Netze BWGrid-Modul regelt ab

Das neue Grid-Modul kann einzelne EEG-Anlagen gezielt ansteuern.
(Bildquelle: Netze BW)
Die Netzbetreiber müssen die Vorraussetzung dafür schaffen, dass dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen regelbar sind – so hat es der Gesetzgeber bereits in der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 festgelegt. Bislang wird dies in der Regel mithilfe der Funkrundsteuerung gewährleistet. Dabei konnten jedoch immer nur mehrere Anlagen gleichzeitig angesteuert werden. Der Netzbetreiber Netze BW hat nun ein intelligentes Steuerungssystem vorgestellt, dass die individuelle Regelung dezentraler Anlagen ermöglichen soll. Das Grid-Modul (GM) genannte Steuerungssystem wurde dazu in der baden-württembergischen Stadt Wendlingen an einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 800 Kilowatt installiert und anschließend getestet. Laut Netze BW hat das System den Funktionstest sofort bestanden.
Zukünftig kommuniziert die Netzleitstelle über eine bidirektionale Anbindung, kann dabei Prozessdaten abrufen und bei Netzengpässen gezielt abregeln. Neben dem GM besteht das Steuerungssystem aus einem Synchronous Modular Meter (SyM2-Zähler), einem Lastgangzähler, der eine echtzeitnahe Bereitstellung von Energiedaten ermöglichen soll. Die Kombination erlaube überdies eine eichrechtliche Abrechnung der eingespeisten Energie. Das System wurde in Kooperation mit dem Unternehmen Landis+Gyr entwickelt.
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