CuxhavenAlter Fischereihafen erhält Energiespundwand

Blick auf die Elbmündung bei Cuxhaven; das Meerwasser soll den Alten Fischereihafen in Zukunft mit Wärme versorgen.
(Bildquelle: privat)
Im Alten Fischereihafen Cuxhaven entsteht eine thermisch aktivierte Energiespundwand, die Wärme aus dem Hafenbecken gewinnt und ein ganzes Quartier versorgen soll. Wie das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mitteilt, unterstützt das Land das Projekt mit rund 1,4 Millionen Euro. Energieminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) übergab den Förderbescheid an Thomas Wind, Geschäftsführer von AFH (Alter Fischereihafen Cuxhaven).
Die Energiespundwand erreicht eine Heizleistung von 2.050 Kilowatt und liefert jährlich rund 5.000 Megawattstunden Wärmeenergie. Sie nutzt Aquathermie: Die Spundwand dient als Wärmetauscher und entzieht dem Meerwasser Energie, ohne in das Gewässer einzugreifen oder Wasser zu verbrauchen. Die gewonnene Wärme speisen Großwärmepumpen in ein Netz ein, das ein etwa 61.000 Quadratmeter großes Areal mit zahlreichen Gebäuden beheizt und im Sommer auch kühlt. So sinken CO2-Emissionen sowie der Einsatz fossiler Energieträger wie Gas und Öl deutlich.
Das Land trägt 45 Prozent der Gesamtinvestition von 3,135 Millionen Euro. Meyer spricht von der größten Aquathermie-Spundwand in einem deutschen Hafen und von einem bundesweit einzigartigen Vorhaben dieser Größenordnung. „Ein Projekt in dieser Größenordnung, mit Energie aus der Spundwand umliegende Gebäude mit Wärmepumpen klimaneutral zu versorgen, ist einzigartig in Deutschland“, so der Minister.
Aquathermie gilt in Niedersachsen als wichtiger Baustein der Wärmewende. Nach Einschätzung des Ministeriums stehen entsprechende Potenziale vielerorts verbrauchernah und in großem Umfang zur Verfügung. Das Cuxhavener Projekt soll als Demonstrationsobjekt zeigen, wie sich erneuerbare Wärme aus Gewässern technisch effizient und ökologisch verträglich für Quartiere nutzbar machen lässt.
SAENA: Kostenfreies Webinar zur Wärmeplanung
[12.02.2026] Die Sächsische Energieagentur SAENA bietet am 27. Februar 2026 ein kostenfreies Webinar zu Ausschreibung und Vergabe in der kommunalen Wärmeplanung an. mehr...
Stiftung Umweltenergierecht: Webinar zur Wärmeplanung
[09.02.2026] Neue Leitfäden sollen Kommunen den Schritt von der Wärmeplanung in die praktische Umsetzung erleichtern. Die Stiftung Umweltenergierecht stellt zentrale Inhalte und Empfehlungen in einem kostenfreien Online-Seminar vor. mehr...
Stuttgart: Abwärme von Rechenzentrum macht Schule
[06.02.2026] Ein Rechenzentrum in Stuttgart speist seine Abwärme erstmals systematisch in ein lokales Wärmenetz ein. Das Projekt von nLighten und Wärmelösungen Synergiepark Stuttgart zeigt, wie digitale Infrastruktur konkret zur Dekarbonisierung städtischer Wärmeversorgung beitragen kann. mehr...
Leverkusen: Wärmeplan liegt öffentlich aus
[05.02.2026] Der Entwurf der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Leverkusen liegt nun öffentlich aus. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, den Plan online einzusehen und Stellung zu nehmen. Das Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. mehr...
Darmstadt/Wiesbaden: Fortschritte bei kommunaler Wärmeplanung
[05.02.2026] Wiesbaden legt den Entwurf seiner kommunalen Wärmeplanung öffentlich aus, Darmstadt hat seine Wärmeplanung bereits beschlossen und vorgestellt. Beide Städte wollen damit den Umbau der Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral, wirtschaftlich tragfähig und planbar gestalten. mehr...
Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform
[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...
Pforzheim: Energiezentrale in Betrieb gegangen
[29.01.2026] In Huchenfeld ist eine neue Energiezentrale in Betrieb gegangen, die den Pforzheimer Stadtteil künftig mit überwiegend erneuerbarer Wärme versorgen soll. Betreiber sind die Stadtwerke Pforzheim, die damit ihre Nah- und Fernwärmestrategie weiter ausbauen. mehr...
Nexiga/DBI: Wärmebedarf von Gebäuden berechnen
[21.01.2026] Eine neue, normbasierte Methode berechnet erstmals den Wärmebedarf nahezu aller Gebäude in Deutschland gebäudescharf. Entwickelt von Nexiga und der DBI-Gruppe, soll sie Kommunen, Energiewirtschaft und Wohnungswirtschaft präzisere Planungsgrundlagen liefern. mehr...
Herrenchiemsee: Kulturerbe hat Nahwärmesystem erhalten
[19.01.2026] Auf der Herreninsel im Chiemsee ist ein neues Nahwärmesystem mit Holzvergaser-Blockheizkraftwerk in Betrieb gegangen, das mehrere denkmalgeschützte Gebäude nahezu autark mit Wärme und Strom versorgt. Das Projekt zeigt, wie sich erneuerbare Energietechnik auch in sensiblen Kulturerbe-Strukturen technisch anspruchsvoll integrieren lässt. mehr...
Rhein-Hunsrück-Kreis: Wärmeplanung abgeschlossen
[16.01.2026] Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen und zeigt Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung auf. Kennzeichnend ist die interkommunale Zusammenarbeit mehrerer Kommunen, die ihre gesetzlich geforderten Wärmepläne gemeinsam erarbeitet haben. mehr...
Wärmeversorgung: Hoher Energieeinsatz, große Hebel
[13.01.2026] Wie Gewerbegebiete die Wärmewende vorantreiben können, zeigt ein Projekt im Ruhrgebiet. Im Rahmen von EMG.Ruhr sollen wirtschaftlich genutzte Flächen systematisch für eine klimafreundliche Energie-Infrastruktur erschlossen werden. mehr...
Fellbach: Fortschritte bei Wärmeplanung
[09.01.2026] Fellbach treibt die kommunale Wärmeplanung mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 voran. Der Gemeinderat setzt dabei auf Machbarkeitsstudien für Wärmenetze, den Ausbau von Photovoltaik und Wärmepumpen sowie auf eine intensive Information der Bürgerschaft. mehr...
Stadtwerke Osnabrück: Zwischenbilanz zu Wärmepumpen-Komplettpaket
[08.01.2026] Nach einem Jahr ziehen die Stadtwerke Osnabrück eine positive Zwischenbilanz ihres Wärmepumpen-Komplettpakets. Das gemeinsam mit Industriepartnern und regionalem Handwerk entwickelte Modell stößt auf anhaltendes Interesse und wird inzwischen durch PV- und Speicherlösungen ergänzt. mehr...
Hamburg: Wärme aus Abwasser
[07.01.2026] Mit der größten Abwasserwärmepumpe Deutschlands treiben die Hamburger Energiewerke und Hamburg Wasser die Wärmewende voran. Das Pionierprojekt im Energiepark Hafen demonstriert, wie Städte ihre lokalen Energiepotenziale nutzen können. mehr...













