The Green BridgeMit KI Netze schützen

Mit KI lassen sich neuralgische Punkte des Stromnetzes bestimmen.
(Bildquelle: The Green Bridge)
Sabotage an urbanen Versorgungsnetzen kann in Sekunden hunderttausende Menschen und zentrale Einrichtungen treffen. Wie das Unternehmen The Green Bridge berichtet, sollen KI-gestützte Verfahren zur Verarbeitung von Geodaten die Resilienz von Städten wie Berlin systematisch erhöhen.
Ausgangspunkt sind jüngste Anschläge auf Stromtrassen in Berliner Stadtteilen wie Lichterfelde, Treptow-Köpenick und Freienbrink, die die Verwundbarkeit Kritischer Infrastruktur offengelegt haben. The Green Bridge zufolge hat das Unternehmen eine Technologie entwickelt, die Geodaten in einem hochauflösenden europäischen Referenzraster auswertet und räumlich sowie zeitlich clustert. Dieses dynamische Geo-Clustering bildet die Stadt in Rasterzellen mit einer räumlichen Tiefe von bis zu einem Meter ab und verknüpft Versorgungsdaten mit demografischen und institutionellen Informationen.
Durch diese Verknüpfung lassen sich Orte identifizieren, an denen Stromtrassen, Wasserleitungen oder Mobilfunkknoten auf gesellschaftlich besonders sensible Einrichtungen treffen. Nach Angaben des Unternehmens werden Parameter wie Bevölkerungsdichte, die Lage von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Schulen oder Kitas sowie die wirtschaftliche Bedeutung einzelner Standorte algorithmisch gewichtet. Daraus entsteht für jede Rasterzelle ein Risikoscore, der das Gefährdungspotenzial abbildet und als Grundlage präventiver Schutzkonzepte dient. Auf diese Weise lassen sich aus zehntausenden Zellen jene Knotenpunkte herausfiltern, deren Sicherung vorrangig ist. Temporäre Maßnahmen wie Videoüberwachung, mobile Barrieren oder der gezielte Einsatz von Sicherheitskräften können so konzentriert und ressourcenschonend eingesetzt werden.
Im Krisenfall soll das Rastermodell eine schnelle Lagebewertung ermöglichen. Wie The Green Bridge darlegt, können Verantwortliche bei einem Anschlag auf eine Stromtrasse unmittelbar erkennen, welche Versorgungsstränge betroffen sind, welche Einrichtungen im Umfeld liegen und wie viele Menschen dort leben. Die geobasierte Analyse auf Zellebene soll die Arbeit von Krisenstäben beschleunigen und Entscheidungen zu Evakuierungen, Notstromversorgung oder medizinischer Hilfe präzisieren.
Langfristig zielt der Ansatz auf ein lernendes System. Laut Unternehmensangaben wird jede Rasterzelle mit ihrer Versorgungsfunktion, der jeweiligen Risikoeinstufung und einer Ereignishistorie dokumentiert. Die systematische Auswertung von Schadensfällen soll helfen, Schwachstellen in Netzinfrastruktur und Sicherheitskonzepten zu erkennen, Wiederaufbaumaßnahmen zu priorisieren und Standards zu verbessern. So soll die Ausfallsicherheit urbaner Infrastrukturen Schritt für Schritt wachsen.
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