Stadtwerke OsnabrückNachhaltigkeitsbericht erstellt

Die Stadtwerke Osnabrück legen ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht vor.
(Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück/Cara Ritter)
Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach den Vorgaben der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorgelegt. Wie die Stadtwerke mitteilen, besteht für das kommunale Unternehmen derzeit noch keine gesetzliche Pflicht zur Berichterstattung nach diesem Standard.
Für die Erstellung des Berichts für das Jahr 2025 haben die Stadtwerke ein interdisziplinäres Projekt unter Leitung von Projektleiter Agon Ukiqi aufgesetzt. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister LM IT Services entwickelten sie dafür eine digitale Lösung. Kern ist eine PowerApp-basierte Plattform, die das Berichtswesen entlang der CSRD-Logik strukturiert.
Die Plattform erfasst quantitative Datenpunkte automatisiert, wertet sie zentral aus und bindet sie in bestehende Prozesse ein. Auch die Emissionsdaten werden gebündelt. Das Unternehmen führt die Daten aus Scope 1 und Scope 2 sowie perspektivisch aus Scope 3 in einem Power-BI-Dashboard zusammen. Damit lassen sich die Nachhaltigkeitsdaten konzernweit einheitlich erfassen und vergleichen.
Der Bericht betrachtet die Nachhaltigkeitsleistung in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Dabei fließen auch konkrete Kennzahlen aus den operativen Geschäftsfeldern ein. So war die Busflotte der Stadtwerke-Tochter SWO Mobil im Herbst 2025 zu 94 Prozent elektrisch unterwegs. Seit dem Start der ersten E-Busse im Jahr 2019 vermied das Unternehmen nach eigenen Angaben bis Ende 2025 insgesamt rund 10.200 Tonnen CO2.
Auch die Nutzung der Lade-Infrastruktur nahm zu. An den rund 300 Ladesäulen der Tochtergesellschaft OPG wurden 2025 etwa 2,1 Millionen Kilowattstunden Ökostrom geladen. Im Osnabrücker Hafen reduzierte die Tochtergesellschaft EHB den Dieselverbrauch nach Unternehmensangaben durch den Einsatz von Hybridlokomotiven um 42 Prozent.
Die Stadtwerke wollen den Bericht nicht allein für die externe Transparenz nutzen. Die strukturierte Datenbasis soll auch als Managementinstrument dienen. Sie kann beispielsweise Zielkonflikte zwischen Investitionen in die Versorgungssicherheit und deren kurzfristigen Emissionswirkungen sichtbar machen. Das soll Entscheidungen über die weitere Transformation unterstützen.
„Nachhaltigkeitsberichterstattung ist für uns weit mehr als eine regulatorische Aufgabe. Sie ist ein zentrales Instrument, um wirtschaftliche Tragfähigkeit, ökologische Ziele und gesellschaftliche Verantwortung miteinander in Einklang zu bringen“, erklärt Finanzvorstand Dirk Eichholz.
Parallel bereiten die Stadtwerke einen Transitionsplan vor. Er soll Ziele, Maßnahmen und Meilensteine für die schrittweise Reduzierung der Treibhausgasemissionen festlegen. Dabei orientiert sich das Unternehmen an den wissenschaftsbasierten Anforderungen der Science Based Targets initiative (SBTi).
Der Nachhaltigkeitsbericht ist auf der Website der Stadtwerke Osnabrück veröffentlicht.
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