Flecken SteyerbergKlimaschutz ohne Verzicht

Masterplanmanagerin Sabine Schröder, Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber und Bauamtsleiter sowie Energiemanager kommunal Frank Siedenberg. (v.l.n.r.)
(Bildquelle: Flecken Steyerberg)
Die niedersächsische Gemeinde Flecken Steyerberg mit rund 5.200 Einwohnern hat das Ziel, bis spätestens 2050 die Treibhausgasemissionen um 95 Prozent zu reduzieren. Dafür wurden verschiedene erneuerbare Technologien in der Gemeinde installiert, die in allen Sektoren einen Mehrwert für die Bürger bringen. „Die Vielzahl an Erneuerbare-Energien-Projekten sowie die Nutzung verschiedenster Technologien im Flecken Steyerberg ist beeindruckend. Die Auszeichnung zur Energie-Kommune des Monats lag deshalb für uns auf der Hand“, sagte Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Ab März 2020 etwa beginnt der Bau des größten Fernwärmenetzes im ländlichen Raum. Bereits 2015 hat sich die Bürgerenergiegenossenschaft gegründet, die das 26 Kilometer lange Fernwärmenetz finanziert hat und entsprechend vom Gewinn profitieren wird. „Nach der Fertigstellung werden ungefähr 40 Prozent aller Häuser im Ortsteil Steyerberg an das Fernwärmenetz angeschlossen sein“, erklärte Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber. Die Wärme werde durch das ortsansässige Chemieunternehmen Oxxynova erzeugt.
Verschiedene Nahwärmenetze, betrieben durch Biogas, sind bereits installiert. Auch im Mobilitätssektor konnte die Gemeinde unterschiedliche Projekte aus dem Masterplan umsetzten. Die Verwaltung verfügt über zwei E-Autos, die für Dienstfahrten genutzt werden und darüber hinaus der Gemeinde zum Car-Sharing zur Verfügung stehen. Ein neuer E-Bus bereichert das Mobilitätsangebot für ältere Einwohner und lokale Vereine. Eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Nachhaltigkeit in der Region ist für Weber die Beschränkung des Flächenverbrauchs. Flecken Steyerberg hat die Ende 2015 genutzten Flächen prozentual festgeschrieben. „Wir versiegeln keine Ackerflächen, keinen Wald oder sonstige Flächen. Wir kommen mit den Flächen aus, die wir besitzen“, sagte Weber.
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