GothaAusbau von Fernwärme gestartet
Der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Gotha hat begonnen, zentrales Element ist ein Großwärmespeicher mit etwa 60 Megawattstunden (MWh) Kapazität. Wie das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur mitteilt, erhält das Vorhaben rund 4,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei förderfähigen Gesamtkosten von etwa acht Millionen Euro.
Im Zuge des Projekts stellen die Stadtwerke mehrere Quartiere von Gas auf Fernwärme um. Betroffen sind ein Teilabschnitt der Bahnhofstraße, das Wohngebiet im Bereich Reyherstraße/Straße der Einheit/Enckestraße sowie die südliche Seebergstraße. Parallel entsteht der Wärmespeicher als technisches Herzstück, das die Fernwärmeerzeugung wirtschaftlich optimieren soll.
Der Speicher entkoppelt Wärme- und Stromproduktion im Kraft-Wärme-Kopplungssystem. Dadurch können die Betreiber die Blockheizkraftwerke flexibler fahren, Lastspitzen abfedern und Stromerlöse gezielter nutzen. Das erhöhe die Investitionssicherheit und verbessere die Wirtschaftlichkeit der Fernwärme insgesamt.
Zusätzlich rüstet der Betreiber die angeschlossenen Gebäude mit modernen Fernwärmekompaktstationen aus, die über Speicherladesysteme Warmwasser bereitstellen. Auch der Trinkwasserspeicher sowie Teile des Rohrnetzes werden erneuert. Nach Angaben des Ministeriums soll das Gesamtpaket die Versorgung stabilisieren und die Preisentwicklung für die Kunden langfristig dämpfen.
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