Samstag, 11. Juli 2026

UnternehmenEWE und EnBW tauschen Anteile

[20.10.2015] EWE trennt sich von VNG-Anteilen und erwirbt dafür EWE-Aktien von EnBW zurück.
Bald werden EWE und der EWE-Verband wieder über alle Unternehmensanteile verfügen.

Bald werden EWE und der EWE-Verband wieder über alle Unternehmensanteile verfügen.

(Bildquelle: EWE AG)

Die Energieunternehmen EWE (Oldenburg), EnBW (Karlsruhe) und der Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband (Oldenburg) ordnen ihre Unternehmensanteile neu: Während EWE seine Beteiligung in Höhe von 74,2 Prozent an der Leipziger Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG) an EnBW veräußern wird, wird sich EnBW im Gegenzug von ihren EWE-Anteilen in Höhe von 26 Prozent trennen. Diese werden EWE selbst (10 Prozent) und der EWE-Verband (16 Prozent) erwerben, teilen EWE und EnBW jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Nach Abschluss der Transaktionen wird EnBW Mehrheitseigner von VNG und EWE beziehungsweise der EWE-Verband wieder im Besitz aller Unternehmensanteile sein. Mit den Überschreibungen soll auch das aktuell ruhende Schiedsgerichtsverfahren einvernehmlich beendet werden. Die Transaktionen sind in drei Schritten geplant: Im ersten Schritt erwirbt EnBW die Beteiligung von EWE an VNG, zeitgleich kauft EWE zehn Prozent eigene Aktien von EnBW zu einem Preis von 504,8 Millionen Euro zurück. Dann übernimmt der EWE-Verband von EnBW weitere zehn Prozent der EWE-Aktien zu einem fest vereinbarten Preis. Im dritten Schritt erwirbt der EWE-Verband bis zum Jahr 2019 die restlichen sechs Prozent EWE-Aktien von EnBW. Zusätzlich entrichtet EnBW einen Barausgleich in Höhe von insgesamt 125 Millionen Euro an EWE und den EWE-Verband. Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender von EnBW: „Für die EnBW ist der Erwerb der VNG ein bedeutender Schritt zum Umbau und in der Neuausrichtung des Unternehmens, sowohl strategisch als auch wirtschaftlich. Mit der VNG werden wir unser Gasgeschäft, das wir zuletzt konsequent ausgebaut haben, mehr als verdoppeln und der drittgrößte Anbieter im deutschen Gasmarkt sein.“ EWE-Vorstandsvorsitzender Matthias Brückmann freut sich hingegen über die Möglichkeit, einen neuen strategischen Partner für den 26-Prozent-Anteil zu suchen. Dieser soll bis 2019 feststehen.





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