Freitag, 12. Juni 2026

WTT CampusONEDie neue Energiewelt

[22.06.2021] Die Energiebranche digitalisiert sich im Eiltempo. Aber kein Unternehmen kann sich ohne seine Mitarbeiter wandeln. Wie holt man hunderte und tausende Mitarbeiter in kurzer Zeit in die neue Welt?
In jeder digitalen Schulung von WTT CampusONE sprechen Moderatoren und Schauspieler direkt mit den Lernenden.

In jeder digitalen Schulung von WTT CampusONE sprechen Moderatoren und Schauspieler direkt mit den Lernenden.

(Bildquelle: WTT CampusONE)

Die etablierten Energieversorger haben einen großen Vorteil: Sie sind bereits etabliert. Sie haben also einen Kundenstamm, sie haben eine Historie, sie genießen Vertrauen. Gute Beziehungen und Daten sind schon vorhanden. Das ist ein signifikanter Vorsprung gegenüber anderen Mitspielern.
Aber: Der Wandel der Energiebranche hängt entscheidend von den Mitarbeitern ab.
Die Mitarbeiterschaft ist groß, sie ist schon lange mit dabei. Die Fluktuation in Energieunternehmen ist gering, man kann sich auf die Loyalität und die Expertise seiner Mitarbeiter verlassen. Es gibt Mitarbeiter, die seit dreißig Jahren für dasselbe Unternehmen arbeiten und gefühlt jeden Transformator beim Vornamen kennen. Ein unschätzbares Gut. Aber genau hier liegt auch ein Problem: Denn nun muss sich dieser Mitarbeiter plötzlich mit Smart Meter Gateways oder Themen wie Informationssicherheit auseinandersetzen. Mit diesen Themen hatte er aber in den letzten drei Jahrzehnten kaum oder gar nichts zu tun. Heißt: Diese neuen Kompetenzen müssen schnell aufgebaut werden.

Digitale Onboarding-Prozesse müssen her

Aber nicht nur die langjährigen Mitarbeiter machen Veränderungen nötig: Mit dem demografischen Wandel geht ein Teil des Personals in Rente und muss ersetzt werden. Also werden immer mehr Quereinsteiger in die Unternehmen geholt. Von der Energiebranche wissen diese Quereinsteiger aber teilweise nicht genug, damit sie schnell loslegen können. Manchmal fehlt es an den grundlegendsten Begriffen. Das kostet Zeit, diese Mitarbeiter müssen eingelernt werden. All das bindet Kapazitäten, die anderweitig gebraucht würden. Das Onboarding muss effizienter werden.

Moderne Schulungsmedien müssen her

Es gibt wenige neue Fachkräfte und um diese müssen sich die Energieunternehmen bemühen. Wer Talente anziehen und halten will, muss ihnen etwas bieten. Etwas, das Menschen heutzutage wollen: Sich immer weiterentwickeln. Perspektiven haben. Stillstand kommt nicht in Frage.
Um ihnen attraktive Möglichkeiten zu bieten, muss man sich ihrer Lebenswirklichkeit anpassen. Denn momentan besteht ein großes Missverhältnis zwischen der Welt der Wissensaneignung im Privaten und der im Beruflichen. Während Menschen im Privaten, wenn sie etwas wissen wollen, googeln und sich ein Tutorial auf YouTube anschauen, sieht das im Beruf anders aus. Im Privaten läuft es also schnell und unkompliziert ab, das Wissen ist sofort verfügbar und man kann es sich dann und dort aneignen, wenn es gerade passt.
In der Berufswelt ist das noch nicht immer und überall umgesetzt. Aber der Arbeitgeber muss moderne Schulungsmedien bieten, um mithalten zu können und um die Distanz zur Lebenswirklichkeit abzubauen.

Digital und flexibel schulen

Sowohl der langjährige Mitarbeiter, der Quereinsteiger als auch die neue Fachkraft müssen und wollen geschult werden. Auf eine neue, attraktivere und effizientere Weise. Man kann aber nicht ständig Fortbildungen planen, Dozenten einladen, Räume buchen. Jetzt in der Pandemie erst recht nicht.
Es muss also eine andere Möglichkeit geben, die langjährigen und die ganz neuen Mitarbeiter zu erreichen.
Das muss schnell gehen, kosteneffizient, vielseitig. Diese Möglichkeit nennt sich: E-Learning. Digitales Lernen. Unter diesen Begriff fallen alle Arten des Lernens, bei denen digitale Medien eine Rolle spielen. Also Online-Kurse, Webinare, Erklärvideos – und auch sogenannte E-Trainings. Letztere sind es, die das digitale Lernen so effizient machen.
#bild2

Dutzende, hunderte und tausende Mitarbeiter lassen sich damit schulen – ohne Termin, ohne Dozent. Denn: Diese Trainings sind bereits fertig produziert und können jederzeit und überall an die Mitarbeiterschaft über eine Lernplattform ausgegeben werden. Einfacher und flexibler geht es nicht. Zum Vergleich: Bei einem Online-Kurs ist immer noch ein Dozent und ein fester Termin nötig.
Weiterbildungen lassen sich so flexibel in den Arbeitsalltag einbauen. In Zeiten von Homeoffice ein wertvoller Vorteil. Denn auch nach der Pandemie wird der Anteil der Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten wollen, deutlich höher sein, als zuvor. Pflichttrainings, Soft- und Fach-Skills können auf diesem Weg problemlos allen Mitarbeiter zugespielt werden, egal wo sie gerade sind. Ob zu Hause oder im Unternehmen.

Warum E-Trainings so effizient sind

Beispielsweise lassen sich Quereinsteiger problemlos in die Grundlagen der Energiebranche einführen: Im Portfolio von WTT CampusONE gibt es E-Learnings wie „Das 1×1 der Energiebegriffe“ oder „Energie: Erzeugung, Handel, Preis“. Im vorproduzierten Training spricht ein Moderator den Mitarbeiter direkt an, führt ihn durch das Training und fordert ihn immer wieder zu einer Interaktion auf. Dadurch wird der Mitarbeiter gefordert, muss nachdenken, muss ständig aktiv am Training teilnehmen. Anschließend findet ein Test statt, in dem das Gelernte direkt angewandt wird. Ohne ein Präsenzseminar und ohne, dass ein erfahrener Kollege seine Zeit dafür opfern musste, wird der Quereinsteiger mit der Energiebranche vertraut gemacht.
Mit E-Trainings kann auch schnell auf neue Entwicklungen reagiert werden: Die Gesetzeslage hat sich im Energiesektor rasant verändert – es fällt schwer, da den Überblick zu behalten. Beim interaktiven „Gesetze-Wiki“ erklären Moderatoren jedes Gesetz, jede Verordnung in unter 3 Minuten. Oder: Ab Oktober tritt Redispatch 2.0 in Kraft – mit dem entsprechenden Training kann jedem Mitarbeiter in weniger als 20 Minuten diese Neuerung vermittelt werden.
Selbst schwer zugängliche Themen wie Informationssicherheit und Datenschutz lassen sich mit E-Trainings spannend gestalten. Zu IT-Sicherheit gibt es eine Trainingsreihe, die wie bei einer Netflix-Serie eine Geschichte erzählt – und der Mitarbeiter ist mittendrin. Er hilft dem Cyber-Kriminellen, das System eines Unternehmens zu infiltrieren. Umgekehrt hilft er aber auch der Protagonistin – einer normalen Mitarbeiterin –, sich vor den Angriffen zu schützen.
Für Datenschutz gibt es den „Superchecker“. Eine Schulung im interaktiven Quizformat – inklusive Telefon – und 50:50 Joker. Im modernen Fernsehstudio-Look stellt eine Moderatorin dem Mitarbeiter Fragen. Bald gibt es den „Superchecker“ auch zum Thema Stromerzeugung. Die Möglichkeiten für E-Trainings sind riesig.

E-Trainings und Präsenzschulungen: Hand in Hand

Bei alldem ist es wichtig zu verstehen: E-Learning ist nicht das Allheilmittel. Nicht alle Präsenzschulungen können durch digitale Schulungen ersetzt werden. Die Goldene Mitte lautet „Blended Learning“, gemischtes Lernen. Also ein intelligenter Mix aus E-Learnings und Präsenzschulungen. Das gelingt am besten über eine entsprechende Lernplattform, auf der sowohl digitale wie auch Präsenzschulungen organisiert und ausgegeben werden.
Viele Themen, die bisher in Präsenz stattgefunden haben, lassen sich tatsächlich vollständig durch E-Learning ersetzen. Manchmal ist es aber wichtig, dass die Teilnehmer beispielsweise haptisch an einer Maschine arbeiten. Das kann ein E-Training nicht ersetzen – aber die Vor- und Nachbereitung leisten. Denn auch bei stark praxisbezogenen Themen, wie bei Smart Meter Gateways, gibt es einen theoretischen Überbau, der vorab per E-Learning vermittelt werden kann. Oder einige Wochen oder Monate später können die Inhalte eines Präsenzseminars auf digitalem Weg noch einmal aufgefrischt werden.
Die Möglichkeiten sind zahlreich und effizient einsetzbar. Lernen sollte einfach und selbstverständlich werden, wie ein Snack zwischendurch. Das ist das Ziel, das WTT CampusOne verfolgt und das zum neuen Standard in der Schulung von Mitarbeitern in der neuen Energiewelt werden muss.

Steffen Kienzle, tätig im Produkt-Management bei WTT CampusONE.




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung

[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten

[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen

[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen

[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...

Modernes Gebäude der Stadtwerke Hilden mit großer Glasfassade und silberner Metallverkleidung an einer ruhigen Straße bei sonnigem Wetter. Vor dem Eingangsbereich befinden sich Grünanlagen, kleine Bäume und ein gepflasterter Gehweg.

Stadtwerke Hilden: Neues CRM-System eingeführt

[21.05.2026] Die Suche nach einer neuen Ticketing-Lösung führte bei den Stadtwerken Hilden zur Einführung eines umfassenden CRM-Systems. mehr...

Elvaco: ISO-Zertifizierung erhalten

[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen. mehr...

50Hertz: Netzsoftware als Open Source veröffentlicht

[18.05.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellt die Software ToOp zur Bewältigung von Netzengpässen als Open-Source-Projekt bereit. Nach Angaben des Unternehmens soll das Tool Netzbetreiber in Europa bei der Steuerung von Stromflüssen unterstützen. mehr...

nscharfe Aufnahme eines modernen Büro- oder Veranstaltungsraums. Im Vordergrund ist auf einer Glasfläche der Schriftzug „Future Energy Lab“ zu sehen. Im Hintergrund stehen mehrere verschwommene Personen an einem Stehtisch im Gespräch.

Cyber-Sicherheit: Den Ernstfall trainieren

[18.05.2026] Ein Übungskonzept soll die Sicherheit Kritischer Infrastrukturen erhöhen. Das Konzept für KRITIS-Betreiber wurde Fraunhofer IOSB-AST mit dem Future Energy Lab der Deutschen Energie-Agentur entwickelt. mehr...

Eine Drohne steht auf einem rot-weiß markierten Landeplatz am Straßenrand vor einem Servicefahrzeug von WEMAG Netz. Das Fahrzeug ist mit einer Leiter ausgestattet und parkt neben einer ländlichen Straße mit kahlen Bäumen und freiem Feld im Hintergrund. Die Szene wirkt sonnig und zeigt den Einsatz moderner Drohnentechnik zur Kontrolle von Stromnetzen.

WEMAG: Drohnen überwachen Stromnetze

[13.05.2026] Der Einsatz von Drohnen in der Energiebranche nimmt zu. Auch der Stromnetzbetreiber WEMAG Netz setzt auf die Flugsysteme, um Stromleitungen schneller zu kontrollieren und Schäden frühzeitig zu erkennen. mehr...

ASEW: Plattform für IoT-Angebote

[29.04.2026] Eine Informationsplattform für Anwendungen des Internet of Things soll kommunale Unternehmen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen über bestehende Angebote informieren. Das Projekt mehrerer Stadtwerke wird von der ASEW koordiniert. mehr...

Computergenerierte Ansicht eines umzäunten Umspannwerks mit zahlreichen Strommasten, Schaltanlagen und zwei Betriebsgebäuden in ländlicher Umgebung. Im Hintergrund sind Felder, Waldflächen und mehrere Windräder zu sehen. Oben rechts liegt ein türkisfarbenes Logo über dem Bild.

Siemens: Security-Dienst für Energie und Infrastruktur

[23.04.2026] Siemens Smart Infrastructure hat einen neuen Sicherheitsdienst für Energieversorger, Industrieunternehmen sowie Betreiber Kritischer Infrastrukturen vorgestellt. Die Lösung soll Cyber-Angriffe schneller erkennen und den Betrieb digitalisierter Anlagen absichern. Der erste Kunde in Deutschland sind die Hertener Stadtwerke. mehr...

interview

Interview: Ende-zu-Ende gut, alles gut

[23.04.2026] Anstatt eine Vielzahl an Einzeltools anzubieten, versteht sich die Lösungsplattform GY der Wilken Software Group als eine Art integriertes Betriebssystem. Im Interview mit stadt+werk erläutert Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, wie GY Prozesse in der Energiewirtschaft zukunftsfähig organisiert. mehr...

Frankfurt (Oder): Stadtwerke setzen auf Echtzeit-Steuerung

[15.04.2026] Die Stadtwerke Frankfurt (Oder) treiben die digitale Optimierung ihrer Energieanlagen voran. In Zusammenarbeit mit Data Cybernetics soll eine Software den Betrieb flexibler und wirtschaftlicher gestalten. Das Ziel ist eine automatisierte Steuerung in Echtzeit. mehr...

Collage zu Energieversorgung mit Heizungsregler, Wasserhahn, Stecker, Windrädern, Strommasten und Telekom- sowie Thüga-Logo.

Thüga: KI-Rahmenvertrag mit der Telekom

[15.04.2026] Das Stadtwerke-Netzwerk Thüga setzt auf KI-Anwendungen der Deutschen Telekom. Die Systeme sollen kommunale Energie- und Wasserdienstleister bei Standardaufgaben unterstützen. Nach Angaben der Unternehmen erfolgt die Datenverarbeitung ausschließlich im europäischen Rechtsraum. mehr...