Samstag, 8. August 2026

TransnetBWAirbag für das Stromnetz

[11.06.2024] TransnetBW hat mit dem Bau eines Netzverstärkers in Kupferzell begonnen. Damit kann das Übertragungsnetz künftig besser ausgelastet werden.
Baubeginn für den Netz-Booster

Baubeginn für den Netz-Booster, für den Lithium-Ionen-Batterietechnik zum Einsatz kommt.

v.l.: Paul McCusker, SVP & President EMEA Fluence; Ian Vincent Schölzel, Landrat des Hohenlohekreises; Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung von TransnetBW; Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württe

(Bildquelle: TransnetBW)

TransnetBW hat am 10. Juni 2024 die Baustelle für den Netz-Booster in Kupferzell offiziell eröffnet. Neben Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung von TransnetBW, nahmen Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Bürgermeister Christoph Spieles (CDU), Landrat Ian Vincent Schölzel sowie Paul McCusker, SVP & President EMEA des Generalunternehmers Fluence, an der Feier teil.
Neu am Netz-Booster ist sein Einsatz in der Systemführung: Dort sorgt er für ein sicheres und belastbares Netz. Mit dem Netz-Booster kann das Übertragungsnetz künftig höher ausgelastet werden. Das senkt die Kosten für das Netzengpass-Management und reduziert den Bedarf an zusätzlichen Stromleitungen – bei gleichbleibend hoher Versorgungssicherheit.
Vor mehr als 160 Gästen betonte Götz: „Durch den innovativen Einsatz der Technologie können wir das bestehende Stromnetz besser auslasten und mehr erneuerbare Energien einspeisen. Damit leistet der Netzbooster einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.“
Umweltministerin Walker ergänzte: „Der Netz-Booster ist ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigen und stabilen Energieversorgung in Baden-Württemberg. Er zeigt, wie der intelligente Einsatz von Technik dazu beitragen kann, die Energiewende effizient zu gestalten.“

Lithium-Ionen-Batterie-Technologie im Einsatz

Gebaut wird die Anlage vom Generalunternehmer Fluence. Die im Netz-Booster eingesetzte Lithium-Ionen-Batterietechnik ist sicher und hat sich bereits vielfach bewährt. Trotz bewährter Technik hat der Einsatz des Batteriespeichers im Übertragungsnetz innovativen Charakter: Der Netz-Booster fungiert als eine Art Sicherheitspuffer für das Stromnetz.
Das bestehende Netz kann durch den Netz-Booster bei gleichbleibender Versorgungssicherheit und ohne aktive Einspeisung höher ausgelastet werden als bisher: Dadurch reduziert die Anlage den Bedarf an zusätzlichen Leitungen und Eingriffen in den Netzbetrieb, was sich kostensenkend auswirkt. Im Fehlerfall kann der Batteriespeicher wie eine Art Airbag innerhalb von Sekunden Energie bereitstellen – eine Stunde lang eine Leistung von 250 Megawatt.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid

evu+: Online-Karte bietet Überblick über Stromverteilnetze

[06.08.2026] Eine neue Online-Karte zeigt die Stromnetzbetreiber in Deutschland und ihre angeschlossenen Erzeugungsanlagen sowie Batteriespeicher. Die Übersicht soll die Rolle der Verteilnetzbetreiber für Energiewende und Versorgungssicherheit anhand öffentlicher Daten sichtbar machen. mehr...

Mitnetz Strom: Investitionen in das Stromnetz in Brandenburg

[03.08.2026] Mitnetz Strom investiert 2026 rund 119 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in Brandenburg. Die Vorhaben sollen zusätzliche Netzkapazitäten für erneuerbare Energien schaffen und die Versorgungssicherheit in mehreren Regionen stärken. mehr...

Bundesnetzagentur: Kar­te zur Ver­sor­gungs­qua­li­tät der Verteilernetzbetreiber veröffentlicht

[28.07.2026] Die Bundesnetzagentur hat eine Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Stromverteilernetzbetreiber veröffentlicht. Sie macht Unterschiede bei Netzanschlüssen, Digitalisierung und Versorgungszuverlässigkeit sichtbar und soll den Wettbewerb um leistungsfähigere Netze fördern. mehr...

Hager: NH-Sicherungslastschaltleisten überarbeitet

[24.07.2026] Hager hat seine NH-Sicherungslastschaltleisten für 185-Millimeter-Sammelschienensysteme grundlegend überarbeitet. Die neue Baureihe soll die Sicherheit in Niederspannungsverteilungen erhöhen und zugleich Wartung, Überwachung und Montage erleichtern. mehr...

Stadtwerke Fellbach: Pilotprojekt zu dynamischen Zwillingen

[23.07.2026] Smight und retoflow entwickeln gemeinsam einen dynamischen Zwilling für Niederspannungsnetze. Das Pilotprojekt bei den Stadtwerken Fellbach zeigt, wie sich Mess- und Netzdaten innerhalb kurzer Zeit zu einem Modell für Planung und Netzbetrieb verknüpfen lassen. mehr...

Mitnetz Strom: Anschluss von Rechenzentrum

[21.07.2026] Mitnetz Strom schließt in Lübbenau das bislang größte Rechenzentrum seines Netzgebiets an das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz an. Das Projekt steht für den stark wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und zeigt, wie sich die Anforderungen an die Verteilnetze im Zuge der Energiewende verändern. mehr...

Berlin: Umspannwerke ohne Treibhausgas

[17.07.2026] Stromnetz Berlin lässt zwei neue 110-Kilovolt-Umspannwerke in Wittenau und Neukölln errichten. Dabei kommen dabei SF₆-freie gasisolierte Schaltanlagen zum Einsatz. Die Projekte sollen die Netzinfrastruktur der Hauptstadt modernisieren und die Stromversorgung absichern. mehr...

Wiesbaden: Umspannwerk für die City

[16.07.2026] Die Stadtwerke Wiesbaden Netz haben mit dem Bau eines neuen Umspannwerks begonnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 39 Millionen Euro in das Projekt, das Anfang 2031 in Betrieb gehen soll. mehr...

TenneT: Ostbayernring vollständig in Betrieb

[15.07.2026] Die Höchstspannungsleitung Ostbayernring ist auf ihrer gesamten Länge von rund 185 Kilometern in Betrieb gegangen. Die Leitung erhöht die Transportkapazität für Strom und soll die Integration erneuerbarer Energien sowie die Versorgungssicherheit verbessern. mehr...

Thüga: Regler für mehr Solarstrom im Netz

[01.07.2026] Ein Pilotprojekt in Thüringen erprobt eine neue Technologie zur besseren Nutzung bestehender Stromnetze. Nach Angaben der Thüga kann ein neuer Mittelspannungslängsregler die Aufnahme von Photovoltaik-Strom deutlich erhöhen und so den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. mehr...

Ein Techniker installiert ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) in einem Stromzählerkasten. Das digitale Messgerät mit Kommunikationsmodul wird in die bestehende Strominfrastruktur eingebaut und ermöglicht die automatische Erfassung und Übermittlung von Verbrauchsdaten.

Stadtwerke Düsseldorf / EnBW: Kooperation für intelligente Stromnetze

[22.06.2026] Die Stadtwerke Düsseldorf und EnBW Utility Services bauen ihre Zusammenarbeit bei intelligenten Messsystemen aus. Künftig umfasst die Partnerschaft auch das sogenannte CLS-Management zur Steuerung dezentraler Energieanlagen. mehr...

Zwei Monteure in orangefarbener Schutzkleidung steigen an einem Hochspannungsmast aus Stahl empor. Im Hintergrund sind Stromleitungen vor blauem Himmel mit wenigen Wolken zu sehen.

BDEW: Schnellere Genehmigungen für den Netzausbau

[19.06.2026] Der BDEW hat Vorschläge zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus vorgelegt. Nach Angaben des Verbands könnten Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz und im Infrastruktur-Zukunftsgesetz dazu beitragen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Im Fokus stehen Vereinfachungen bei der Modernisierung bestehender Netze und bei Genehmigungsprozessen. mehr...

bne: Studie verweist auf Rekordrenditen bei VNB

[18.06.2026] Eine Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft zeigt Rekordrenditen bei Deutschlands größten Verteilnetzbetreibern. Gleichzeitig verschärfen sich die Probleme beim Netzausbau und bei neuen Netzanschlüssen für die Energiewende. mehr...

TransnetBW/EWE Netz: Energiewende-App bald in Niedersachsen verfügbar

[18.06.2026] Die Energiewende-App StromGedacht wird künftig auch im Netzgebiet von EWE Netz in Niedersachsen verfügbar sein. Die Kooperation mit TransnetBW erweitert das Konzept netzdienlichen Verbrauchs erstmals auf ein großes Verteilnetz und soll Verbraucher stärker in die Netzstabilisierung einbinden. mehr...

Mitnetz Strom: Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planung

[16.06.2026] Mitnetz Strom setzt beim Bau einer neuen Hochspannungsleitung auf einen frühen und intensiven Dialog mit den Bürgern. Der Netzbetreiber will Konflikte vermeiden, die Feinplanung verbessern und Akzeptanz für den Ausbau der Energieinfrastruktur schaffen. mehr...