Mittwoch, 4. November 2026

WTT CampusONEDie neue Energiewelt

[22.06.2021] Die Energiebranche digitalisiert sich im Eiltempo. Aber kein Unternehmen kann sich ohne seine Mitarbeiter wandeln. Wie holt man hunderte und tausende Mitarbeiter in kurzer Zeit in die neue Welt?
In jeder digitalen Schulung von WTT CampusONE sprechen Moderatoren und Schauspieler direkt mit den Lernenden.

In jeder digitalen Schulung von WTT CampusONE sprechen Moderatoren und Schauspieler direkt mit den Lernenden.

(Bildquelle: WTT CampusONE)

Die etablierten Energieversorger haben einen großen Vorteil: Sie sind bereits etabliert. Sie haben also einen Kundenstamm, sie haben eine Historie, sie genießen Vertrauen. Gute Beziehungen und Daten sind schon vorhanden. Das ist ein signifikanter Vorsprung gegenüber anderen Mitspielern.
Aber: Der Wandel der Energiebranche hängt entscheidend von den Mitarbeitern ab.
Die Mitarbeiterschaft ist groß, sie ist schon lange mit dabei. Die Fluktuation in Energieunternehmen ist gering, man kann sich auf die Loyalität und die Expertise seiner Mitarbeiter verlassen. Es gibt Mitarbeiter, die seit dreißig Jahren für dasselbe Unternehmen arbeiten und gefühlt jeden Transformator beim Vornamen kennen. Ein unschätzbares Gut. Aber genau hier liegt auch ein Problem: Denn nun muss sich dieser Mitarbeiter plötzlich mit Smart Meter Gateways oder Themen wie Informationssicherheit auseinandersetzen. Mit diesen Themen hatte er aber in den letzten drei Jahrzehnten kaum oder gar nichts zu tun. Heißt: Diese neuen Kompetenzen müssen schnell aufgebaut werden.

Digitale Onboarding-Prozesse müssen her

Aber nicht nur die langjährigen Mitarbeiter machen Veränderungen nötig: Mit dem demografischen Wandel geht ein Teil des Personals in Rente und muss ersetzt werden. Also werden immer mehr Quereinsteiger in die Unternehmen geholt. Von der Energiebranche wissen diese Quereinsteiger aber teilweise nicht genug, damit sie schnell loslegen können. Manchmal fehlt es an den grundlegendsten Begriffen. Das kostet Zeit, diese Mitarbeiter müssen eingelernt werden. All das bindet Kapazitäten, die anderweitig gebraucht würden. Das Onboarding muss effizienter werden.

Moderne Schulungsmedien müssen her

Es gibt wenige neue Fachkräfte und um diese müssen sich die Energieunternehmen bemühen. Wer Talente anziehen und halten will, muss ihnen etwas bieten. Etwas, das Menschen heutzutage wollen: Sich immer weiterentwickeln. Perspektiven haben. Stillstand kommt nicht in Frage.
Um ihnen attraktive Möglichkeiten zu bieten, muss man sich ihrer Lebenswirklichkeit anpassen. Denn momentan besteht ein großes Missverhältnis zwischen der Welt der Wissensaneignung im Privaten und der im Beruflichen. Während Menschen im Privaten, wenn sie etwas wissen wollen, googeln und sich ein Tutorial auf YouTube anschauen, sieht das im Beruf anders aus. Im Privaten läuft es also schnell und unkompliziert ab, das Wissen ist sofort verfügbar und man kann es sich dann und dort aneignen, wenn es gerade passt.
In der Berufswelt ist das noch nicht immer und überall umgesetzt. Aber der Arbeitgeber muss moderne Schulungsmedien bieten, um mithalten zu können und um die Distanz zur Lebenswirklichkeit abzubauen.

Digital und flexibel schulen

Sowohl der langjährige Mitarbeiter, der Quereinsteiger als auch die neue Fachkraft müssen und wollen geschult werden. Auf eine neue, attraktivere und effizientere Weise. Man kann aber nicht ständig Fortbildungen planen, Dozenten einladen, Räume buchen. Jetzt in der Pandemie erst recht nicht.
Es muss also eine andere Möglichkeit geben, die langjährigen und die ganz neuen Mitarbeiter zu erreichen.
Das muss schnell gehen, kosteneffizient, vielseitig. Diese Möglichkeit nennt sich: E-Learning. Digitales Lernen. Unter diesen Begriff fallen alle Arten des Lernens, bei denen digitale Medien eine Rolle spielen. Also Online-Kurse, Webinare, Erklärvideos – und auch sogenannte E-Trainings. Letztere sind es, die das digitale Lernen so effizient machen.
#bild2

Dutzende, hunderte und tausende Mitarbeiter lassen sich damit schulen – ohne Termin, ohne Dozent. Denn: Diese Trainings sind bereits fertig produziert und können jederzeit und überall an die Mitarbeiterschaft über eine Lernplattform ausgegeben werden. Einfacher und flexibler geht es nicht. Zum Vergleich: Bei einem Online-Kurs ist immer noch ein Dozent und ein fester Termin nötig.
Weiterbildungen lassen sich so flexibel in den Arbeitsalltag einbauen. In Zeiten von Homeoffice ein wertvoller Vorteil. Denn auch nach der Pandemie wird der Anteil der Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten wollen, deutlich höher sein, als zuvor. Pflichttrainings, Soft- und Fach-Skills können auf diesem Weg problemlos allen Mitarbeiter zugespielt werden, egal wo sie gerade sind. Ob zu Hause oder im Unternehmen.

Warum E-Trainings so effizient sind

Beispielsweise lassen sich Quereinsteiger problemlos in die Grundlagen der Energiebranche einführen: Im Portfolio von WTT CampusONE gibt es E-Learnings wie „Das 1×1 der Energiebegriffe“ oder „Energie: Erzeugung, Handel, Preis“. Im vorproduzierten Training spricht ein Moderator den Mitarbeiter direkt an, führt ihn durch das Training und fordert ihn immer wieder zu einer Interaktion auf. Dadurch wird der Mitarbeiter gefordert, muss nachdenken, muss ständig aktiv am Training teilnehmen. Anschließend findet ein Test statt, in dem das Gelernte direkt angewandt wird. Ohne ein Präsenzseminar und ohne, dass ein erfahrener Kollege seine Zeit dafür opfern musste, wird der Quereinsteiger mit der Energiebranche vertraut gemacht.
Mit E-Trainings kann auch schnell auf neue Entwicklungen reagiert werden: Die Gesetzeslage hat sich im Energiesektor rasant verändert – es fällt schwer, da den Überblick zu behalten. Beim interaktiven „Gesetze-Wiki“ erklären Moderatoren jedes Gesetz, jede Verordnung in unter 3 Minuten. Oder: Ab Oktober tritt Redispatch 2.0 in Kraft – mit dem entsprechenden Training kann jedem Mitarbeiter in weniger als 20 Minuten diese Neuerung vermittelt werden.
Selbst schwer zugängliche Themen wie Informationssicherheit und Datenschutz lassen sich mit E-Trainings spannend gestalten. Zu IT-Sicherheit gibt es eine Trainingsreihe, die wie bei einer Netflix-Serie eine Geschichte erzählt – und der Mitarbeiter ist mittendrin. Er hilft dem Cyber-Kriminellen, das System eines Unternehmens zu infiltrieren. Umgekehrt hilft er aber auch der Protagonistin – einer normalen Mitarbeiterin –, sich vor den Angriffen zu schützen.
Für Datenschutz gibt es den „Superchecker“. Eine Schulung im interaktiven Quizformat – inklusive Telefon – und 50:50 Joker. Im modernen Fernsehstudio-Look stellt eine Moderatorin dem Mitarbeiter Fragen. Bald gibt es den „Superchecker“ auch zum Thema Stromerzeugung. Die Möglichkeiten für E-Trainings sind riesig.

E-Trainings und Präsenzschulungen: Hand in Hand

Bei alldem ist es wichtig zu verstehen: E-Learning ist nicht das Allheilmittel. Nicht alle Präsenzschulungen können durch digitale Schulungen ersetzt werden. Die Goldene Mitte lautet „Blended Learning“, gemischtes Lernen. Also ein intelligenter Mix aus E-Learnings und Präsenzschulungen. Das gelingt am besten über eine entsprechende Lernplattform, auf der sowohl digitale wie auch Präsenzschulungen organisiert und ausgegeben werden.
Viele Themen, die bisher in Präsenz stattgefunden haben, lassen sich tatsächlich vollständig durch E-Learning ersetzen. Manchmal ist es aber wichtig, dass die Teilnehmer beispielsweise haptisch an einer Maschine arbeiten. Das kann ein E-Training nicht ersetzen – aber die Vor- und Nachbereitung leisten. Denn auch bei stark praxisbezogenen Themen, wie bei Smart Meter Gateways, gibt es einen theoretischen Überbau, der vorab per E-Learning vermittelt werden kann. Oder einige Wochen oder Monate später können die Inhalte eines Präsenzseminars auf digitalem Weg noch einmal aufgefrischt werden.
Die Möglichkeiten sind zahlreich und effizient einsetzbar. Lernen sollte einfach und selbstverständlich werden, wie ein Snack zwischendurch. Das ist das Ziel, das WTT CampusOne verfolgt und das zum neuen Standard in der Schulung von Mitarbeitern in der neuen Energiewelt werden muss.

Steffen Kienzle, tätig im Produkt-Management bei WTT CampusONE.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

kraftwerk Software Systems: Neues Outsourcing-Angebot

[03.11.2026] Mit dem neuen Angebot xPro übernimmt kraftwerk Software Systems komplette Geschäftsprozesse für Energieversorger. Das Modell soll Stadtwerke bei Personalengpässen entlasten und die Betriebs- und Ergebnisverantwortung auf den Dienstleister übertragen. mehr...

bericht

KRITIS: Von der Risikoanalyse zur Resilienz

[29.10.2026] Cyber-Angriffe, Naturgefahren und technische Ausfälle erhöhen die Risiken für Energieversorger. Ein ganzheitlicher Ansatz hilft, Risiken finanziell zu bewerten, Maßnahmen zu priorisieren und die Versorgung schneller wiederherzustellen. mehr...

INIT: Stadtwerke Heilbronn setzen auf Cloud-Lösung

[26.10.2026] Die Stadtwerke Heilbronn haben ihr Kunden- und Vertriebsmanagement auf eine Cloud-Lösung von INIT umgestellt. Damit wollen sie interne Abläufe vereinfachen und neue digitale Angebote für Fahrgäste ermöglichen. mehr...

Karlsruhe: KI-Anwendungen für die Energieversorgung entwickeln

[26.10.2026] Bei einer KI-Challenge in Karlsruhe haben Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen Ansätze für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Energieversorgung entwickelt. Im Mittelpunkt standen Genehmigungsverfahren, der Betrieb Kritischer Infrastruktur und die Widerstandsfähigkeit von Energiesystemen. mehr...

bericht

Organisation: Cyber-Schutz ist Chefsache

[22.10.2026] Wer Cyber-Resilienz auf technische Schutzmaßnahmen reduziert, greift zu kurz. Die Technik muss auch in entsprechende organisatorische Prozesse eingebettet sein, mit klaren Verantwortungsstrukturen und Entscheidungswegen. Cyber-Sicherheit wird somit zur Managementaufgabe. mehr...

bericht

Cyber-Sicherheit: NIS2-Konformität ­wirtschaftlich umsetzen

[20.10.2026] Im Rahmen der NIS2-Richtlinie sind auch kleinere Stadtwerke dazu verpflichtet, verbindliche Anforderungen an die Cyber-Sicherheit, das Risikomanagement und die Meldeprozesse umzusetzen. Aufgrund fehlender Security-Experten und begrenzter IT-Budgets ist das jedoch eine große Herausforderung. mehr...

dena: Konzept für Energiedatenraum bis 2032 vorgelegt

[19.10.2026] Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat ein Konzept für einen branchenübergreifenden Energiedatenraum vorgestellt, der den Datenaustausch im Stromsektor bis 2032 verbessern soll. Eine Studie zeigt am Beispiel variabler Netzentgelte, welche Vorteile eine gemeinsame digitale Infrastruktur bieten könnte und wie sich diese schrittweise einführen ließe. mehr...

EnBW: Energiewelt-App überarbeitet

[16.10.2026] Die EnBW hat ihre Kunden-App überarbeitet und um neue Funktionen zur Verbrauchsüberwachung und Steuerung von Energieanlagen erweitert. Die Anwendung integriert nun auch ein Heim-Energie-Management-System, mit dem sich unter anderem Wärmepumpen und Elektroautos steuern lassen. mehr...

Schleupen/Hansen: Zusammenarbeit verlängert

[16.10.2026] Die Softwareunternehmen Schleupen und Hansen Technologies setzen ihre Zusammenarbeit im Energiedatenmanagement für weitere fünf Jahre fort. Mehr als 80 Energieversorger mit über drei Millionen Messstellen nutzen die gemeinsame Lösung bereits. mehr...

Cyber-Sicherheit: Risiken für Wind- und Solarparks

[13.10.2026] Eine neue Studie hat Tausende über das Internet erreichbare Systeme im Umfeld europäischer Wind- und Solarparks identifiziert. Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland warnt vor wachsenden Risiken für die Energieversorgung durch die zunehmende Dezentralisierung. mehr...

Stadtwerke Flensburg: Instandhaltung auf neue Softwarelösung umgestellt

[06.10.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben ihre mobile Instandhaltung auf eine neue Softwarelösung umgestellt. Das Maintenance Portal von argvis soll papierbasierte Abläufe ersetzen und die Arbeit in Netzen, Erzeugung und Service auf einer gemeinsamen Plattform bündeln. mehr...

Soluvia: Abrechnungsplattform für Stadtwerke eröffnet

[29.09.2026] Soluvia Energy Services bietet seine Abrechnungsplattform SESuite erstmals Energieversorgern außerhalb des MVV-Energie-Konzerns an. Das Full-Service-Angebot richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Versorger, die ihre Abrechnungssysteme ablösen oder neu aufstellen wollen. mehr...

data analytics institute: Neuer Konsortialpartner von energy data-X

[28.09.2026] Das data analytics institute wird Konsortialpartner von energy data-X und bringt seinen Datenraum HEAT-X für die kommunale Wärmeplanung ein. Damit sollen Daten aus Strom- und Wärmesektor künftig über eine gemeinsame Infrastruktur verknüpft werden. mehr...

Greenflash: Dezentrale Energiesysteme in Echtzeit steuern

[25.09.2026] Greenflash hat mit Greencore AI eine Software zur Echtzeitsteuerung dezentraler Energiesysteme entwickelt. Sie soll Erzeugung, Speicherung und Verbrauch anhand von Prognosen und aktuellen Marktdaten wirtschaftlich aufeinander abstimmen. mehr...

items: ITS Group übernimmt Fernwärme-Software

[24.09.2026] items überträgt seine Fernwärme-Software Grid Insight: Heat zum 1. November 2026 an die ITS Group. Mit der Software wechselt auch das zuständige Team zum Dortmunder Unternehmen. mehr...