Dienstag, 4. August 2026

Kraft-Wärme-KopplungAuktionen gehen in fünfte Runde

[18.11.2019] Die Bundesnetzagentur ermittelt zum fünften Mal den finanziellen Förderbedarf für neue und modernisierte KWK-Anlagen. Der Energiedienstleister enervis liefert einen modellgestützten Ausblick auf diese Auktion.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) startet die fünfte Auktion, um den Förderbedarf für neue und modernisierte KWK-Anlagen im Leistungssegment von 1 Megawatt elektrisch bis 50 MWel zu ermitteln Das ausgeschriebene Volumen in der bevorstehenden Runde beträgt rund 80 MWel, der zulässige Gebotshöchstsatz liegt bei 70 Euro je Megawattstunde. Die Zuschläge werden nach dem Pay-as-bid-Verfahren vergeben. Die Gebote müssen bis spätestens zum 2. Dezember 2019 bei der BNetzA eingegangen sein.
Nach Einschätzung der energiewirtschaftlichen Unternehmensberatung enervis energy advisors steht dem Teilnehmerfeld eine spannende Auktion bevor. In der vorhergehenden Runde vom Juni 2019 war die Ausschreibungsmenge um etwa ein Drittel niedriger angesetzt, als die gesetzlich vorgesehene Zielmenge von 75 MWel. Aufgrund des starken Wettbewerbs waren lediglich vier der 13 Bieter erfolgreich und es verblieb eine Gebotsmenge von insgesamt 40,6 MWel ohne Zuschlag. In der bevorstehenden Runde könnte daher allein durch das zuvor nicht bezuschlagte Volumen mehr als die Hälfte der Ausschreibungsmenge gedeckt werden, so enervis. Dennoch sei nicht gesagt, dass das Teilnehmerfeld ähnlich nah beieinander liegen werde wie noch im Sommer. „Dass analog zur letzten Ausschreibung, knapp 70 Prozent der Teilnehmer leer ausgehen, ist zu bezweifeln. Die Unternehmen können innerhalb des gesetzten Rahmens mit wohlüberlegten Geboten und dem notwendigen Quäntchen Glück lukrative Zuschläge für ihre Anlagen herausholen“, sagt Christoph Pfister, Berater bei enervis.
Für alle potenziellen Bieter, die nicht nur auf das bekannte Quäntchen Glück vertrauen wollten, liefere enervis die bereits am Markt bewährte KWKG-Referenzstudie. Neben umfangreichen Informationen zur aktuellen KWK-Projektpipeline gebe die Studie einen modellgestützten Ausblick auf die bevorstehende Auktionsrunde und erlaube auf Basis von Risikoanalysen die individuelle Gebotsoptimierung in der KWK-Auktion.





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