Heidelberg86 Millionen Euro Förderung vom Bund

Übergabe zweier Förderbescheide in Höhe von insgesamt 86 Millionen Euro für drei Wärmewende-Projekte.
v.l.: Falk Günther, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Netze; Raoul Schmidt-Lamontain, Heidelbergs Umwelt- und Klimabürgermeister; Konzerngeschäftsführer Prof. Dr. Rudolf Irmscher; Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckhart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg; Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie
(Bildquelle: Stadtwerke Heidelberg GmbH)
Übergabe zweier Förderbescheide in Höhe von insgesamt 86 Millionen Euro für drei Wärmewende-Projekte.
v.l.: Falk Günther, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Netze; Raoul Schmidt-Lamontain, Heidelbergs Umwelt- und Klimabürgermeister; Konzerngeschäftsführer Prof. Dr. Rudolf Irmscher; Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckhart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg; Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie
(Bildquelle: Stadtwerke Heidelberg GmbH)
Für die Heidelberger Wärmewende stehen 86 Millionen Euro Bundesförderung bereit. Wie die Stadt Heidelberg und die Stadtwerke Heidelberg berichten, hat der Bund Mittel für eine Flusswärmepumpe am Neckar, eine Abwasserwärmepumpe im Norden der Stadt sowie für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes bewilligt. Die Förderung läuft über vier Jahre bis November 2029 und deckt rund 40 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten.
Die Stadt Heidelberg strebt laut Mitteilung an, 2030 klimaneutral zu werden, die Stadt als Ganzes bis 2040. Im Wärmesektor soll das über einen kräftigen Ausbau der Fernwärme gelingen. Diese soll nach Angaben der Stadtwerke bis 2035 vollständig klimaneutral arbeiten; rund die Hälfte der heutigen Fernwärme gilt bereits als CO2-frei. Die Umstellung erfordert Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe. Finanziert werden soll sie über einen Mix aus Fördermitteln, Fremd- und Eigenkapital.
Grundlage der Förderung
Grundlage für die nun bewilligte Förderung war ein Transformationsplan, den die Stadtwerke im Spätherbst 2024 bei der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze eingereicht hatten. Er enthält Potenzialabschätzungen für erneuerbare Energien, Wirtschaftlichkeitsanalysen sowie detaillierte Maßnahmen- und Umsetzungsplanungen. Für ausgewählte Projekte stellten die Stadtwerke anschließend eigene Förderanträge – nun erfolgreich.
Mit dem Geld sollen die beiden Wärmepumpenanlagen und der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes realisiert werden. Die geplante Flusswärmepumpe entsteht in Bergheim nahe der Ernst-Walz-Brücke; für diesen innenstadtnahen Standort wurde laut Stadtwerken eine städtebaulich und architektonisch hochwertige Lösung gefunden, ergänzt um öffentlich zugängliche Grün- und Erholungsflächen. Die Abwasserwärmepumpe ist in der Nähe der Kläranlage Nord geplant. Beide Anlagen sollen ab 2027 gebaut werden, nachdem 2026 Probebohrungen vorgesehen sind. Insgesamt haben die Stadtwerke vier Jahre Zeit für die Umsetzung.
Vorbereitung der Gesamtfinanzierung
Parallel zur Förderung bereiten die Stadtwerke laut Mitteilung die Gesamtfinanzierung vor. Dazu zählt auch eine erneute Bürgerbeteiligung über Genussrechte. Der Energieversorger kündigt an, im Frühjahr 2026 eine neue Tranche aufzulegen. Bereits 2024 war ein vergleichbares Angebot binnen vier Tagen ausgebucht gewesen.
Die Stadtwerke verweisen zudem auf ihre wachsende Erfahrung mit Großprojekten im Energiesektor. Der Konzern habe in den vergangenen Jahren viel Expertise aufgebaut, um die anstehenden Bauvorhaben umzusetzen. Die nächsten Schritte umfassen nun die Detailplanung und die Ausschreibung der Gewerke.
BEE: Positionspapier empfiehlt Holzenergie für die Wärmeversorgung
[09.03.2026] Ein neues Positionspapier des Bundesverbands Erneuerbare Energie stellt Holzenergie als zentralen Baustein der Wärmewende dar. Angesichts geopolitischer Risiken und steigender Preise für Öl und Gas fordert der Verband, heimische Holzwärme stärker in der Wärmeversorgung zu berücksichtigen. mehr...
Jade Hochschule: Vereinheitlichung der kommunalen Wärmeplanung
[04.03.2026] Die Jade Hochschule will die kommunale Wärmeplanung in Niedersachsen mit einem landesweit einheitlichen Daten- und Methodenstandard harmonisieren. Ein neues, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Forschungsprojekt soll Kommunen schneller zu belastbaren Entscheidungen über Wärmenetze oder dezentrale Lösungen führen. mehr...
Saarland: Studie analysiert Wärmeversorgung
[04.03.2026] Eine neue Studie analysiert die Wärmeversorgung im Saarland und zeigt Wege zur klimaneutralen Wärmewende auf. Die Untersuchung soll Kommunen eine belastbare Grundlage für ihre Wärmeplanung bis 2045 liefern. mehr...
Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte
[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...
Braunschweig: Holzheizkessel in Betrieb genommen
[27.02.2026] BS Energy und SH Kraft & Wärme haben im Braunschweiger Energie Effizienz Quartier Gliesmarode/Querum einen zweiten Holzheizkessel in Betrieb genommen. Mit der Leistungssteigerung um 50 Prozent wächst der Anteil erneuerbarer Wärme im Quartiersnetz weiter und das Ziel einer vollständig regenerativen Versorgung bis 2040 rückt näher. mehr...
Gebäudemodernisierungsgesetz: Kritik und Lob von Branchenverbänden
[26.02.2026] Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzt auf eine Grüngasquote, eine entfristete Bio-Treppe und stärkere Förderung für Fernwärmenetze. Verbände aus der Energie- und Wärmewirtschaft begrüßen den Kurswechsel, warnen aber vor Preisrisiken, fehlender Planungssicherheit und offenen Detailfragen. mehr...
Böhl-Iggelheim: Entstehung von kaltem Nahwärmenetz
[26.02.2026] In Böhl-Iggelheim entsteht an der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule ein kaltes Nahwärmenetz auf Basis von Erdsonden und Sole-Wasser-Wärmepumpen. Das Projekt soll die kommunale Wärmeversorgung ab 2026 klimafreundlich sichern und perspektivisch ein ganzes Quartier einbinden. mehr...
Vaillant: XL-Wärmepumpe für Mehrfamilienhäuser
[23.02.2026] In Dortmund wurde erstmals eine sechsstufige Wärmepumpenanlage der XL-Variante in Betrieb genommen. Das System versorgt zwei Mehrfamilienhäuser aus den 1960er-Jahren. Laut den Beteiligten spart es jährlich 20,5 Tonnen CO₂ ein. mehr...
Stadtwerke Lemgo: Beteiligungsvolumen für Großwärmespeicher ausgeschöpft
[20.02.2026] Das Beteiligungsvolumen für den Großwärmespeicher der Stadtwerke Lemgo ist binnen weniger Tage vollständig ausgeschöpft. Zwei Millionen Euro flossen in das Projekt zur klimaneutralen Wärmeversorgung und zeigen die breite Unterstützung für die Wärmewende vor Ort. mehr...
Enpal: Wärmepumpe kompensiert Fernwärmenetz
[20.02.2026] Enpal steigt in die kommunale Wärmeplanung ein und übernimmt für Städte und Gemeinden die Versorgung von Haushalten außerhalb bestehender Fernwärmenetze mit Wärmepumpen. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Handlungsdruck der Kommunen und will mit hoher Installationskapazität eine Lücke in der lokalen Wärmewende schließen. mehr...
BBSR: Studie zur Wärmeplanung mit Digitalen Zwillingen
[18.02.2026] Eine neue Studie untersucht, wie Digitale Zwillinge die kommunale Wärmeplanung strategisch unterstützen. Der Bericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeigt anhand von 189 Kommunen, wann sich der Einsatz digitaler Modelle lohnt und wo ihre Grenzen liegen. mehr...
Cuxhaven: Alter Fischereihafen erhält Energiespundwand
[13.02.2026] Niedersachsen fördert im Alten Fischereihafen Cuxhaven eine bundesweit einzigartige Energiespundwand, die Wärme direkt aus dem Meerwasser gewinnt. Das 3,1-Millionen-Euro-Projekt soll ein 61.000 Quadratmeter großes Quartier klimaneutral mit Heiz- und Kühlenergie versorgen und gilt als Modell für die Wärmewende in Häfen. mehr...
SAENA: Kostenfreies Webinar zur Wärmeplanung
[12.02.2026] Die Sächsische Energieagentur SAENA bietet am 27. Februar 2026 ein kostenfreies Webinar zu Ausschreibung und Vergabe in der kommunalen Wärmeplanung an. mehr...
Stiftung Umweltenergierecht: Webinar zur Wärmeplanung
[09.02.2026] Neue Leitfäden sollen Kommunen den Schritt von der Wärmeplanung in die praktische Umsetzung erleichtern. Die Stiftung Umweltenergierecht stellt zentrale Inhalte und Empfehlungen in einem kostenfreien Online-Seminar vor. mehr...
Stuttgart: Abwärme von Rechenzentrum macht Schule
[06.02.2026] Ein Rechenzentrum in Stuttgart speist seine Abwärme erstmals systematisch in ein lokales Wärmenetz ein. Das Projekt von nLighten und Wärmelösungen Synergiepark Stuttgart zeigt, wie digitale Infrastruktur konkret zur Dekarbonisierung städtischer Wärmeversorgung beitragen kann. mehr...













