juwi AGGrünes Licht für MVV-Einstieg
Die Voraussetzungen für die angekündigte Beteiligung des Mannheimer Energieversorgers MVV Energie am Erneuerbare-Energien-Spezialist juwi (20001+wir berichteten) sind jetzt geschaffen worden. Wie beide Unternehmen mitteilen, haben die beteiligten Banken dem neuen Finanzierungskonzept der juwi AG zugestimmt. Mehr als 40 Finanzinstitute stellen dem Unternehmen demnach rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Damit könne die juwi-Gruppe bis Dezember 2018 auf umfangreiche Kreditlinien zurückgreifen und sei somit weiterhin ein zuverlässiger Partner der Energiewende, heißt es in der Pressemitteilung.
Das Bundeskartellamt hatte bereits Mitte November grünes Licht für den Einstieg von MVV gegeben. Nun ist der Weg frei für die geplante Kapitalerhöhung bei dem Projektentwickler. MVV Energie wird nach eigenen Angaben fast 100 Millionen Euro in das Eigenkapital der juwi AG einbringen und so einen Anteil von 50,1 Prozent an dem Wörrstadter Unternehmen übernehmen. Die beiden juwi-Gründer, Fred Jung und Matthias Willenbacher, besitzen künftig zusammen die restlichen Anteile an der Gesellschaft. Nach Abschluss dieser Transaktion werde MVV Energie den Finanzvorstand bei juwi stellen. Die beiden bisherigen Alleineigentümer Jung und Willenbacher sollen als Vorstandsvorsitzende weiterhin das Unternehmen führen.
Nach den Worten des MVV-Chefs Georg Müller wollen die beiden Unternehmen in einer „starken Partnerschaft auf Augenhöhe“ eine in der deutschen Energiewirtschaft bisher einzigartige Vorreiterrolle bei der Energiewende übernehmen. Müller sagte: „Wir verknüpfen dabei die erneuerbaren und konventionellen Energien entlang der gesamten Wertschöpfungskette als Pfeiler des Energiesystems der Zukunft aus einem Guss und unter einem Dach.“
Die juwi-Gruppe ist mit rund 1.000 Mitarbeitern einer der führenden Spezialisten für erneuerbare Energien. Zu den Geschäftsfeldern zählen vor allem Projekte mit Solar- und Windenergie. Nach eigenen Angaben hat juwi bislang rund 770 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von knapp 1.600 Megawatt an über 100 Standorten und mehr als 1.500 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.400 Megawatt realisiert.
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