Montag, 15. Juni 2026

GreenovativeSchwelle von 500 MWp überschritten

[28.01.2026] Greenovative hat zum Jahreswechsel 2025/26 einen Ausbau seines Portfolios auf 500 MWp installierte Leistung aus Solarparks und Batteriespeichern. Das Unternehmen sieht vor allem in hybriden Anlagen ein Potenzial für mehr Netzflexibilität und will den Wachstumskurs 2026 fortsetzen.

27 Solarparks nahm Greenovative im vergangenen Jahr in Betrieb.

(Bildquelle: Greenovative GmbH)

Greenovative hat im Jahr 2025 die Schwelle von 500 Megawatt peak (MWp) installierter Leistung aus Solarparks und Batteriespeichern überschritten. Wie das Unternehmen mitteilt, nahm es im vergangenen Jahr 27 Solarparks in Betrieb und baute damit sein Portfolio deutlich aus. Der Projektierer und Betreiber sieht sich dadurch in seiner Marktposition gestärkt.

Der Ausbau erfolgte in einem Umfeld stark wachsender erneuerbarer Erzeugung. Greenovative verweist darauf, dass Photovoltaik in Deutschland 2025 zur zweitgrößten Quelle der Nettostromerzeugung aufgestiegen ist und erstmals die Braunkohle überholt hat, wie die Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts ISE zeigen (wir berichteten). Parallel dazu gewinnen Großbatteriespeicher an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen verstärkt auf hybride Solarparks, bei denen Freiflächenanlagen mit Speichern kombiniert werden.

Ausbau darf nicht verlangsamt werden

Geschäftsführer Bernd Fuchs betont laut Unternehmensangaben, dass trotz temporärer Abregelungen von PV- und Windstrom der Ausbau nicht verlangsamt werden dürfe. Notwendig seien vielmehr zusätzliche Netzkapazitäten, mehr Speicher und eine höhere Systemflexibilität, da der Strombedarf durch Elektrifizierung von Mobilität, Wärme und Industrie weiter steige.

Die hohe Zahl an Inbetriebnahmen zum Jahresende stellte das Unternehmen vor operative Herausforderungen. Thomas Wolfertstetter, Leiter Engineering bei Greenovative, verweist auf witterungsbedingte Erschwernisse bei Freiflächenanlagen in den Wintermonaten. Zudem sei eine enge Abstimmung mit den zuständigen Netzbetreibern erforderlich gewesen. Besondere zeitliche Vorgaben ergaben sich nach Angaben von Greenovative für Mittelspannungsprojekte durch die neue EU-F-Gase-Verordnung (Regulation (EU) 2024/573). Seit dem 1. Januar 2026 dürfen demnach keine neuen Mittelspannungsschaltanlagen mehr mit dem Isoliergas SF₆ in Betrieb genommen werden.

Operative Verantwortung nimmt zu

Da Greenovative die errichteten Anlagen selbst betreibt, wächst mit dem Portfolio auch die operative Verantwortung. Johannes Bimüller, Leiter Asset Management, beschreibt unterschiedliche Prozesse und Anforderungen der beteiligten Verteilnetzbetreiber als zentrale Steuerungsaufgabe. Das Unternehmen setzt eigenen Angaben zufolge auf regelmäßige Vor-Ort-Abnahmen, kontinuierliches Monitoring und eine Leitwarte zur Sicherung des Anlagenbetriebs. Mit zunehmender Portfoliogröße gewinnt zudem das Thema Cybersecurity an Bedeutung, dem Greenovative durch eine engere Verzahnung von Betrieb und IT begegnet.

Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen weiteres Wachstum. Nach Angaben von Greenovative befinden sich derzeit 59 Solarparks und Batteriespeicher in der Projektentwicklung. Parallel soll die Betriebsführung der bestehenden Anlagen fortgeführt und ausgebaut werden. Mit diesem Kurs will das Unternehmen zur Klimaneutralität, zur Netzstabilität sowie zur Versorgungssicherheit beitragen.





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