Montag, 30. März 2026

Pipeline-ProjektGrüner Wasserstoff für Jena

[06.12.2023] Die Stadtwerke Jena Netze werden Teil des Pipelineprojekts Flow – making hydrogen happen.

Die Stadtwerke Jena Netze treiben die Wasserstoff-Transformation in ihrem Netzgebiet weiter voran. Um eine frühzeitige Wasserstoffversorgung für Jena zu sichern, sind die Stadtwerke Jena Netze als assoziierter Partner dem Wasserstoffprojekt Flow – making hydrogen happen beigetreten. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Leitungsnetzes für den Transport von grünem Wasserstoff, das sich von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands erstreckt.
„Wir arbeiten seit Anfang des Jahres intensiv an der Vorbereitung unserer Gasverteilnetze für die Durchleitung von reinem Wasserstoff“, erläutert Geschäftsführerin Kristin Weiß. Aus Gesprächen mit gewerblich-industriellen Netzkunden in Jena wisse man, dass die Nachfrage nach dem umweltfreundlichen grünen Wasserstoff hoch ist. „Daher richten wir unser Augenmerk nun darauf, unser Verteilnetz zeitnah an ein überregionales Wasserstoffnetz anzuschließen. Wir freuen uns, als assoziierter Partner die geplante Nord-Süd-Transportroute und die ambitionierten weiteren Ziele im Projekt Flow – making hydrogen happen unterstützen zu können.“
Flow – making hydrogen happen ist ein Kooperationsprojekt der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE, ONTRAS und terranets bw. Geplant ist der Aufbau eines leistungsstarken Pipeline-Systems für grünen Wasserstoff, das von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands verläuft. Die Pipeline bindet Deutschland an internationale Wasserstoffmärkte an und eröffnet damit Bezugsmöglichkeiten für große Mengen Wasserstoff. Erste Leitungsabschnitte sollen bereits 2025 umgestellt werden. Die Erschließung internationaler Importrouten, der Bau von Wasserstoffspeichern, die Umsetzung weiterer Großprojekte im Bereich Wasserstofftransport und die Anbindung an das europäische Wasserstoffkernnetz (European Hydrogen Backbone) schaffen zusätzliche Versorgungssicherheit.
Das Engagement bei Flow ­– making hydrogen happen fügt sich ein in verschiedene bereits laufende Aktivitäten. So lassen die Stadtwerke Jena Netze in Zusammenarbeit mit dem Branchenexperten DBI aus Leipzig ihre vorhandenen Leitungsnetze auf Wasserstofftauglichkeit untersuchen. Parallel entstehen im Rahmen des Gasnetzgebietstransformationsplanes (GTP) Planungen, welche Teilnetze von Jena in welchen Schritten auf die Verteilung von 100 Prozent Wasserstoff umgestellt werden. Zudem arbeitet die Netzgesellschaft in der Initiative H2vorOrt mit. Ziel ist es, noch vor 2030 erste gewerbliche Netzkunden in Jena mit Wasserstoff zu beliefern.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

Hamburger Energienetze: Tunnelvortrieb für Wasserstoffleitung

[30.03.2026] Hamburger Energienetze errichten einen 106 Meter langen Tunnelvortrieb unter der Hafenbahn, um eine Wasserstoffleitung zu verlegen. Das Projekt sichert den ungestörten Güterverkehr und schafft die Grundlage für die klimaneutrale Versorgung zentraler Industriestandorte ab 2027. mehr...

Saarland: PACT-H2 erhält Millionen-Förderung

[26.03.2026] Das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt PACT-H2 erhält rund drei Millionen Euro Förderung von der Europäischen Union. Das Vorhaben soll den Aufbau einer gemeinsamen Wasserstoffwirtschaft in der Großregion koordinieren und die Akzeptanz in der Bevölkerung stärken. mehr...

Entega: Land Hessen fördert Wasserstoffanlage

[16.03.2026] Für den Aufbau einer Wasserstoffproduktion auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks erhält Entega rund 1,65 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Förderung stammt aus EU-Strukturmitteln und wird über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgewickelt. mehr...

Koblenz: evm prüft Wasserstoff im Gasnetz

[12.03.2026] Die evm hat in Koblenz untersucht, ob die bestehenden Gasnetze für die Nutzung von Wasserstoff geeignet sind. Das Pilotprojekt lief eineinhalb Jahre. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für künftige Entscheidungen über den Umbau der Gasversorgung dienen. mehr...

Saarland: ZeMA übernimmt Wasserstoffinfrastruktur von Bosch

[05.03.2026] Das ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik übernimmt die Wasserstoff-Infrastruktur von Robert Bosch in Homburg für Forschungszwecke. Damit startet das Land das 22,5-Millionen-Euro-Projekt HyCATT und schafft die Basis für praxisnahe Tests entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette. mehr...

Hamburg: Digitaler Wasserstoffmarktplatz veröffentlicht

[27.02.2026] Erneuerbare Energien Hamburg hat einen digitalen Wasserstoffmarktplatz für die Metropolregion Hamburg veröffentlicht. Die Plattform soll Produzenten, Abnehmer und Dienstleister entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und so den Hochlauf der regionalen Wasserstoffwirtschaft beschleunigen. mehr...

ZSW/Holst Centre: Projekt entwickelt AEM-Elektrolyseure

[25.02.2026] ZSW und Holst Centre entwickeln im Projekt genAEMStack einen kosteneffizienten, großskalierbaren AEM-Elektrolyse-Stack für die Wasserstoffproduktion. Das Vorhaben soll Europas technologische Unabhängigkeit stärken und die industrielle Wertschöpfung in Baden-Württemberg und Noord-Brabant ausbauen. mehr...

Baden-Württemberg: Land stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit

[25.02.2026] Baden-Württemberg startet die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure und stellt weitere 50 Millionen Euro für die regionale Wasserstofferzeugung bereit. Das Umweltministerium reagiert damit auch auf fehlende Vorgaben des Bundes und will den Aufbau lokaler Wasserstoff-Hubs beschleunigen. mehr...

BDEW/Capgemini: Studie zum Wasserstoff-Hochlauf vorgestellt

[12.02.2026] Eine Studie von BDEW und Capgemini warnt vor einem Stillstand beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Regulatorische Vorgaben, fehlende Absicherung und hohe Investitionsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette verhindern bislang belastbare Investitionsentscheidungen. mehr...

GET H2: Karte zum Wasserstoffhochlauf veröffentlicht

[10.02.2026] Die Wasserstoffinitiative GET H2 hat ihren Webauftritt erneuert und zeigt erstmals eine interaktive Karte mit 30 realen Wasserstoffprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Übersicht macht sichtbar, wie weit der Wasserstoffhochlauf in Deutschland bereits vorangekommen ist und warum belastbare Projekte jetzt den Unterschied machen. mehr...

Aachen: Grenzprojekt für Wasserstoff startet

[02.02.2026] Ein neues Projekt soll Unternehmen dabei unterstützen, auf klimafreundliche Energie umzusteigen. Dafür arbeiten Partner aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden zusammen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft. mehr...

Sachsen: Fortsetzung der zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle

[12.01.2026] Sachsen setzt die Arbeit seiner zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle fort und beauftragt die bisherige Trägergemeinschaft erneut. Damit soll der Aufbau einer durchgängigen Wasserstoffwirtschaft bis 2030 weiter unterstützt werden. mehr...

Stuttgart: Hub erhält vierten Elektrolyseur

[22.12.2025] Der Green Hydrogen Hub Stuttgart soll um einen vierten Elektrolyseur erweitert werden. Dadurch steigt die geplante Elektrolyseleistung der Anlage im Endausbau von neun auf zwölf Megawatt. mehr...

Hamburger Energienetze: Einspeiseanlage geht in Realisierungsphase

[08.12.2025] Die Hamburger Energienetze starten die Realisierungsphase für die Einspeiseanlage des künftigen Großelektrolyseurs in Moorburg. Ab 2027 soll grüner Wasserstoff aus dem Hamburg Green Hydrogen Hub in das Industrie-Netz HH-WIN fließen. mehr...

EWE: Drei Wasserstoffspeicherprojekte auf PCI-Liste

[05.12.2025] Die EU-Kommission hat drei geplante Wasserstoffspeicherprojekte von EWE in Huntorf, Jemgum und Rüdersdorf auf die PCI-Liste gesetzt. Der Schritt gilt als Anerkennung ihrer Bedeutung für Versorgungssicherheit und den künftigen Wasserstoffhochlauf. mehr...