Sachsen-AnhaltInvestition in H2Regio-Projekt

Übergabe des Förderbescheids für das Projekt H2Regio.
v.l.: Dr.-Ing. Marc Richter, Abteilungsleiter Energiesysteme und -infrastrukturen; Dr.-Ing. Dirk Berndt, Institutsleiter des Fraunhofer IFF; Thomas Wünsch, Staatssekretär; Prof. Jürgen Wiese, Gruppenleiter Nachhaltiges Wassermanagement und Infrastrukturen
(Bildquelle: Fraunhofer IFF/Anita Fricke)
Übergabe des Förderbescheids für das Projekt H2Regio.
v.l.: Dr.-Ing. Marc Richter, Abteilungsleiter Energiesysteme und -infrastrukturen; Dr.-Ing. Dirk Berndt, Institutsleiter des Fraunhofer IFF; Thomas Wünsch, Staatssekretär; Prof. Jürgen Wiese, Gruppenleiter Nachhaltiges Wassermanagement und Infrastrukturen
(Bildquelle: Fraunhofer IFF/Anita Fricke)
Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) arbeitet an einem datenbasierten Modell, das das Wasserstoffsystem in Sachsen-Anhalt künftig vernetzt steuern soll. Wie das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt berichtet, hat Staatssekretär Thomas Wünsch dem Institut dafür einen Förderbescheid von über gut zwei Millionen Euro überreicht, finanziert zu 60 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zu 40 Prozent aus Landesmitteln. Ziel des Projekts H2Regio ist ein intelligentes System, das Produktion, Transportwege und Abnehmer von grünem Wasserstoff erstmals in einer gemeinsamen digitalen Struktur abbildet.
Im Mittelpunkt steht eine Infrastruktur aus standardisierten Schnittstellen und Werkzeugen, die bislang getrennte Akteure wie Energieerzeuger, Netzbetreiber oder Industrieunternehmen technisch zusammenführt. Den Angaben zufolge erfassen die Forschenden zunächst Daten zu Erzeugungskapazitäten, Bedarfen, Leitungsnetzen und realen Wasserstoffströmen im Land. Daraus entsteht ein digitaler Zwilling des regionalen H2-Systems, mit dem sich Szenarien simulieren sowie Betrieb und Verteilung optimieren lassen. Parallel entsteht eine Handelsplattform, die Marktmechanismen abbildet und Planung wie Steuerung in Echtzeit ermöglichen soll.
Das Ministerium sieht darin einen wichtigen Schritt für eine leistungsfähige Wasserstoffwirtschaft in Sachsen-Anhalt. Wünsch erklärte, H2Regio zeige, wie Forschung, Industrie und Politik gemeinsam die klimafreundliche Transformation des Energiesystems voranbringen könnten. Das Projekt läuft bis Ende März 2028 und bindet Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein. Nach Angaben des Fraunhofer IFF soll das entstehende Modell übertragbar sein, auch auf andere Regionen und perspektivisch auf weitere grüne Gase.
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