Montag, 29. Juni 2026

BonnStand zum PV-Ausbau

[29.06.2026] Die Stadtwerke Bonn und die Stadt Bonn treiben den Photovoltaikausbau auf kommunalen Gebäuden weiter voran. Zwei Jahre nach Abschluss ihres Rahmenvertrags sind bereits 60 Anlagen in Betrieb, während weitere Projekte den Ausbau der Solarstromerzeugung beschleunigen sollen.

Die Bundesstadt Bonn hat jetzt ihren PV-Ausbau bilanziert.

(Bildquelle: sorn340/123rf)

Auf kommunalen Gebäuden in Bonn sind inzwischen 60 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 2,7 Megawatt installiert. Wie die Stadtwerke Bonn (SWB) berichten, ziehen sie gemeinsam mit der Stadt Bonn zwei Jahre nach Abschluss des Rahmenvertrags zum PV-Ausbau eine positive Zwischenbilanz. Weitere Anlagen befinden sich bereits im Bau.

Grundlage der Zusammenarbeit ist ein 2024 geschlossener Vertrag zwischen dem Städtischen Gebäudemanagement (SGB) und SWB Energie und Wasser (wir berichteten). Die Stadtwerke pachten geeignete Dachflächen, finanzieren, errichten und betreiben die Anlagen. Der erzeugte Solarstrom wird direkt in den jeweiligen Gebäuden genutzt, etwa in Schulen, Kindertagesstätten, Verwaltungsgebäuden oder Sporthallen. Dadurch sinken die Stromkosten der Stadt, ohne dass sie selbst in die Anlagen investieren muss.

Zu den größten bislang realisierten Projekten gehören die Photovoltaikanlagen auf der Sporthalle der Gesamtschule Beuel mit 162 Kilowatt peak (kWp) sowie auf dem Katastrophenschutzzentrum Beuel mit 173 kWp installierter Leistung. Die bisher errichteten Anlagen erzeugen nach Angaben der SWB jährlich rund 2,5 Millionen Kilowattstunden Solarstrom. Das entspricht rechnerisch dem Jahresverbrauch von etwa 700 Haushalten. Gleichzeitig sollen dadurch rund 880 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden werden.

Allein im Jahr 2026 gingen weitere Anlagen mit zusammen 878 Kilowatt Leistung ans Netz. Weitere Projekte mit 1.025 Kilowatt befinden sich derzeit in der Umsetzung. Langfristig wollen Stadt und Stadtwerke jährlich rund zwei Megawatt Photovoltaik-Leistung auf kommunalen Gebäuden neu installieren.

Nach Angaben von SWB liegt die größte Herausforderung inzwischen weniger im Bau der Anlagen als in der Auswahl geeigneter Dächer. Für einen wirtschaftlichen Betrieb müssen unter anderem Statik und Restlebensdauer der Dächer stimmen. Diese sollte mindestens 20 Jahre betragen. Eine erste Machbarkeitsuntersuchung aus dem Jahr 2024 hatte 200 Dächer von insgesamt rund 870 kommunalen Gebäuden untersucht. Dabei wurden 43 Dächer unmittelbar als geeignet eingestuft, weitere Gebäude benötigen eine Einzelfallprüfung.

Für Ende 2026 planen Stadt und SGB eine zweite Machbarkeitsstudie, um zusätzliche geeignete Dachflächen zu identifizieren. Ziel der Partner ist es, schrittweise alle geeigneten kommunalen Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten und so die lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter auszubauen.





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