EnpalEigenes Unternehmen für Messstellenbetrieb gegründet

Für den Smart Meter Roll-out hat Enpal jetzt ein eigenes Unternehmen gegründet.
(Bildquelle: Enpal)
Mit der Gründung von metrify smart metering hat Enpal seinen bisherigen Messstellenbetrieb vollständig in ein neues Unternehmen ausgegliedert. Wie Enpal mitteilt, wird die Berliner Firma unter dem Namen metrify ab sofort eigenständig im wettbewerblichen Messstellenbetrieb agieren und insbesondere neue Geschäftskunden im B2B-Segment ansprechen.
metrify übernimmt den vollständigen Geschäftsbetrieb von Enpal in diesem Bereich, einschließlich des Portfolios von über 50.000 bereits installierten intelligenten Messsystemen sowie der gesamten Belegschaft. Damit sichert sich das neue Unternehmen einen etablierten Marktzugang und baut auf Prozessen auf, die in den vergangenen zwei Jahren unter realen Bedingungen skaliert wurden.
Intelligente Messsysteme gelten als Schlüssel zur Digitalisierung des Energiemarkts. Für viele Energieversorger und Stadtwerke stellt der gesetzlich vorgeschriebene Roll-out jedoch eine organisatorische und technische Herausforderung dar. Enpal, bislang größter wettbewerblicher Messstellenbetreiber Deutschlands, hatte früh auf Automatisierung gesetzt und seine Systemlandschaft entsprechend ausgebaut. Von dieser Infrastruktur soll metrify nun profitieren – und neue Kundenkreise erschließen, etwa Stromlieferanten, Anbieter von Solaranlagen oder Mieterstromprojekte.
Geführt wird das neue Unternehmen von Wim Drożak, zuvor Leiter des Messstellenbetriebs bei Enpal, und Bela Schramm. Drożak betont: „Bei mehr als 50.000 intelligenten Messsystemen haben sich unsere automatisierten Prozesse bewährt, und die Nachfrage ist weiterhin riesig.“ Bis Jahresende plane man, mindestens 25.000 weitere Geräte zu installieren.
Enpal-Co-Geschäftsführer Florian Christ unterstreicht die strategische Bedeutung: „Intelligente Messsysteme sind entscheidend für die flexible Nutzung unseres Energiesystems. Mit metrify wollen wir noch mehr Unternehmen und Endkunden ermöglichen, von den Vorteilen intelligenter Messsysteme zu profitieren.“ Das Ziel sei es, zur Energiesouveränität beizutragen und gleichzeitig langfristig stabile Strompreise zu fördern.
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