WittenbergeInnovatives Flusswärmeprojekt

Für das Flusswärmeprojekt wurde das Heizkraftwerk der Stadtwerke Wittenberge technisch modernisiert.
(Bildquelle: SES Energiesystem GmbH)
In der Stadt Wittenberge ist in diesem Sommer ein innovatives Flusswärmeprojekt in Betrieb gegangen. Die Stadtwerke Wittenberge haben den Fluss Stepenitz, der in die Elbe mündet, als neue Wärmequelle erschlossen. Das Projekt ist Teil der Klimastrategie der Stadtwerke und zielt darauf ab, die CO2-Emissionen der Fernwärmeversorgung deutlich zu reduzieren.
Das Heizkraftwerk der Stadtwerke, keine 300 Meter vom Fluss entfernt, wurde technisch modernisiert. Um die Wärme des Flusswassers zu nutzen, wird ihm mit einer speziellen Wärmepumpenanlage Energie entzogen. Diese Energie wird auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und in das Fernwärmenetz eingespeist. Die ökologischen Aspekte wurden intensiv geprüft, um sicherzustellen, dass der Fluss und seine Umgebung nicht beeinträchtigt werden. „Unsere CO2-sparende Energieversorgung sollte auch ökologisch umsetzbar sein“, betont Lutz Kähler, Geschäftsführer der Stadtwerke Wittenberge. Bei der Planung wurde eng mit der Unteren Wasserbehörde zusammengearbeitet, um die Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen.
Das Projekt, das im Rahmen der sogenannten iKWK-Ausschreibung im Dezember 2020 den Zuschlag erhielt, umfasst mehrere technische Komponenten. Dazu gehören ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 2.300 Kilowatt, eine Wärmepumpenanlage mit 1.100 Kilowatt und eine Power-to-Heat-Anlage mit 700 Kilowatt. Diese Kombination sorgt für eine flexible und nachhaltige Energieerzeugung, die auch in Zukunft den Fernwärmebedarf der Stadt Wittenberge decken soll.

Mit der technischen Umsetzung wurde die Firma SES Energiesysteme beauftragt, die sich auf CO2-sparende Energiesysteme spezialisiert hat. Im Januar 2023 begann SES mit dem Bau der Wärmepumpenanlage, die aus zwei Wasser-Wasser-Wärmepumpen in Kaskadenschaltung sowie einem Flusswasser-Wärmetauscher besteht. Zusätzlich wurden zwei Unterwassermotorpumpen installiert, die das Wasser aus der Stepenitz zum BHKW transportieren. Die Arbeiten wurden bei laufendem Betrieb des Heizkraftwerkes durchgeführt.
Lutz Kähler freute sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts und die ökologische Verträglichkeit des Bauwerks: „Nach Abschluss der Arbeiten ist das Bauwerk kaum noch zu erkennen.“ Auch SES Energiesysteme zieht eine positive Bilanz und sieht im Einsatz von Flusswärmepumpen ein großes Potenzial für eine klimafreundliche Energieversorgung. Das Projekt könne wegweisend für die Zukunft der Fernwärmeversorgung in Deutschland sein.
Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt
[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen
[12.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beginnen Mitte Oktober mit Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen an der Donau. Die Anlagen sollen ab 2027 regenerative Wärme für die Fernwärmeversorgung liefern. mehr...
Meersburg: Wärme aus dem Bodensee
[12.10.2026] Baden-Württemberg will landeseigene Gebäude in Meersburg künftig mit Wärme aus dem Bodensee versorgen. Insgesamt 13 Liegenschaften sollen schrittweise an das geplante Seewärme-Netz angeschlossen werden. mehr...
Stuttgart: Stadtwerke prüfen neues Wärmenetz in Feuerbach
[12.10.2026] Die Stadtwerke Stuttgart prüfen den Aufbau eines Wärmenetzes in Feuerbach, das zwischen 2030 und 2035 entstehen könnte. Eigentümer und Unternehmen können bereits jetzt unverbindlich ihr Interesse an einem Anschluss bekunden. mehr...
Dresden: Wärmeplan beschlossen
[07.10.2026] Der Dresdner Stadtrat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen und dabei Prüfgebiete ausgeweitet sowie den Maßnahmenplan angepasst. Mit dem Digitalen Energielotsen setzt die Stadt bereits eine Maßnahme um, die Gebäudeeigentümer bei Fragen zu Wärmeversorgung, Sanierung und Heizungstausch unterstützen soll. mehr...
N-Ergie: Genehmigung für Altholz-Heizkraftwerk
[05.10.2026] N-Ergie hat die Genehmigung für ein neues Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth erhalten. Die Anlage soll ab Ende 2029 Strom und Fernwärme erzeugen und bis zu 40 Megawatt thermische Leistung bereitstellen. mehr...
Naturstrom: Kölner Quartier wird mit Solarstrom und Wärmepumpe versorgt
[02.10.2026] Ein neues Wohnquartier in Köln-Ehrenfeld wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen mit Strom und Wärme versorgt. Naturstrom hat das Energiekonzept für die 91 Wohneinheiten umgesetzt und bereitet zudem alle Tiefgaragenstellplätze für Wallboxen vor. mehr...
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Großwärmepumpe für Abwasserwärme
[02.10.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck konkretisieren ihre Pläne, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für das Wärmenetz zu nutzen. Eine Investitionsentscheidung für das Projekt ANIKA soll 2027 fallen. mehr...
Kommunale Wärmeplanung: Umsetzung bleibt unverbindlich
[01.10.2026] Fast alle deutschen Großstädte haben fristgerecht eine kommunale Wärmeplanung vorgelegt. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln von 57 Wärmeplänen zeigt jedoch Grenzen des Instruments bei der Umsetzung auf. mehr...
evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt
[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...
dena: Kommunenumfrage zur Wärmeplanung zeigt geteiltes Bild
[29.09.2026] Die kommunale Wärmeplanung kommt voran, doch die Umsetzbarkeit der Pläne wird unterschiedlich beurteilt. Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur unter 778 Kommunen zeigt zudem Lücken bei eingeplanten Ressourcen und der angenommenen Sanierungsrate. mehr...
Fraunhofer IEG: KI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen
[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro. mehr...
Advertorial: Wärmewende für Stadtwerke finanzierbar machen – Was erfolgreiche Wärmeprojekte ausmacht
[24.09.2026] Die Wärmewende erfordert von Stadtwerken enorme Investitionen – und häufig wird ausgerechnet das knappe Eigenkapital zum Engpass. Wie sich Wärmeprojekte dennoch finanzieren und bis zur Investitionsreife entwickeln lassen und welche Rolle starke Partner dabei spielen, zeigt die Steag Iqony Group. mehr...
Stuttgart: Rechenzentrum versorgt Wärmenetz
[24.09.2026] Im Stuttgarter Synergiepark ist eine neue Wärmeversorgung mit Abwärme aus einem Rechenzentrum in Betrieb gegangen. Das Gebäudenetz soll jährlich rund fünf Gigawattstunden Wärme liefern und bildet den Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau der Wärmeversorgung im Quartier. mehr...
Tettnang: Nahwärmenetz geht in Betrieb
[24.09.2026] In Tettnang ist nach 14 Monaten Bauzeit das neue Nahwärmenetz schrittweise in Betrieb gegangen. Die ersten öffentlichen und privaten Gebäude werden seit Mitte September mit Wärme aus regionalen Holzhackschnitzeln versorgt. mehr...












