Freitag, 16. Oktober 2026

ÜNBNetzentgelte 2024 veröffentlicht

[18.12.2023] Die Übertragungsnetzentgelte für das Jahr 2024 liegen bei durchschnittlich 6,43 Cent pro Kilowattstunde. Dies geht aus den jetzt vorliegenden Berechnungen der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber hervor.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) – 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW – haben jetzt gemeinsam die finalen bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte für das kommende Jahr veröffentlicht. Wie die ÜNB mitteilen, betragen diese durchschnittlich 6,43 Cent pro Kilowattstunde, im Jahr 2023 aufgrund des Zuschusses aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds 3,12 Cent pro Kilowattstunde.
Die ÜNB hatten in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 5. Oktober dieses Jahres mitgeteilt, dass die Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2024 erneut über dem Niveau des Jahres 2022 liegen werden. Der Gesetzgeber habe daher einen Zuschuss aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 5,5 Milliarden Euro zur Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte im Jahr 2024 beschlossen. Aufgrund der geänderten haushaltsrechtlichen Lage nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Energie- und Klimafonds würde die Regelung zur Gewährung eines weiteren Zuschusses zur anteiligen Finanzierung der Übertragungsnetzkosten wieder aufgehoben. Die ÜNB müssen daher die Netzentgelte für 2024 entsprechend anpassen.
Die Berechnung der bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte ergebe sich aus der von der Bundesnetzagentur festgelegten Kostenbasis (Erlösobergrenze/EOG) unter Berücksichtigung der jährlichen gesetzlichen und regulatorischen Anpassungen sowie der prognostizierten Absatzmengen für das Jahr 2024. Bereits für das laufende Jahr erwarteten die ÜNB im Vergleich zum Vorjahr zwar sinkende Kosten für die EOG, diese lägen aber immer noch deutlich über dem Niveau der Vergangenheit. Hauptursache sei das anhaltend hohe Preisniveau auf den Brennstoff- und Strommärkten. Diese wirkten sich insbesondere auf die Kosten für das Engpass-Management, die Vorhaltung von Regelleistung sowie die Beschaffung von Verlustenergie für das kommende Jahr aus. Kostensteigernd wirkte sich zudem der Netzausbau aus – sowohl im bestehenden Wechselstromnetz als auch im entstehenden Gleichstromnetz treiben die ÜNB den Ausbau voran, um das Netz für die Energiewende fit zu halten.





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