KooperationKlimaneutrale Wärme in der Lausitz

Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt die konkrete Planungphase für die Wärmewende in der Lausitz.
v.l.: Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer Versorgungsbetriebe Hoyerswerda; Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser; Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtischen Werke Spremberg
(Bildquelle: HY-photo Gernot Menzel)
Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt die konkrete Planungphase für die Wärmewende in der Lausitz.
v.l.: Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer Versorgungsbetriebe Hoyerswerda; Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser; Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtischen Werke Spremberg
(Bildquelle: HY-photo Gernot Menzel)
Die Stadtwerke Weißwasser, die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda und die Städtischen Werke Spremberg haben die nächste Phase ihres gemeinsamen Projekts zur Umstellung der Wärmeversorgung eingeleitet. Wie die Unternehmen mitteilen, beginnt mit der Unterzeichnung eines Planervertrags nun die konkrete Planungsphase. Das beauftragte Konsortium wird von der Fichtner-Gruppe geleitet. Weitere Partner sind die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (IEG), das Forschungsunternehmen Solites und regionale Partner. Das Fraunhofer IEG übernimmt nach Angaben der Beteiligten die wissenschaftliche Begleitung und untersucht unter anderem die Integration neuer Energietechnologien.
Vergleich unterschiedlicher Versorgungsszenarien
Dabei sollen verschiedene Technologien, darunter Großwärmepumpen, Solarthermie und saisonale Wärmespeicher, geprüft werden. Laut Fraunhofer IEG zielen die Analysen auch darauf ab, unterschiedliche Versorgungsszenarien, etwa eigene Anlagen oder Kooperationsmodelle, zu vergleichen. „Wir sehen die Lausitz als Modellregion für die Wärmewende in Deutschland. Es war leicht, hier fachliche Expertise und praxisnahe Umsetzungskompetenz in einem Konsortium zu bündeln“, sagt Anja Hanßke vom Fraunhofer IEG. Die Analysen sollen demnach auch mögliche Versorgungsmodelle vergleichen und Lösungen für die Region identifizieren.
Den Angaben der beteiligten Unternehmen zufolge sollen die Untersuchungen klären, welche technischen Lösungen möglich sind, welche Kosten entstehen und in welchen zeitlichen Schritten die Transformation erfolgen kann. Bis 2027 sollen die notwendigen Investitionen und die bestehenden Fördermöglichkeiten feststehen.
Unsicherheit durch Gesetzgebung
Die Diskussion über mögliche Änderungen am Gebäudeenergiegesetz sorgt derzeit für Unsicherheit bei Bürgerinnen und Bürgern sowie in der Wohnungswirtschaft, wie die Stadtwerke berichten. Wolf-Thomas Hendrich von den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda sagt dazu: „Politische Rahmenbedingungen mögen sich ändern, aber die physikalische und wirtschaftliche Realität bleibt: Wir müssen unsere Wärmeerzeugung neu aufstellen.“
Auch Katrin Bartsch von den Stadtwerken Weißwasser betont die Bedeutung fundierter Planungen. Die gemeinsame Ausschreibung habe wirtschaftliche Vorteile gebracht und Zugang zu fachlicher Expertise ermöglicht. Michael Schiemenz von den Städtischen Werken Spremberg sieht in der Kooperation der drei Unternehmen ebenfalls Vorteile. „Die gemeinsame Ausschreibung hat sich ausgezahlt – wir haben nicht nur qualitativ hochwertige Angebote erhalten, sondern auch wirtschaftliche Vorteile durch die gebündelte Vergabe erzielt. Das zeigt, dass Kooperation der Schlüssel zum Erfolg ist.“
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