Becker künftig als „Flexibilitätsmanager“ positionieren und so eine aktive Rolle in der Transformation der Energiewirtschaft übernehmen.

Gleichzeitig zeigt die Studie einen deutlichen Umsetzungsrückstand: Rund 40 Prozent der Unternehmen beschäftigen sich bislang nur theoretisch mit dem Thema und haben noch keine Pilotprojekte initiiert. Zu den größten Hemmnissen zählen laut den Studienautoren mangelnde Skalierbarkeit sowie fehlende marktwirtschaftliche Anreize.

Olaf Geyer, Partner bei Arthur D. Little, nennt vier zentrale Bereiche, in denen Flexibilität eine Schlüsselrolle spielt: Energiehandel, Netzbetrieb, Endkundengeschäft und das übergreifende Energiesystem. Treiber des steigenden Flexibilitätsbedarfs seien neben der Preis- und Mengenvolatilität vor allem infrastrukturelle Engpässe und die wachsende Entkopplung von Angebot und Nachfrage.

Als besonders aussichtsreich bewerten die Befragten den Einsatz von Batteriespeichern, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Flexibilisierung beitragen können. Um das Potenzial grüner Flexibilität zu erschließen, formuliert die Studie fünf konkrete Handlungsempfehlungen, darunter die Verankerung in der Unternehmensstrategie, der gezielte Kompetenzaufbau sowie die Entwicklung marktfähiger Multimarkt-Strategien.

„Grüne Flexibilität ist ein Zukunftsfeld mit enormem Potenzial“, resümiert Sven Becker. „Doch erst skalierbare Ansätze und verlässliche Rahmenbedingungen werden dafür sorgen, dass aus Ideen marktreife Projekte werden.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen
Mehrere Fahnen der Stadtwerke Osnabrück wehen an Fahnenmasten vor einem klaren blauen Himmel. Die Sonne scheint durch die Baumkronen im Vordergrund und erzeugt einen Lichtreflex. Auf den Fahnen sind das Logo und der Schriftzug der Stadtwerke Osnabrück zu erkennen.

Stadtwerke Osnabrück: Mit schwarzer Null über Plan

[23.06.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Jahresüberschuss abgeschlossen als geplant. Gleichzeitig investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben so viel wie nie zuvor in Netze und Infrastruktur. mehr...

Stadtwerke Hanau: Standardprodukte sichern Gewinn

[22.06.2026] Die Stadtwerke Hanau haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 11,2 Millionen Euro abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens trug vor allem das Strom- und Erdgasgeschäft zum Ergebnis bei. mehr...

Stadtwerke Münster: Weitere Investitionen geplant

[22.06.2026] Die Stadtwerke Münster haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von fast 14 Millionen Euro abgeschlossen. Der kommunale Versorger investierte zugleich knapp 60 Millionen Euro in Energie-, Wärme- und Glasfaserprojekte. mehr...

VSB Gruppe: Strategische Neuausrichtung

[18.06.2026] Die VSB Gruppe baut ihr Geschäftsmodell vom Projektentwickler zum integrierten Energiedienstleister mit europäischer Reichweite aus. Zum 30-jährigen Bestehen zeigt das Unternehmen, wie der Zusammenschluss mit TotalEnergies die Entwicklung von Wind-, Solar- und Speicherprojekten beschleunigen soll. mehr...

Thüga: Regionale Daseinsvorsorge sichern

[17.06.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Thüga hat ihr Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr 2025 deutlich gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens sollen gemeinsame Plattformen und regionale Kooperationen die Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit der kommunalen Energieversorger stärken. mehr...

Gruppenfoto des GWAdriga-Teams am Ufer der Spree in Berlin. Rund 70 Mitarbeitende und Partner stehen und knien auf einer gepflasterten Uferpromenade und blicken in die Kamera. Im Hintergrund ist die historische Oberbaumbrücke mit ihren markanten Türmen zu sehen.

GWAdriga: Zehn Jahre Smart Meter Roll-out

[15.06.2026] Das Unternehmen GWAdriga zieht nach zehn Jahren eine Bilanz seiner Arbeit beim Roll-out intelligenter Messsysteme. Nach Angaben des Unternehmens hat sich die Zahl der betreuten Messstellenbetreiber deutlich erhöht. mehr...

Juwi: Abbau von 280 Stellen

[11.06.2026] Juwi richtet sein Geschäft neu aus und baut in Deutschland 280 Stellen ab. Der Projektentwickler reagiert damit auf den wachsenden Druck im Markt für erneuerbare Energien und will zugleich auf neue Wachstumsfelder setzen. mehr...

Stadtwerke Heidelberg: Beteiligung an rku․it

[10.06.2026] Die Stadtwerke Heidelberg beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und erweitern damit den Gesellschafterkreis des IT- und Infrastrukturdienstleisters für die Energie- und Versorgungswirtschaft. mehr...

2G Energy: Großauftrag für Rechenzentren

[28.05.2026] 2G Energy hat einen Auftrag für die Energieversorgung eines Rechenzentrums in Nordamerika erhalten. Das Unternehmen führt derzeit weitere Gespräche mit Kunden aus dem Bereich Data Center. mehr...

swb-Gruppe: Geopolitische Lage wirkt sich aus

[11.05.2026] Der Energiedienstleister swb hat nach eigenen Angaben das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren operativen Ergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen die Investitionen in Netze und Energieanlagen deutlich. mehr...

Energieversorger Gasag unterstützt mit dem Verwaltungsbezirk Lichtenberg die energetische Sanierung von Wohngebäuden in einem Berliner Stadtquartier.

GASAG: Höhere Investitionen für die Energiewende

[11.05.2026] Die GASAG-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Jahresüberschuss fast verdoppelt und ihre Investitionen in klimafreundliche Infrastruktur deutlich erhöht. Der Schwerpunkt lag auf Wärmenetzen, erneuerbaren Energien und Netzinfrastruktur in Berlin und Brandenburg. mehr...

Wilken: GY erhält ISO-Zertifizierung

[11.05.2026] Die Wilken Software Group hat die ISO-27001-Zertifizierung ihres Informationssicherheitsmanagementsystems auf die cloud-native Plattform GY ausgeweitet. Damit reagiert das Unternehmen auf steigende Sicherheitsanforderungen an SaaS-Lösungen in Kritischen Infrastrukturen und schließt weitere Anwendungen in den zertifizierten Bereich ein. mehr...

EnBW: Hohe Investitionen geplant

[07.05.2026] Der Energieversorger EnBW hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 7,6 Milliarden Euro in den Umbau des Energiesystems investiert. Der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Leistung stieg auf 66 Prozent. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro. mehr...

Beteiligung: enercity und Thüga trennen sich

[06.05.2026] Die Energieunternehmen enercity und Thüga wollen ihre gegenseitigen Beteiligungen auflösen. Ziel ist nach eigenen Angaben eine klarere strategische Ausrichtung und mehr finanzieller Spielraum. mehr...

Steag Iqony Group: Neues Führungsteam angetreten

[05.05.2026] Der Energiekonzern Steag Iqony hat seine Unternehmensspitze neu besetzt. Seit Anfang Mai stehen ein neuer Vorstandschef und eine neue Personalchefin an der Spitze. Der Wechsel soll die weitere Entwicklung des Unternehmens begleiten. mehr...