Stadtwerke CoburgBereit für die XRechnung

Die Städtischen Werke Überlandwerke Coburg (SÜC) demonstrieren, wie Rechnungen mit einer externen Portallösung zeit- und kostensparend bearbeitet werden können.
(Bildquelle: SÜC)
Die elektronische Rechnungsverarbeitung bietet Kommunen viele Vorteile, dennoch handeln viele Gemeinden beim Thema E-Rechnung bislang zögerlich. Die Tochterunternehmen SÜC Energie und H2O der Städtischen Werke Überlandwerke Coburg (SÜC) zeigen, wie Rechnungen mit einer externen Portallösung einfach und sicher elektronisch verschickt und empfangen werden. „Der Kunde erhält die Rechnung im Wunschformat und auf dem bevorzugten Übertragungsweg“, sagt Frank Wohlleben, Mitarbeiter im Kundenservice des regionalen Energieversorgers. Für Frank Wohlleben und seine Kollegen ist der Jahreswechsel immer ein besonderes Datum: Zum 31. Dezember ermitteln SÜC Energie und H2O den Gesamtenergieverbrauch der Kunden. Bis zu 55.000 Jahresverbrauchsabrechnungen müssen dann bis Mitte Februar abgearbeitet werden. Das bedeutet arbeiten unter Hochdruck.
Zeit und Kosten sparen
Zusätzliche Arbeitsspitzen entstanden in der Vergangenheit, wenn zum 1. Januar die Preise geändert wurden. Dann waren entsprechend große Vorlaufzeiten einzuplanen. Rechnungen schreiben, ausdrucken, kuvertieren und zur Post bringen: Das war für den Kundenservice der SÜC über Jahrzehnte hinweg die Normalität. Heute sind diese zeit- und kostenaufwendigen Prozesse optimiert, und der Kundenservice sieht dem Jahres- und Monatsende gelassener entgegen. „Der Anspruch der SÜC ist es, kontinuierlich in moderne Technik zu investieren, um den Kunden einen optimalen Service zu bieten“, betont Wohlleben. Dazu gehört auch die Umstellung auf den elektronischen Rechnungsversand. Ein wichtiger Anstoß dazu kam vom Unternehmen Brose Fahrzeugteile, einem der weltweit führenden Automobilzulieferer in Familienbesitz und einem der größten Arbeitgeber in Coburg. Brose entschied sich Ende 2013, den Rechnungsempfang komplett elektronisch durchzuführen – bis hin zur Verarbeitung im ERP-System von SAP. Dafür nutzt der Automobilzulieferer die externen Business Services der Bundesdruckerei.
Portallösung für elektronische Dokumente
Über eine Portallösung können öffentliche Verwaltungen und Unternehmen wie Brose elektronische Dokumente empfangen und versenden. Der Empfänger erhält stets das Datenformat, das er für die Rechnungsverfahren in seinem Warenwirtschaftssystem verarbeiten kann. Dabei werden die Rechnungen im Portal in das gewünschte Format konvertiert und auf unterschiedlichste Weise bedarfsgerecht zugestellt. Das geschieht per E-Mail oder Download, als strukturierter Wunschdatensatz oder als herkömmliches digitales Sichtdokument. Unterstützt werden alle gängigen Sichtformate wie PDF, JPEG oder TIFF sowie mehr als 350 strukturierte Datenformate wie SAP IDoc, XML, ZUGFeRD 2.0 oder XRechnung.Um die bestehenden Lieferanten von Brose in die elektronische Rechnungsverarbeitung einzubinden, kontaktierte die Bundesdruckerei auch den regionalen Energieversorger. „Wir haben sehr schnell die Vorteile des Business Service für unsere Geschäftsprozesse erkannt und können so Zeit und Geld sparen, indem wir die unterschiedlichsten Dokumente bedarfsgerecht an unsere Kunden zustellen. Beeindruckt hat uns zudem die unkomplizierte Integration in unsere Anwendungen und die einfache Bedienung. Wenige Klicks genügen, und schon sind die Rechnungen auf dem Weg“, erläutert Kundenservicemitarbeiter Frank Wohlleben.
Kunden Schritt für Schritt ansprechen
Die Beschäftigten des SÜC-Kundenservices schreiben die Rechnungen wie gewohnt in ihrem ERP-System. Per Druckbefehl übergeben sie die Dokumente an den Viper Connector, den virtuellen Druckertreiber der Business Services. Dieser schickt sie verschlüsselt an das Bundesdruckerei-Portal. Dort werden die Rechnungen gemäß §14 Umsatzsteuergesetz geprüft, in das Wunschformat konvertiert und je nach vorgegebener Zustellart elektronisch versendet. Der Automobilzulieferer Brose zum Beispiel hat sein SAP-System über eine Schnittstelle direkt an die Business Services angebunden und bekommt die SÜC-Rechnungen im Format SAP IDoc sowie als PDF-Datei zugestellt. Somit können die eingegangenen Dokumente direkt weiterverarbeitet werden. Nachdem SÜC den Prozess für den elektronischen Rechnungsversand intern aufgesetzt hatte, wurden die Kunden Schritt für Schritt angesprochen. Ziel war und ist es, so viele Kunden wie möglich für die E-Rechnung zu gewinnen.
Gemischtes Feedback
Eine wichtige Zwischenetappe auf diesem Weg war die Anbindung der Stadt Coburg im Jahr 2016. Die Stadtverwaltung erhält Hunderte von Rechnungen pro Jahr und arbeitet aktuell noch mit dem ZUGFeRD-Format. „Heute haben wir rund 80 Firmenkunden, denen wir elektronisch unsere Rechnungen zusenden. In einem Zeitraum von vier Jahren konnten wir den Anteil der Firmenkunden, die E-Rechnungen von uns empfangen, von fünf auf knapp 20 Prozent steigern“, zieht Wohlleben ein erstes Fazit. Das Feedback der Gemeinden im Umland von Coburg auf das Angebot, am elektronischen Rechnungsempfang teilzunehmen, bezeichnet er als gemischt: „Viele Kommunen sind sich der Relevanz des Themas durchaus bewusst, reagieren aber immer noch zurückhaltend.“ Die Gründe dafür sind seiner Meinung nach vielschichtig. Zum einen wird immer jemand benötigt, der die Umstellung auf die E-Rechnung intern vorantreibt. Zum anderen befürchten Kommunen einen hohen Personal- und Kostenaufwand für die Anpassungen in den eigenen IT-Systemen.
Druck auf Kommunen
Frank Wohlleben sagt dazu: „Das Kostenargument für die Einführung der E-Rechnung ist nicht von der Hand zu weisen. Allein die Berücksichtigung der unterschiedlichsten Formate kann sich als komplexe Aufgabe erweisen. Genau deshalb haben wir uns für eine externe Lösung und die Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei entschieden.“ Ab November 2020 müssen Kommunen laut E-Rechnungsgesetz elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten können. Das wird nach Aussage von Wohlleben dem Thema weiteren Auftrieb geben: „Der Druck auf die Kommunen, eine elektronische Rechnungslösung umzusetzen, wird steigen. Wir werden deshalb in den kommenden Monaten die Gemeinden im Umland verstärkt ansprechen.“ Für steigende Teilnehmerzahlen ist die SÜC bestens gerüstet. Denn neue Empfänger elektronischer Rechnungen lassen sich in der Portallösung schnell und unkompliziert hinzufügen. Und auch für die XRechnung ist die SÜC bereit, wie Wohlleben erklärt: „Da genügt ein Klick in der Portallösung der Bundesdruckerei, und wir sind in der Lage, XRechnungen zu versenden und zu empfangen.“
https://www.suec.de
ASEW: Plattform für IoT-Angebote
[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...
Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur
[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...
Interview: Ende-zu-Ende gut, alles gut
[23.04.2026] Anstatt eine Vielzahl an Einzeltools anzubieten, versteht sich die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group als eine Art integriertes Betriebssystem. Im Interview mit stadt+werk erläutert Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, wie GY Prozesse in der Energiewirtschaft zukunftsfähig organisiert. mehr...
Frankfurt (Oder): Stadtwerke setzen auf Echtzeit-Steuerung
[15.04.2026] Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) treiben die digitale Optimierung ihrer Energieanlagen voran. In Zusammenarbeit mit Data Cybernetics soll eine Software den Betrieb flexibler und wirtschaftlicher gestalten. Das Ziel ist eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. mehr...
Thüga: KI-Rahmenvertrag mit der Telekom
[15.04.2026] Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga setzt auf KI-Anwendungen der Deutschen Telekom. Die Systeme sollen kommunale Energie- und Wasserdienstleister bei Standardaufgaben unterstützen. Nach Angaben der Unternehmen erfolgt die Datenverarbeitung ausschließlich im europäischen Rechtsraum. mehr...
Smight: Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring ein
[08.04.2026] Die Stromversorgung Greding führt Echtzeit-Monitoring in ihren Ortsnetzstationen ein und digitalisiert damit ihr Verteilnetz. Der Schritt soll den Netzbetrieb angesichts wachsender Einspeisung und Lasten präziser steuern und gezieltere Investitionen ermöglichen. mehr...
rku․it: Fünf Energieversorger steigen auf Plattform um
[31.03.2026] Das Unternehmen rku․it bringt fünf Energieversorger gleichzeitig auf seine Plattform NextGen in den Produktivbetrieb. Der koordinierte Parallel-Go-live zeigt, wie skalierbar integrierte Cloud-Lösungen in der Energiewirtschaft heute umgesetzt werden können. mehr...
EWE: Eigenes SOC für IT- und OT-Systeme
[25.03.2026] Der Energie- und Telekommunikationskonzern EWE baut seine Cyber-Abwehr mit einem eigenen Security Operations Center für IT- und OT-Systeme aus. Das Angebot richtet sich bundesweit an Unternehmen und KRITIS-Betreiber und reagiert auf steigende Anforderungen durch NIS2, KI-gestützte Angriffe und komplexe Cloud-Umgebungen. mehr...
Advertorial: Forderungsmanagement auslagern
[19.03.2026] Der Fachkräftemangel zwingt Energieversorger zum Umdenken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Forderungsmanagement. Die Lösung: Ein spezialisierter Partner übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung – von der ersten Buchung bis zum Inkasso. mehr...
beegy: EEBUS-Zertifikat erhalten
[19.03.2026] Das Heim-Energiemanagementsystem von beegy ist nach dem herstellerübergreifenden EEBUS-Standard zertifiziert. Damit erfüllt die Lösung zentrale Vorgaben für interoperables Energiemanagement und wird für Energieversorger im Prosumer-Markt unmittelbar einsetzbar. mehr...
kraftwerk Software Gruppe: Energieversorger wechseln auf cloudbasierte Plattform
[18.03.2026] Die Stromversorgung Greding und die Stadtwerke Hemau stellen ihre IT-Landschaft gemeinsam auf eine cloudbasierte Plattform um. Das Projekt soll Prozesse vereinheitlichen, Synergien heben und den Weg für weitere Digitalisierungsschritte ebnen. mehr...
Stadtwerke Lübeck: Erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen
[13.03.2026] Die Stadtwerke Lübeck haben ihr erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen, das sensible Daten künftig direkt vor Ort verarbeitet und speichert. Das Projekt soll die digitale Souveränität der Region stärken – und stößt schon zum Start auf große Nachfrage. mehr...
Nexiga: Plattform analysiert Strommarkt-Dynamiken
[05.03.2026] Das Unternehmen Nexiga bringt mit dem Hellbrise Monitor eine neue Datenplattform zur Analyse von Strommarkt-Dynamiken an den Start. Das Tool soll Einspeisespitzen, negative Preise und strukturelle Risiken der Energiewende transparent machen und richtet sich an Versorger, Netzbetreiber, Forschung und Politik. mehr...
VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem
[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...
evm: KI-Chatbot entlastet Kundenservice
[03.03.2026] Das kommunale Unternehmen Energieversorgung Mittelrhein (evm) zieht eine Zwischenbilanz zum Einsatz seines KI-Chatbots Eva. Demnach wurden allein im Jahr 2025 mehr als 40.000 Gespräche geführt. mehr...













