Mittwoch, 17. Juni 2026

Schleswig-HolsteinPreisunterschiede bei Fernwärme

[23.11.2015] Trotz teils ähnlicher Netzstrukturen hat die schleswig-holsteinische Landeskartellbehörde Energie hohe Preisunterschiede in der Fernwärmeversorgung festgestellt. In den Jahren 2012 und 2013 schwankten die Preise in dem Bundesland je nach Anbieter zwischen 6 und 16 Cent pro Kilowattstunde.
Die Landeskartellbehörde Energie Schleswig-Holstein empfiehlt Fernwärmeversorgern jetzt

Die Landeskartellbehörde Energie Schleswig-Holstein empfiehlt Fernwärmeversorgern jetzt, ihre Preise verständlich im Internet darzustellen.

(Bildquelle: Paulwip  / pixelio.de)

Die schleswig-holsteinische Landeskartellbehörde für Energie hat die Fernwärmeversorgung in dem Bundesland unter die Lupe genommen. Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass bei Fernwärmepreisen und -erlösen eine große Bandbreite besteht. Wie die Landesregierung mitteilt, ließen sich angesichts der weit fortgeschrittenen Datenauswertung schon jetzt Rückschlüsse für Verbesserungen ziehen. So sieht die Landeskartellbehörde bei zahlreichen Unternehmen Verbesserungspotenzial hinsichtlich der Transparenz der Preisbildung und der Nachvollziehbarkeit der Preise für Verbraucher. Sie empfiehlt deshalb allen Fernwärmeunternehmen, die Fernwärmepreise verständlich im Internet darzustellen. Für die Jahre 2012 und 2013 stellte die Landeskartellbehörde Preisschwankungen zwischen 6 und 16 Cent je Kilowattstunde fest. Vor allem die Kosten für den eingesetzten Brennstoff und die Anzahl der versorgten Kunden pro Netzkilometer seien für die Höhe der Preise verantwortlich. Die Behörde konnte jedoch auch große Preis- und Erlösspannen bei ähnlichen Netzstrukturen feststellen. Im Sommer will die Landeskartellbehörde die aktuellen Preise abfragen und die Unternehmen mit überdurchschnittlichen Preisen intensiver untersuchen. Bei einem Anfangsverdacht auf missbräuchlich erhöhte Preise werde sie ein Verfahren einleiten. Die Strukuruntersuchung soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Einen Abschlussbericht kündigte die Landeskartellbehörde für das erste Quartal 2016 an.





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