Montag, 2. März 2026

Stadtwerke Schwetzingen/FRNPartnerschaft für grüne Wärme

[06.12.2023] Um Wärme grün zu machen und den Ausbau des Fernwärmenetzes in Schwetzingen, Oftersheim und Plankstadt voranzutreiben, haben die Stadtwerke Schwetzingen und das Unternehmen Fernwärme Rhein-Neckar jetzt ihre Kooperation um weitere 20 Jahre verlängert.
Unterzeichnung des Wärmeliefervertrags.

Unterzeichnung des Wärmeliefervertrags.

v.l.: MVV-Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer; Stadtwerke-Geschäftsführerin Martina Braun; MVV-Technik-Vorstand Dr. Hansjörg Roll

(Bildquelle: Stadtwerke Schwetzingen)

Die Stadtwerke Schwetzingen und das Unternehmen Fernwärme Rhein-Neckar (FRN), eine Tochtergesellschaft von MVV Energie, haben ihre langjährige Partnerschaft im Wärmebereich jetzt mit einem neuen Wärmeliefervertrag über 20 Jahre besiegelt. Wie die Kooperationspartner mitteilen, verfolgen sie damit das Ziel der Ökologisierung der Wärme und des Ausbaus des Fernwärmenetzes in Schwetzingen, Oftersheim und Plankstadt.
Bereits heute stammten bis zu 30 Prozent der Fernwärme in Mannheim und der Region aus klimafreundlichen Energien. Im Rahmen des Mannheimer Modells plane MVV, die Fernwärme bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent zu vergrünen. Das beinhaltet den Übergang von einer großen Erzeugungsanlage zu vielen kleinen dezentralen Lösungen, darunter Restwärme aus der Abfallbehandlung, Biomasse, Biomethan, Flusswärme, Geothermie und industrielle Abwärme.
Die Stadtwerke Schwetzingen bezögen bereits seit den 1980er-Jahren Fernwärme aus Mannheim. Der neu unterzeichnete Vertrag, der bis zum Jahr 2043 gilt, vertieft die Zusammenarbeit und erhöhe kontinuierlich den Anteil erneuerbarer Energien, im Einklang mit MVVs grüner Erzeugungskapazitäten. Rund 25 Prozent des Wärmebedarfs in Schwetzingen und Oftersheim werden aktuell durch Fernwärme gedeckt.
Martina Braun, Geschäftsführerin der Stadtwerke Schwetzingen, betonte die Vorteile der Partnerschaft: „Durch den langfristigen Vertrag können wir unseren Kundinnen und Kunden nachhaltige Fernwärme zu fairen Preisen anbieten und gleichzeitig von den Klimaschutz-Fortschritten unseres Partners aus Mannheim profitieren.“
Den Kooperationspartnern zufolge bietet der Vertrag den Stadtwerken Schwetzingen nicht nur Planungssicherheit, sondern ermöglicht auch Flexibilität bei zukünftigen Ausbau- und Verdichtungsmaßnahmen. In den kommenden Jahren seien zwischen zwei und drei Millionen Euro jährlich für den Ausbau des Fernwärmenetzes vorgesehen, um mehr Menschen den Zugang zur klimafreundlichen Fernwärme zu ermöglichen.
Ralf Klöpfer, Vertriebsvorstand der MVV Energie AG, hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Durch Partnerschaften wie mit den Stadtwerken Schwetzingen können wir regionale Ressourcen noch effizienter nutzen.“ Hansjörg Roll, Technikvorstand der MVV Energie AG, fügte hinzu: „Die langfristige Zusammenarbeit gibt uns Planungssicherheit für die weitere Vergrünung der Fernwärme.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...

Stadtwerke Herrenberg/Energie Calw: Gemeinsame Neugründung von Energie Herrenberg

[25.02.2026] Die Stadtwerke Herrenberg gründen gemeinsam mit Energie Calw das Unternehmen Energie Herrenberg. Mit dem neuen kommunalen Versorger will die Stadt Herrenberg Vertrieb und Energiewende vor Ort neu organisieren und Wertschöpfung in der Region sichern. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

dena: 100 vielversprechende Start-ups

[17.02.2026] Die Deutsche Energie-Agentur und die Start Up Energy Transition haben die SET100-Liste 2026 mit den weltweit vielversprechendsten Climate-Tech-Start-ups veröffentlicht. Die Auswahl zeigt, welche Technologien der Energiewende den Sprung aus der Pilotphase schaffen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. mehr...

Bilanz: E.ON steigert Gewinn und Investitionen

[16.02.2026] Der Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2025 mehr verdient und mehr investiert. Vor allem das Netzgeschäft wuchs deutlich. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 48 Milliarden Euro. mehr...

Hertener Stadtwerke: Zertifizierung erhalten

[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken. mehr...

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Wechsel zu Wilken

[11.02.2026] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ersetzen ihr bisheriges Abrechnungssystem für Dienstleistungskunden durch eine cloud-native Standardplattform. Mit dem Wechsel zu GY von Wilken beginnt zugleich eine strategische Partnerschaft mit Blick auf neue Markt- und Regulierungsanforderungen. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

Stadtwerke Velbert: Beteiligung an rku․it

[22.01.2026] Die Stadtwerke Velbert beteiligen sich an dem Unternehmen rku․it und werden Gesellschafter des IT- und Prozessdienstleisters für die Energiebranche. Beide Seiten wollen damit die strategische Zusammenarbeit vertiefen und die digitale Leistungsfähigkeit der Versorgungswirtschaft stärken. mehr...

Gemeindewerke Budenheim: Umstellung auf Kraftwerk Software

[20.01.2026] Die Gemeindewerke Budenheim stellen ihre IT-Landschaft auf eine einheitliche Plattform von Kraftwerk Software um. Ziel sind weniger Schnittstellen, mehr Automatisierung und der Betrieb zentraler Geschäftsprozesse in der Cloud. mehr...

Stadtwerke Konstanz: Investitionen von 50 Millionen Euro

[16.01.2026] Die Stadtwerke Konstanz wollen dieses Jahr rund 50 Millionen Euro in Infrastruktur und Daseinsvorsorge investieren. Im Fokus stehen der Ausbau der Stromnetze sowie Projekte in Mobilität, Telekommunikation und bei den Tochtergesellschaften. mehr...

Hamburger Energienetze: Chatbot im Kundenservice

[09.01.2026] Die Hamburger Energienetze haben auf ihrer Website einen KI-gestützten Chatbot eingeführt, der Nutzerinnen und Nutzer bei Fragen rund um Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze unterstützt. Der digitale Netzassistent soll Informationen schneller zugänglich machen und zugleich den Kundenservice entlasten. mehr...

Stadtwerke Lemgo: Wirtschaftsplan von rund 53 Millionen Euro

[08.01.2026] Der Wirtschaftsplan 2026 der Stadtwerke Lemgo sieht Investitionen von rund 53 Millionen Euro vor. Der Schwerpunkt liegt auf klimaneutraler Energieerzeugung, Netzausbau und der Sicherung zentraler Bereiche der Daseinsvorsorge. mehr...

interview

Interview: Lösungen für die Balance im Netz

[06.01.2026] Aus dem BHKW-Pionier 2G Energy ist ein internationaler Anbieter dezentraler Energielösungen geworden. stadt+werk sprach mit dem neuen Vorstandschef Pablo Hofelich über Wachstum, Strategie und die Rolle des Unternehmens im Energiesystem der Zukunft. mehr...

Steag Iqony Group: Führungswechsel im kommenden Jahr

[18.12.2025] Bei der Steag Iqony Group steht ein Führungswechsel an: Gundolf Schweppe übernimmt im Mai 2026 den Vorstandsvorsitz. Er folgt auf Andreas Reichel, der das Unternehmen seit 2020 geführt hat und planmäßig in den Ruhestand geht. mehr...