Ökostrom-ModellDemokratische Energiewende
Eine direkte und wirtschaftlich tragfähige Versorgung mit Ökostrom aus heimischen Anlagen soll das Ökostrom-Markt-Modell ermöglichen, das jetzt die Stromanbieter Naturstrom, Elektrizitätswerke Schönau und Greenpeace Energy vorgestellt haben. „Der Vorschlag schafft die Voraussetzungen, um Ökostrom aus EEG-vergütungsfähigen Anlagen in deutlich größerem Umfang als bislang in eine sichere und saubere Versorgung von Kunden einzubinden“, erklärt Naturstrom-Vorstand Oliver Hummel. Anders als von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geplant, verkaufen in dem Modell die Betreiber von ansonsten EEG-geförderten Anlagen ihren Strom nicht an der Börse. Stattdessen verkaufen sie ihn direkt an einen Energieversorger. Dieser entrichtet zusätzlich zum Marktpreis und der EEG-Umlage eine Ökostrom-Zahlung, die auf das EEG-Konto fließt. Auf diese Weise entlaste das Modell die EEG-Umlage, die alle Haushalte zahlen. Weil der Vorschlag zudem Anreize setze, Stromerzeugung und -bedarf aufeinander abzustimmen, leiste das Modell einen Beitrag zur besseren Systemintegration der erneuerbaren Energien. Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy: „Das Ökostrom-Markt-Modell kann die Bürgerenergiewende als demokratisches Projekt stärken. Es garantiert Akteursvielfalt und sorgt dafür, dass der Markt nicht nur den großen Konzernen überlassen wird.“ Die Stromanbieter kritisieren die Absicht von Sigmar Gabriel, dass künftig alle Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen ihren Strom an der Börse verkaufen sollen. Grund: Die Erneuerbaren würden dort zusammen mit Kohle- und Atomstrom als Strom unbekannter Herkunft vermarktet.
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BSI: Richtlinie für Smart Meter Gateways überarbeitet
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Stadtwerke Lübeck: Umfrage zu Investitionen in Energiewende
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