Montag, 9. März 2026

Factur / WilkenNeuer Full-Service-Anbieter

[22.02.2016] Die beiden IT-Unternehmen Factur Billing Solutions und die Wilken Gruppe gründen gemeinsam den Full-Service-Anbieter Wilken PRO. Sie richten ihre gemeinsamen Lösungen und Dienstleistungen vor allem auf Kunden aus, denen die SAP-Lösung zu mächtig und zu teuer ist.

Die im Jahr 2003 als 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Aachen gegründete Abrechnungsgesellschaft Factur Billing Solutions und die Unternehmensgruppe Wilken gründen ein neues Unternehmen Wilken PRO. Noch im Jahr 2016 soll der Full-Service-Prozessdienstleister neben den Standorten in Ulm und Greven eine Niederlassung in Berlin eröffnen. Wie beide Unternehmen mitteilen, wird das bisherige Geschäftsfeld Full-Service von Wilken Prozessmanagement auf das neue Unternehmen übertragen. Factur werde sein umfangreiches Prozess-Know-how in Bereichen wie Kundenservice, Ablesung und Abrechnung sowie im Zahlungs- und Forderungsmanagement beisteuern. Eine zentrale Rolle in der neuen Gesellschaft soll die gesamte Thematik rund um intelligente Messsysteme bis hin zur Gateway-Administration spielen. Im Rahmen einer Fachpressekonferenz auf der diesjährigen E-world energy & water (16.-18. Februar 2016, Essen) teilten die Geschäftsführer beider Unternehmen mit, dass sie künftig auch verstärkt SAP-Anwender ansprechen werden. Der Fokus liege hier auf Unternehmen, die die gemeinsame Expertise von Wilken PRO nutzen wollen, um einfach von SAP in die Wilken-Welt zu migrieren. Denn, so Folkert Wilken, Geschäftsführer der Wilken Corporate Group: „In der Energiewirtschaft muss mehr denn je auf die Kosten geschaut werden.“ Deshalb bezeichnete Wilken die Unternehmensgründung auch als einen Quantensprung in der Geschichte des Unternehmens Wilken. Karl-Heinz Hatzig, Geschäftsführer von Factur Billing Solutions, sagte: „Factur hat bislang komplett auf SAP-Basis gearbeitet. In den letzten Jahren haben wir gemerkt, dass SAP vielen Interessenten zu teuer ist. Einige kommunale Unternehmen werden sich von dieser kostenintensiven Lösung sogar wieder verabschieden. Deshalb haben wir uns intensiv nach Alternativen umgeschaut und einen Software-Evaluierungsprozess gestartet. Hierbei war es uns wichtig, dass eine neue Gesellschaft auch Full-Service bieten und betreuen kann.“ Wilken bestätigte, dass immer mehr eigene Kunden an Full-Service-Dienstleistungen interessiert sind. Noch muss die Bezirksregierung Köln der Unternehmensgründung zustimmen, deren neuer Geschäftsführer Daniel Samatin sein wird. Für den Anfang sind 30 Mitarbeiter geplant, mit Berlin würden weitere hinzukommen.





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