Dienstag, 24. März 2026

ThügaPositive Jahresbilanz

[17.06.2025] Der Stadtwerke-Verbund Thüga hat 2024 ein deutlich verbessertes Konzernergebnis erzielt. Gestützt durch ein starkes Partnernetzwerk und hohe Investitionen in die Energiewende konnte der Verbund seine wirtschaftliche und strategische Position weiter festigen.

Thüga konnte das vergangene Jahr ein deutliches Wachstum verzeichnen.

(Bildquelle: adobestock)

Mit einem adjusted EBIT von 598,8 Millionen Euro hat der Thüga Holding-Konzern das Geschäftsjahr 2024 deutlich über dem Vorjahreswert abgeschlossen – ein Plus von mehr als 200 Millionen Euro gegenüber 2023. Wie Thüga mitteilt, war ein wesentlicher Treiber dieses Ergebnisses das gestiegene Beteiligungsergebnis aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Partnerunternehmen. Daraus resultierte auch eine höhere Gesamtkapitalrendite (ROCE), die sich auf 14,8 Prozent verbesserte – nach 10,5 Prozent im Vorjahr.

Investitionsvolumen erhöht

Parallel dazu erhöhte sich das Investitionsvolumen des Konzerns deutlich: Mit 148,5 Millionen Euro lag es um 33,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahrs. Diese Investitionen flossen gezielt in Beteiligungsgesellschaften und unterstreichen laut Unternehmensangaben die langfristige Ausrichtung auf Transformation und Versorgungssicherheit. Die Leverage Ratio verringerte sich im Vergleich zu 2023 von 1,99 auf 1,90 – ein Indikator für die weiterhin solide finanzielle Basis der Gruppe.

Mit mehr als 100 Partnerunternehmen ist die Thüga-Gruppe laut eigenen Angaben regional stark verwurzelt, agiert zugleich aber überregional vernetzt. Der Unternehmensverbund bietet seinen Beteiligungen Zugriff auf rund 150 standardisierte Beratungsleistungen entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Darüber hinaus steht ihnen ein Expertenpool mit etwa 100 Fachleuten zur Verfügung, der bei Projektumsetzung und Strategieentwicklung unterstützt. Laut Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, profitieren die Partner besonders von gemeinsamen Innovationsprojekten und einer koordinierten Einkaufsstrategie: 2024 lag das gemeinsame Ausschreibungsvolumen bei 1,6 Milliarden Euro, mit Einsparungen von über 250 Millionen Euro.

Positive Bilanz

Auch die gesamtwirtschaftliche Bilanz von Thüga fällt positiv aus. Das Beteiligungsergebnis stieg um 23,3 Millionen Euro auf 369 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 245 Millionen Euro ausgeschüttet, exakt auf Vorjahresniveau. Weitere 50 Millionen Euro werden thesauriert, 0,3 Millionen Euro verbleiben im Bilanzgewinn.

Ein wesentlicher Fokus liegt weiterhin auf der Energiewende: Im Jahr 2024 investierte die Gruppe insgesamt 3,7 Milliarden Euro in Energieinfrastruktur, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung. An Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp fünf Gigawatt ist die Thüga-Gruppe beteiligt – ein Niveau, das dem mehrerer konventioneller Großkraftwerke entspricht. Für die kommenden zwei Jahrzehnte rechnet das Unternehmen mit einem kumulierten Investitionsbedarf zwischen 70 und 90 Milliarden Euro. Allein bis 2035 sei jährlich mit rund vier Milliarden Euro zu rechnen, etwa die Hälfte davon für die Wärmewende. Anne Rethmann, Finanzvorständin von Thüga, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen und angemessener Renditen zur Sicherstellung langfristiger Finanzierung.

Kommende Herausforderungen

Um sich für kommende Herausforderungen strategisch zu rüsten, hat Thüga im Jahr 2024 das Projekt „Horizonte+2030“ initiiert. Es zielt auf effizientere Zusammenarbeit innerhalb des Verbunds sowie auf potenzielle neue Partnerschaften. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender, sieht hierin einen zentralen Hebel: „Wir bleiben offen für finanziell attraktive und regional passende neue Unternehmen. Dabei sind unterschiedliche Arten von Kooperationen bis hin zu Beteiligungen denkbar.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

JUWI: Strategische Neuausrichtung

[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...

Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme

[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...

Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...

Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg

[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw die Gesellschaft Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

dena: 100 vielversprechende Start-ups

[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...

Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen

[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...

Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten

[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken

[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it

[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...