Freitag, 27. Februar 2026

Stadtwerke MünchenKI beschleunigt Anlagenplanung

[30.06.2025] Eine neue Software zur Planung von Photovoltaikanlagen setzen die Stadtwerke München ein. Die Anwendung basiert auf künstlicher Intelligenz und stammt vom US-Unternehmen Aurora Solar. Damit sollen Angebote dreimal so schnell erstellt werden können wie bisher.

Photovoltaik-Anlage in München: Neue Planungssoftware der Stadtwerke ist für deutsche Dächer angepasst.

(Bildquelle: SWM/Nick Frank)

Die Stadtwerke München arbeiten künftig mit dem kalifornischen Softwareanbieter Aurora Solar zusammen. Ziel ist es, die Planung von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu beschleunigen und zu vereinfachen. Mit dem Produkt Aurora AI können die Stadtwerke nach eigenen Angaben vollständige Angebote für PV-Anlagen in nur vier Minuten erstellen – vorher habe das zwölf Minuten gedauert. Ein Vor-Ort-Termin sei nicht mehr nötig. Die Grundlage bilden Satelliten- und LiDAR-Daten. Letztere liefern exakte Informationen zu Dachneigung, Umgebung und möglichen Hindernissen. Die Software erstellt daraus ein präzises 3D-Modell.

Aurora Solar habe seine Lösung speziell für deutsche Dächer angepasst. Die Software erkenne nun typische Gegebenheiten wie geneigte Flächen, Fenster, Gauben oder Verschattungen in dicht bebauten Innenstädten. Auch regionale Bauvorgaben würden berücksichtigt. „Aurora AI ermöglicht uns nicht nur eine effizientere Angebotserstellung, sondern auch eine genauere Abbildung der typischen Herausforderungen deutscher Dächer“, sagte Thomas Lüers, der bei den Stadtwerken München für dezentrale Energielösungen zuständig ist.

Nach Angaben von Aurora Solar greift das System auf eine Datenbasis von über 20 Millionen Solarprojekten weltweit zurück. In der aktuellen Version verarbeite die KI viermal so viele Eingabedaten wie noch im Vorjahr. Nutzerinnen und Nutzer könnten verschiedene Szenarien direkt simulieren, etwa zur Wirtschaftlichkeit, zur Amortisation oder zum Eigenverbrauch der geplanten Anlage.





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