Freitag, 26. Juni 2026

Stadtwerke KrefeldStabiles Ergebnis für 2025

[26.06.2026] Die SWK haben ihr Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem stabilen Ergebnis abgeschlossen und investieren weiter in Energie-, Verkehrs- und Entsorgungsinfrastruktur.

Die SWK wollen auch zukünftig verstärkt auf emissionsfreie Antriebe setzen.

(Bildquelle: SWK AG)

Die Stadtwerke Krefeld (SWK) haben 2025 einen Konzernumsatz von knapp 2,3 Milliarden Euro erzielt und einen Jahresüberschuss von rund 30 Millionen Euro erwirtschaftet. Wie die SWK in ihrem Geschäftsbericht mitteilen, lag das Ergebnis nach zwei von Sondereffekten geprägten Ausnahmejahren wieder auf einem normalen Niveau.

Das operative Ergebnis entwickelte sich positiv. Das EBITDA stieg von 97 auf 108 Millionen Euro. Für die Stadt Krefeld als alleinige Eigentümerin flossen rund 33 Millionen Euro aus Dividende und Konzessionsabgabe in den städtischen Haushalt. Gleichzeitig zahlte der Konzern rund 6,6 Millionen Euro Gewerbesteuer.

Die SWK bewerten das Geschäftsjahr 2025 als herausfordernd. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Krise im Nahen Osten und die daraus resultierenden Schwankungen an den Energiemärkten belasteten das Umfeld. Vorstandssprecher Carsten Liedtke erklärte: „Wir konnten am Ende ein gutes Ergebnis erzielen und kehren nach den durch Sondereffekte bedingten herausragenden beiden vorherigen Geschäftsjahren nun wieder auf Normalniveau zurück.“

Kundenzuwächse und Portfolioübernahmen

Im Geschäftsfeld Energie und Wasser sank der Umsatz auf 1,85 Milliarden Euro. Rückläufige Handelsaktivitäten bei Strom und Gas wurden durch Kundenzuwächse und Portfolioübernahmen teilweise ausgeglichen. Der Konzern investierte in die Wärmewende, die Fernwärmeversorgung und die eigene Energieerzeugung. Gemeinsam mit der Stadt Krefeld treiben die SWK die kommunale Wärmeplanung voran. Parallel entsteht mit der Netzgesellschaft Niederrhein (NGN) ein Transformationsplan für die Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2045.

Zum 1. Januar 2025 übernahm SWK Energie zudem 24,9 Prozent der Fronteris AG. Damit will das Unternehmen sein Portfolio bei erneuerbaren Energien ausbauen und zusätzliche Ertragspotenziale bei der Projektierung und Vermarktung von Energieanlagen erschließen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Digitalisierung der Stromnetze. Auf Basis von Analysen von OmegaLambdaTec bauten die SWK ein umfassendes Monitoring für Ortsnetzstationen auf. Die kontinuierliche Datenerfassung soll Engpässe frühzeitig erkennen und die Planung des künftigen Netzausbaus verbessern.

Stabile Entwicklung bei der Entsorgung

Auch die Entsorgungssparte entwickelte sich trotz schwacher Konjunktur stabil. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 402 Millionen Euro. Die EGN-Gruppe konnte trotz geringerer Mengen aus Industrie und Gewerbe ein Ergebnis über Plan erzielen. Dazu trugen unter anderem Preisanpassungen und mehrere Zukäufe bei.

Die Entsorgungsgesellschaft Krefeld (EGK) erreichte bei der Müllverbrennungs- und Kläranlage neue Höchstwerte. Die an SWK Energie gelieferte Fernwärmemenge stieg auf 214.475 Megawattstunden. Gleichzeitig produzierte die Kläranlage aus Faulgas rund 5,2 Millionen Kubikmeter Biomethan und 4.500 Tonnen biogenes CO₂.

Im Verkehrsbereich verbesserte sich die wirtschaftliche Lage ebenfalls. Der Jahresverlust sank auf 33,4 Millionen Euro, blieb aber hoch. Die Zahl der Fahrgäste stieg um elf Prozent auf 39,4 Millionen und erreichte wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie. Das Deutschlandticket trug wesentlich dazu bei, setzt die Verkehrsunternehmen aber weiterhin finanziell unter Druck.

Emissionsfreie Antriebe

Die SWK setzen deshalb verstärkt auf emissionsfreie Antriebe. 2025 nahm das Unternehmen sieben weitere Wasserstoffbusse in Betrieb, sodass inzwischen zehn Fahrzeuge täglich im Krefelder Linienverkehr unterwegs sind (wir berichteten). Zudem ging auf dem Betriebshof eine eigene Wasserstofftankstelle ans Netz. Parallel bereitet die SWK gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben aus Essen und Oberhausen die Beschaffung neuer Straßenbahnen vor.

Auch digitale Technologien gewinnen an Bedeutung. Seit 2025 nutzen die SWK in 40 Bussen ein KI-gestütztes Fahrgastzählsystem. Die Daten sollen künftig helfen, Fahrpläne zu optimieren, Auslastungen vorherzusagen und Leitstellen effizienter zu steuern.

Insgesamt investierte der Konzern 153,7 Millionen Euro. Die Mittel flossen vor allem in Strom- und Fernwärmenetze, Wasserinfrastruktur, Entsorgungsanlagen, Fahrzeuge und Verkehrsanlagen.

Für die kommenden Jahre erwarten die SWK weiterhin ein schwieriges Umfeld. Geopolitische Konflikte, steigende Energiepreise, die US-Zollpolitik und der Wettbewerb aus China erhöhen die Unsicherheit. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch Energiewende, Wärmewende und Digitalisierung. Hinzu kommen der anhaltende Fachkräftemangel sowie wachsende Ausgaben für Personal, IT und Infrastruktur.



Stichwörter: Unternehmen, Bilanz, Krefeld, SWK


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