Montag, 20. April 2026

ZSWKünstliche Intelligenz für KMU

[11.02.2020] Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg startet ein Projekt für kleine und mittelständische Unternehmen, mit denen diese künstliche Intelligenz besser nutzen können.

Künstliche Intelligenz (KI) kommt in der Energiewendebranche immer häufiger zum Einsatz. Selbstlernende Verfahren helfen, die Wind- und Solareinspeisung besser vorherzusagen oder Produktionsprozesse von Photovoltaikmodulen zu optimieren. Besonders kleine und mittlere Unternehmen nutzen die Technologie jedoch noch zu selten. Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) wollen das jetzt ändern. In dem Projekt „Regionales KI-Lab für Erneuerbare Energien (KILEE)“ wird Firmen im Südwesten die Möglichkeit geboten, mit KI-Methoden neue Produktionsprozesse, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das Vorhaben startet im April 2020 und wird vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium finanziell gefördert. Mehrere Unternehmen sind bereits dabei, unter anderem der Wetter- und Energieprognosedienstleister WEPROG GmbH aus Böblingen, der Ingenieursdienstleister MesH Engineering GmbH aus Stuttgart sowie der Dünnschichtmodulhersteller NICE aus Schwäbisch Hall.
Der Großteil der Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft nutzt die technologischen Möglichkeiten der KI noch nicht. Das ergab eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) im Jahr 2019. Zwar sieht eine Mehrheit positive Auswirkungen für die Energiewende, doch nur sieben Prozent der Unternehmen haben bereits Investitionen in dem Bereich getätigt. Diesen Anteil für die in der Energiewende aktiven Firmen in Baden-Württemberg zu erhöhen, ist Ziel des neuen Vorhabens KILEE. In einem ersten Schritt veranstalten die ZSW-Mitarbeiter Workshops für interessierte Firmen und entwickeln gemeinsam mit ihnen exemplarische Anwendungen mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Danach stehen Besuche von KI-Experten des ZSW bei den Unternehmen und die Erstellung von individuellen Umsetzungskonzepten auf dem Programm.





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