Dienstag, 12. Mai 2026

ErknerBau einer Wärmepumpe

[13.01.2023] In der brandenburgischen Kleinstadt Erkner baut die EWE-Tochter TEWE eine Wärmepumpe für das Bildungszentrum.
Auf zwei Parkplätzen gegenüber der Energiezentrale des Bildungszentrums installiert die EWE-Tochter TEWE eine Wärmepumpe.

Auf zwei Parkplätzen gegenüber der Energiezentrale des Bildungszentrums installiert die EWE-Tochter TEWE eine Wärmepumpe.

(Bildquelle: Nadine Auras)

Die EWE-Tochter, TEWE, wird im Bildungszentrum der brandenburgischen Kleinstadt Erkner eine Wärmepumpe installieren. Wie der Energiedienstleister EWE mitteilt, beginnt der Bau bereits Mitte Februar. Die Inbetriebnahme der Anlage sei im Mai geplant. „Das Konzept haben wir zukunftsorientiert gestaltet. Im Fokus standen neben dem Klimaschutz auch die Versorgungssicherheit und die Unabhängigkeit von Gasimporten“, sagt Susann Widhalm, Geschäftsführerin vom Bildungszentrum Erkner.
Laut EWE sollen zukünftig über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit knapp 700 Kilowatt Heizleistung etwa 70 Prozent der benötigten Wärme für das Bildungszentrum erzeugt werden. „Die Anlage schafft es, aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme zu produzieren. Das gelingt ihr, indem sie Wärmeenergie aus der Umwelt aufnimmt und diese auf einem erhöhten Temperaturniveau an einen Heizkreis abgibt. Ähnlich wie ein Kühlschrank die Wärme in seinem Inneren aufnimmt und in den Raum abgibt, kühlt die Wärmepumpe ihre Umwelt und erwärmt das Innere des Gebäudes“, erläutert Andreas Saadhoff, Geschäftsführer bei der EWE-Tochter TEWE.

70 Prozent des Wärmebedarfs

EWE zufolge wird die Wärme über ein Kältemittel transportiert, das in einem Kältekreislauf zirkuliert. Die Wärmepumpe für das Bildungszentrum Erkner sei so konzipiert, dass sie zukünftig mithilfe von Ökostrom rund 70 Prozent des Wärmebedarfs erzeugen kann. Die restliche Wärme stelle TEWE weiterhin aus seinem Heizkraftwerk in Erkner Mitte zur Verfügung.
Umsetzen werde TEWE den Bau der Wärmepumpe im Rahmen eines Contractings. Dabei übernehme das Unternehmen Planung und Installation sowie den anschließenden Betrieb der Anlage. TEWE investiere für die regenerative Technik rund 500.000 Euro. Die Baumaßnahmen würden überwiegend ortsansässige Fachfirmen im Auftrag für TEWE durchführen.
Aktuell erarbeite das Unternehmen eine Strategie für die klimaneutrale Wärmeversorgung in Erkner. Geplant seien unter anderem der Einsatz von Biomethan, also grünem Gas aus natürlichen Rohstoffen, in einem Blockheizkraftwerk. Dieses solle im TEWE-Heizhaus Erkner Mitte errichtet werden. Ziel sei es, den Primärenergiefaktor von derzeit 1,1 auf unter 0,6 zu verbessern. Der Einbau von Wärmepumpen bei Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen wie dem Bildungszentrum Erkner sei eine weitere geplante Maßnahme von TEWE.





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