Siemens /AÜWJoint Venture für Smart Grids

Wildpoldsried im Allgäu: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ist fünfmal höher als der Eigenbedarf des Dorfes. Ein Smart Grid tariert das Netz aus.
(Bildquelle: Siemens AG)
Der Technologiekonzern Siemens übernimmt 49 Prozent der Anteile an der Firma egrid applications & consulting, einer Tochter des Allgäuer Überlandwerks (AÜW) aus Kempten. Laut einer Pressemeldung sollen in dem Joint Venture die Ergebnisse aus den beiden gemeinsamen Smart-Grid-Forschungsprojekten IRENE und IREN2 in Wildpoldsried kommerziell umgesetzt werden. Das Unternehmen soll Netzbetreiber beraten, insbesondere bei der Einbindung großer Leistungen aus dezentralen Erzeugungsanlagen sowie der intelligenten Steuerung des Verteilnetzes.
egrid-Geschäftsführer Bernhard Rindt erläutert: „Die Firma egrid entwickelte sich schon im ersten Geschäftsjahr sehr positiv. Zu unseren Kunden gehören Stadtwerke, Kommunen und Industriekunden, die von unseren Erfahrungen aus den Projekten IRENE und IREN2 profitiert haben. Mit Siemens als Partner werden wir in der Lage sein, dies noch weiter auszubauen und neue gemeinsame Lösungen für das Netz der Zukunft anbieten zu können.“ Siemens-Manager Michael Schneider erklärt: „Die Ergebnisse der beiden Forschungsprojekte IRENE und IREN2 haben unsere Erwartungen weit übertroffen. Andere Netzbetreiber werden jetzt von unseren Lösungen zur dezentralen Einspeisung und Speicherung profitieren können.“
Der Hintergrund: Während der Laufzeit des ersten Projekts IRENE (Integration regenerativer Energien und Elektromobilität) von Mitte 2011 bis Ende 2013 schufen Siemens und AÜW zusammen mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft in der Allgäuer Gemeinde Wildpoldsried ein Smart Grid, um Stromerzeugung und -verbrauch auszubalancieren und so das Netz stabil zu halten (wir berichteten). Im folgenden Forschungsprojekt IREN2 (wir berichteten) wurde der optimale Betrieb von autarken Inselnetzen und topologischen Kraftwerken wissenschaftlich untersucht und praktisch erprobt.
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