Donnerstag, 26. März 2026

StaßfurtGroßspeicher entsteht

[10.11.2025] In Förderstedt bei Staßfurt entsteht ein groß dimensionierter Batteriespeicher mit 300 Megawatt Leistung und mehr als 700 Megawattstunden Speicherkapazität. Nach Angaben von Eco Stor soll die privat finanzierte Anlage das Stromnetz stabilisieren und in Zeiten schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Energien bis zu 500.000 Haushalte zwei Stunden lang versorgen können.

Die Bauarbeiten für den Batteriespeicher in Staßfurt haben bereits begonnen.

(Bildquelle: Tom Schulze/ECO STOR GmbH)

In Förderstedt bei Staßfurt hat der Bau eines neuen Großspeichers für elektrische Energie begonnen. Wie Eco Stor berichtet, entsteht dort eine Lithium-Ionen-Anlage mit 300 Megawatt Leistung und mehr als 700 Megawattstunden Speicherkapazität. Der Speicher soll das Stromnetz stabilisieren und in Zeiten schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Energien bis zu 500.000 Haushalte zwei Stunden lang versorgen können.

Der symbolische Spatenstich erfolgte laut Eco Stor gemeinsam mit dem Energieminister Sachsen-Anhalts, Professor Armin Willingmann (SPD), Vertretern des Bundesverbands Energiespeicher Systeme, des Netzbetreibers 50Hertz sowie der Kommune Staßfurt. Der Bau werde von Eco Power Three verantwortet, einer Tochter des deutsch-norwegischen Unternehmens. Es verweist darauf, dass das Projekt vollständig privat finanziert werde, unter anderem durch die Investoren Nature Infrastructure Capital und X-ELIO, und ohne öffentliche Fördermittel auskomme. Der Stadt Staßfurt sollen 90 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen zugutekommen.

Georg Gallmetzer, Geschäftsführer von Eco Stor, bezeichnet Energiespeicher als „Schlüsseltechnologie für die Energiewende“. Sie machten das Stromsystem flexibler und nachhaltiger und seien der fehlende Baustein, um erneuerbare Energien voll zu integrieren. Auch Energieminister Armin Willingmann betont laut Mitteilung, Großspeicher ergänzten Wind- und Solarstrom und stärkten Versorgungssicherheit und Klimaschutz. 50Hertz sieht die modulare Anlage als wichtigen Beitrag zur Netzstabilität in Ostdeutschland.

Die Baustelle erstreckt sich nach Unternehmensangaben über rund acht Hektar. Drei technisch eigenständige Blöcke sollen schrittweise ans Netz gehen. Zum Projekt gehören Containerstationen mit Wechselrichtern und Transformatoren sowie ein eigenes 110-Kilovolt-Umspannwerk. Geladen wird bei hoher Erzeugung aus Sonne und Wind, in wind- und sonnenarmen Zeiten wird Strom zurück ins Netz gespeist.

Eco Stor verweist auf die enge Zusammenarbeit mit Behörden, Kommune und Netzbetreiber. Der Standort soll wirtschaftliche Impulse setzen und als weiterer Meilenstein der Speicherstrategie des Unternehmens dienen.





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