Samstag, 26. September 2026

ThügaPositive Jahresbilanz

[17.06.2025] Der Stadtwerke-Verbund Thüga hat 2024 ein deutlich verbessertes Konzernergebnis erzielt. Gestützt durch ein starkes Partnernetzwerk und hohe Investitionen in die Energiewende konnte der Verbund seine wirtschaftliche und strategische Position weiter festigen.

Thüga konnte das vergangene Jahr ein deutliches Wachstum verzeichnen.

(Bildquelle: adobestock)

Mit einem adjusted EBIT von 598,8 Millionen Euro hat der Thüga Holding-Konzern das Geschäftsjahr 2024 deutlich über dem Vorjahreswert abgeschlossen – ein Plus von mehr als 200 Millionen Euro gegenüber 2023. Wie Thüga mitteilt, war ein wesentlicher Treiber dieses Ergebnisses das gestiegene Beteiligungsergebnis aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Partnerunternehmen. Daraus resultierte auch eine höhere Gesamtkapitalrendite (ROCE), die sich auf 14,8 Prozent verbesserte – nach 10,5 Prozent im Vorjahr.

Investitionsvolumen erhöht

Parallel dazu erhöhte sich das Investitionsvolumen des Konzerns deutlich: Mit 148,5 Millionen Euro lag es um 33,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahrs. Diese Investitionen flossen gezielt in Beteiligungsgesellschaften und unterstreichen laut Unternehmensangaben die langfristige Ausrichtung auf Transformation und Versorgungssicherheit. Die Leverage Ratio verringerte sich im Vergleich zu 2023 von 1,99 auf 1,90 – ein Indikator für die weiterhin solide finanzielle Basis der Gruppe.

Mit mehr als 100 Partnerunternehmen ist die Thüga-Gruppe laut eigenen Angaben regional stark verwurzelt, agiert zugleich aber überregional vernetzt. Der Unternehmensverbund bietet seinen Beteiligungen Zugriff auf rund 150 standardisierte Beratungsleistungen entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Darüber hinaus steht ihnen ein Expertenpool mit etwa 100 Fachleuten zur Verfügung, der bei Projektumsetzung und Strategieentwicklung unterstützt. Laut Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, profitieren die Partner besonders von gemeinsamen Innovationsprojekten und einer koordinierten Einkaufsstrategie: 2024 lag das gemeinsame Ausschreibungsvolumen bei 1,6 Milliarden Euro, mit Einsparungen von über 250 Millionen Euro.

Positive Bilanz

Auch die gesamtwirtschaftliche Bilanz von Thüga fällt positiv aus. Das Beteiligungsergebnis stieg um 23,3 Millionen Euro auf 369 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 245 Millionen Euro ausgeschüttet, exakt auf Vorjahresniveau. Weitere 50 Millionen Euro werden thesauriert, 0,3 Millionen Euro verbleiben im Bilanzgewinn.

Ein wesentlicher Fokus liegt weiterhin auf der Energiewende: Im Jahr 2024 investierte die Gruppe insgesamt 3,7 Milliarden Euro in Energieinfrastruktur, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung. An Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp fünf Gigawatt ist die Thüga-Gruppe beteiligt – ein Niveau, das dem mehrerer konventioneller Großkraftwerke entspricht. Für die kommenden zwei Jahrzehnte rechnet das Unternehmen mit einem kumulierten Investitionsbedarf zwischen 70 und 90 Milliarden Euro. Allein bis 2035 sei jährlich mit rund vier Milliarden Euro zu rechnen, etwa die Hälfte davon für die Wärmewende. Anne Rethmann, Finanzvorständin von Thüga, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen und angemessener Renditen zur Sicherstellung langfristiger Finanzierung.

Kommende Herausforderungen

Um sich für kommende Herausforderungen strategisch zu rüsten, hat Thüga im Jahr 2024 das Projekt „Horizonte+2030“ initiiert. Es zielt auf effizientere Zusammenarbeit innerhalb des Verbunds sowie auf potenzielle neue Partnerschaften. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender, sieht hierin einen zentralen Hebel: „Wir bleiben offen für finanziell attraktive und regional passende neue Unternehmen. Dabei sind unterschiedliche Arten von Kooperationen bis hin zu Beteiligungen denkbar.“





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