TenneTBund steigt ein

Mit dem Einstieg bei TenneT will der Bund den Ausbau des Stromübertragungsnetzes sichern.
(Bildquelle: TenneT TSO GmbH)
Der Bund hat den Einstieg bei TenneT Germany vollzogen. Wie die Bundesregierung mitteilt, erwirbt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Auftrag des Bundes 25,1 Prozent der Anteile von der niederländischen TenneT Holding. Dem Abschluss der Transaktion gingen mehrere regulatorische Genehmigungen voraus. Nach der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Europäische Kommission Ende Mai bestätigte die Bundesnetzagentur am 9. Juni die Rezertifizierung von TenneT Germany. Hintergrund ist die geänderte Eigentümerstruktur. In diesem Fall schreibt das Energiewirtschaftsrecht eine erneute Prüfung der Entflechtungsvorgaben und ein Zertifizierungsverfahren vor.
Bereits am 30. Juni hatten der norwegische Staatsfonds NBIM, der niederländische Pensionsinvestor APG für den Pensionsfonds ABP sowie der singapurische Staatsfonds GIC ihre Beteiligung abgeschlossen. Nach Angaben der Bundesregierung sollen ihre Anteile bis 2029 auf 46 Prozent steigen. Der Bund erwirbt seinen Anteil zum gleichen Unternehmenswert wie die Mitinvestoren. Die übrigen Anteile verbleiben bei der niederländischen TenneT Holding.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte: „Mit dem heutigen Transaktionsvollzug sichern wir den Ausbau des Stromübertragungsnetzes als kritische Infrastruktur ab und stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ich begrüße, dass neben der KfW auch drei private Investoren Anteile an der TenneT Germany erwerben. Dies ist auch Ausdruck der Attraktivität Deutschlands als Investitionsstandort. Mit dieser Eigentümerstruktur ist TenneT, der größte deutsche Übertragungsnetzbetreiber, für die Zukunft gut aufgestellt.“
Mit der Beteiligung von 25,1 Prozent erhält der Bund Einflussmöglichkeiten auf TenneT Germany. Nach Angaben der Bundesregierung ist er damit über die KfW nun an drei der vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber beteiligt. Bereits zuvor hielt der Bund Anteile von 20 Prozent an 50Hertz und 24,95 Prozent an TransnetBW.
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