Dienstag, 14. April 2026

BEEFossile Abhängigkeiten verringern

[14.04.2026] Der Bundesverband Erneuerbare Energie begrüßt die geplanten Entlastungen der Bundesregierung angesichts steigender Energiepreise. Zugleich fordert der Verband schnellere Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien.

BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser: Branche wartet seit Monaten auf konkrete Gesetzentwürfe der Bundesregierung.

(Bildquelle: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE))

Die Spitzen von CDU/CSU und SPD haben sich auf Maßnahmen zur Entlastung in der „zweiten fossilen Preiskrise in knapp vier Jahren“ verständigt. Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), erklärte, die volatile Lage an der Straße von Hormus und die daraus entstehenden Belastungen für Haushalte machten schnelle und wirksame Maßnahmen nötig. Den angekündigten Ausbau erneuerbarer Energien begrüßte Heinen-Esser. Erneuerbare Energien senkten die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, stärkten die Widerstandskraft und könnten Preise dämpfen, teilte sie mit. Dies zeige sich derzeit bei den Strompreisen.

Kritik an Gesetzentwürfen

Kritisch äußerte sich der Verband zur aktuellen Politik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die sogenannten Eckpunkte zum Gasmarktdesigngesetz, das Netzpaket und ein Entwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) würden Ausbau und Integration erneuerbarer Energien eher bremsen als beschleunigen, so Heinen-Esser. Wenn es der Bundesregierung mit ihren Ankündigungen ernst sei, müssten diese Entwürfe überarbeitet werden. Zugleich verwies die BEE-Präsidentin auf Verzögerungen bei Gesetzesvorhaben. Die Branche warte seit Monaten auf konkrete Entwürfe. Bislang gebe es nur Leaks, Eckpunkte und Absichtserklärungen. „Die Zeit drängt.“

Keine Ausbeutung heimischer Gasvorkommen

Eine geplante Nutzung heimischer Gasvorkommen lehnt der Verband ab. Nach Angaben von Heinen-Esser wäre das Gas nur durch Fracking und nur in geringen Mengen verfügbar. Die Erschließung dauere viele Jahre und wäre teuer. Zudem verlängere Gas fossile Abhängigkeiten. Positiv bewertet der Verband Pläne, Fahrzeuge mit ausschließlich erneuerbaren Kraftstoffen als Nullemissionsfahrzeuge zu betrachten. Das könne die Nutzung von Biokraftstoffen stärken, die neben der Elektromobilität eine Rolle in der Verkehrswende spielen könnten.





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