terralayrNeuer Batteriespeicher für Celle

Batteriegroßspeicher gewinnen an Bedeutung, da die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie zunehmend wetterabhängig ist.
(Bildquelle: phonlamaiphoto/123rf)
In Altencelle, einem Stadtteil von Celle, beginnt in Kürze der Bau eines Batteriespeichers, der das Stromnetz stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien verbessern soll. Wie das für den Betrieb zuständige Unternehmen terralayr mitteilt, wird die Anlage eine Leistung von 15 Megawatt und eine Kapazität von rund 30 Megawattstunden haben. Das Unternehmen plant die Inbetriebnahme für Ende 2025.
Batteriegroßspeicher wie dieser gewinnen terralayr zufolge an Bedeutung, da die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie zunehmend wetterabhängig ist. Der Speicher in Altencelle nimmt überschüssigen Strom bei hoher Produktion auf und gibt ihn bei Bedarf wieder ab. Darüber hinaus stabilisiert er das Netz durch den Ausgleich von Frequenzschwankungen. Nutznießer seien sowohl das regionale Stromnetz von Celle-Uelzen Netz als auch das überregionale Netz des Übertragungsnetzbetreibers TenneT TSO.
Neben den energiewirtschaftlichen Vorteilen bringe das Projekt auch finanzielle Anreize für die Stadt Celle. Eine geänderte Gewerbesteuerregelung sorge dafür, dass 90 Prozent der Steuereinnahmen aus dem Betrieb des Batteriespeichers in der Kommune verbleiben. Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) bewertet die Investition als bedeutenden Schritt für die Stadt: „Mit diesem Batteriespeicher setzt Celle ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Wir schaffen hier nicht nur die Basis für eine stabile und nachhaltige Stromversorgung, sondern stärken auch den Wirtschaftsstandort Celle. Investitionen wie diese bringen Innovationen und Steuereinnahmen in unsere Stadt.“
Das Projekt in Altencelle ist Teil eines größeren Netzwerks digital verknüpfter Batteriespeicher, das terralayr über seine Energieflexibilitätsplattform betreibt. Diese Plattform erlaube es Stromerzeugern, Netzbetreibern und Unternehmen, flexibel Energie abzurufen, ohne eigene Speicher errichten zu müssen. Die Anlage in Altencelle wird in dieses virtuelle Netzwerk eingebunden.
Für die Umsetzung des Projekts hat terralayr das Unternehmen AXSOL mit der Planung, Beschaffung und dem Bau (EPC) beauftragt. Die eingesetzten Batteriezellen stammen vom Hersteller Hithium und basieren auf der Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP), die als besonders sicher und langlebig gilt. Partner bei der Projektentwicklung ist das auf Batteriespeicher spezialisierte Unternehmen sdp energie aus Schäftlarn bei München.
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