HolzwickedeErdgasleitung auf Wasserstoff umgestellt
In der nordrhein-westfälischen Gemeinde Holzwickede hat der Verteilnetzbetreiber Westnetz, eine Tochtergesellschaft von Westenergie, nun erstmals eine Erdgasleitung der öffentlichen Versorgung auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in Nordrhein-Westfalen mitteilt, werden damit drei Gewerbekunden versorgt, die mithilfe des Wasserstoffs einen Teil der Raumwärme für ihre Gebäude erzeugen. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Namen H2HoWi werde vom Deutschen Brennstoffinstitut Freiberg begleitet. Energie- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Bündnis 90/Die Grünen) habe die Leitung eingeweiht.
Die bedarfsgerechte Wasserstoffinfrastruktur sei neben dem erforderlichen Stromnetzausbau ein wichtiger Baustein eines Klimaneutralitätsnetzes. Die Anschlüsse auf Verteilernetzebene sorgten dafür, dass eine Vielzahl an Verbraucherinnen und Verbrauchern – insbesondere auch klein- und mittelständische Unternehmen – mit Wasserstoff versorgt werden können. Das zukünftige Wasserstoffnetz bestehe nach aktuellen Planungen im Jahr 2027 aus nicht miteinander verbundenen Teilnetzen mit einer geschätzten Leitungslänge von 2.900 bis 3.000 Kilometer. Im Jahr 2032 solle das Wasserstoffnetz zu einem Gesamtnetz mit einer Leitungslänge von 7.600 bis 8.500 Kilometern zusammengewachsen sein. Ein Großteil des Netzes solle aus der bestehenden Erdgasinfrastruktur heraus entwickelt werden.
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