badenovaGenehmigungsanträge für sieben Windparks eingereicht

badenova Windpark am Kambacher Eck.
(Bildquelle: badenova AG & Co. KG)
Der Freiburger Energieversorger badenova hat Ende Juni 2025 Genehmigungsanträge für sieben neue Windparks in Baden-Württemberg eingereicht. Wie das Unternehmen mitteilt, sind insgesamt 23 Windkraftanlagen mit einer geplanten Gesamtleistung von mehr als 150 Megawatt vorgesehen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um eines der bislang größten Windprojekte in der Firmengeschichte. Die Windräder sollen gemeinsam rund 230 Gigawattstunden sauberen Strom pro Jahr erzeugen. Rechnerisch ließe sich damit der Jahresbedarf von etwa 70 000 Haushalten decken.
Fünf Landkreise
Die beantragten Windparks verteilen sich auf fünf Landkreise, vier davon im Versorgungsgebiet von badenova: Schwarzwald-Baar, Rottweil, Ortenau, Breisgau-Hochschwarzwald sowie Heidenheim. Die Projekte tragen Namen wie Linach, Rappeneck, Langwieden oder Gerstetten – viele von ihnen befinden sich bereits in kommunaler Trägerschaft. Ein großer Teil der Flächen wird von Städten und Gemeinden bereitgestellt, die laut badenova die Energiewende aktiv unterstützen.
Das Investitionsvolumen beträgt rund 250 Millionen Euro. Über die geplante Laufzeit von 25 Jahren rechnet das Unternehmen mit etwa 75 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung – unter anderem durch Pachtzahlungen, kommunale Abgaben und Gewerbesteuer.
„Unsere Projekte stehen auf stabilen Füßen“, erklärt Sebastian Schüßler, Leiter Windprojekte bei badenova. Entscheidend für die Umsetzung sei die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern: „Durch starke regionale Konsortien mit Bürgerbeteiligung, kommunalen Akteuren und Stadtwerken erreichen wir tragfähige Lösungen. Das schafft Vertrauen und langfristige Akzeptanz.“
Erste Inbetriebnahmen ab 2027
Die Genehmigungsverfahren sollen je nach Projekt innerhalb von sechs bis 18 Monaten abgeschlossen sein. Erste Inbetriebnahmen könnten ab dem Jahr 2027 erfolgen, für mehrere Windparks ist ein Baubeginn im Zeitraum 2027 bis 2028 vorgesehen. Die Umsetzung verantwortet das Tochterunternehmen badenovaERNEUERBARE, das gemeinsam mit Das Grüne Emissionshaus (DGE) auch die technische Planung sowie Bau und Betrieb der Anlagen übernimmt. DGE ist zu 50 Prozent im Besitz von badenova und hat seinen Sitz ebenfalls in Freiburg.
Langfristig strebt der regionale Energieversorger an, bis zum Jahr 2035 eine Windkraftkapazität von etwa 400 Megawatt aufzubauen. Gemeinsam mit Photovoltaikprojekten soll eine Gesamtleistung von einem Gigawatt aus erneuerbaren Energien erreicht werden. Dabei verfolgt das Unternehmen das Ziel, spätestens 2035 klimaneutral zu wirtschaften.
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