Dienstag, 12. Mai 2026

RWEBatteriespeicher in Lingen geplant

[10.02.2026] RWE plant am Kraftwerksstandort Lingen einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und mindestens 800 Megawattstunden Kapazität. Die Anlage soll ab 2028 das Stromnetz stabilisieren und zeigt, welche Rolle Großspeicher im künftigen Energiesystem spielen.

Der Batteriepark umfasst mehr als 200 Lithium-Ionen-Batterieeinheiten sowie über 100 Wechselrichter.

(Bildquelle: RWE)

RWE errichtet in Lingen einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und einer Speicherkapazität von mindestens 800 Megawattstunden. Wie der Energiekonzern mitteilt, entsteht die Anlage auf dem früheren Betriebsgelände von Dralon nordöstlich des Gaskraftwerks Emsland und soll 2028 in Betrieb gehen.

Der Speicher kann seine maximale Leistung mindestens zwei Stunden lang abrufen und zählt damit zu den leistungsstärksten Anlagen dieser Art in Niedersachsen. Die Investitionsentscheidung hat RWE Ende Januar getroffen. Ziel ist es, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und zusätzliche gesicherte Leistung bereitzustellen, während der Anteil erneuerbarer Energien weiter wächst.

Nach Angaben von RWE reagiert der Batteriespeicher innerhalb von Millisekunden auf Netzanforderungen und kann Strom aufnehmen oder einspeisen. Er liefert Regelenergie und ist technisch darauf ausgelegt, neue Netzdienstleistungen wie die Bereitstellung von Momentanreserve zu übernehmen. RWE-Generation-CEO Nikolaus Valerius sieht darin eine wichtige Ergänzung zu neuen Gaskraftwerken, die vor allem längere Ausfälle von Wind- und Solarstrom abdecken sollen.

Der Batteriepark umfasst mehr als 200 Lithium-Ionen-Batterieeinheiten sowie über 100 Wechselrichter. Hinzu kommen mehr als 50 Mittelspannungs- und zwei Hochspannungstransformatoren sowie zwei Schaltfelder. Die Anbindung an das Übertragungsnetz erfolgt über die neue Umspannanlage Hilgenberg von Amprion, die weniger als 50 Meter entfernt liegt.

Für den Bau bereitet RWE ein 8,5 Hektar großes Areal im südlichen Teil des Industriegebiets vor. Alle erforderlichen Genehmigungen liegen vor, der Start der Bauarbeiten ist am 2. Februar erfolgt. Nach Einschätzung der Stadt Lingen stärkt das Projekt die Rolle des Standorts als zentralen Knotenpunkt der Energiewende und ergänzt bestehende Aktivitäten, unter anderem im Bereich Wasserstoff.



Stichwörter: Energiespeicher, RWE, Lingen


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