Frankfurt am MainNeun neue Wasserstoffbusse in Betrieb

Innenansicht der neuen Wasserstoffbusse.
(Bildquelle: Stadt Frankfurt am Main/Andreas Mann)
In-der-City-Bus (ICB) erweitert jetzt seine emissionsfreie Flotte um neun wasserstoffbetriebene Gelenkbusse vom Typ Solaris Urbino 18 hydrogen. Wie die Stadt Frankfurt am Main mitteilt, sollen die neuen Fahrzeuge auf der stark ausgelasteten Metrobuslinie M32 zwischen West- und Ostbahnhof eingesetzt werden und dort konventionelle Antriebe ersetzen. Die vollständige Integration in den Linienbetrieb ist für Ende August vorgesehen. Vor der Inbetriebnahme unterzieht ICB die Busse umfangreichen Tests, darunter sicherheitstechnische Prüfungen und eine Kontrolle der komplexen Softwarearchitektur.
Die Fahrzeuge sind 18 Meter lang, bieten Platz für bis zu 113 Fahrgäste und erreichen mit einer Tankfüllung eine Reichweite von etwa 350 Kilometern. Der Tankvorgang an der betriebseigenen Wasserstofftankstelle dauert rund 20 Minuten. Anders als die seit 2022 im Frankfurter Stadtverkehr eingesetzten Wasserstoff-Solobusse, verfügen die neuen Gelenkbusse über einen zentralen Elektromotor mit klassischem Antriebsstrang. Die Umstellung auf diesen Motortyp basiert auf Erfahrungen aus dem bisherigen Betrieb und verspricht eine höhere Wartungsfreundlichkeit und Verfügbarkeit im Alltag. Die Energie liefert eine 100-Kilowatt-Brennstoffzelle, gespeist mit Wasserstoff aus dem Industriepark Höchst.
Auch der Innenraum wurde überarbeitet. Ziel war es, die Orientierung zu erleichtern und das Raumgefühl zu verbessern. Trotz breiterer Gänge steigt die Zahl der Sitzplätze auf 48. LED-Streifen über den Türen signalisieren durch grün blinkendes Licht das Öffnen und durch rot blinkendes Licht das Schließen der Türen. Ein gestalterisches Detail ist das dezente Rautenmuster auf den Glasscheiben, inspiriert vom Frankfurter Apfelweinglas.
Mit den neuen Bussen erhöht sich der Anteil lokal emissionsfreier Fahrzeuge im ICB-Fuhrpark auf 48 – davon 32 mit Wasserstoffantrieb und 16 mit Batterie. Die gesamte Flotte zählt rund 220 Fahrzeuge. Bis Anfang der 2030er-Jahre soll die Umstellung auf alternative Antriebe abgeschlossen sein. Zur Übergangszeit werden 52 Dieselbusse geleast, deren Einsatz ab Mitte 2026 geplant ist.
Die Anschaffung der Wasserstoffbusse wird mit rund 2,3 Millionen Euro vom Land Hessen gefördert. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm zur Beschaffung von Elektrobussen, das vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen aufgelegt wurde. Bereits zuvor wurden 13 Wasserstoff-Solobusse sowie die firmeneigene Tankstelle durch dieses Programm finanziell unterstützt.
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