Montag, 11. Mai 2026

Stadtwerke GießenRedispatch 2.0 mit zwei Partnern

[21.01.2021] Die Stadtwerke Gießen und ihr Tochterunternehmen Mittelhessen Netz lösen Aufgaben des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes und des Redispatch 2.0 zusammen mit den Stadtwerken Marburg und der enwag aus Wetzlar.

Um die Anforderungen des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) zu erfüllen, haben die Stadtwerke Gießen (SWG) und ihre Tochter Mittelhessen Netz (MIT.N) das Großprojekt Redispatch 2.0 aufgesetzt. Statt den Auftrag extern zu vergeben, entschieden die Verantwortlichen in Gießen, die mit den neuen gesetzliche Anforderungen zusammenhängenden Prozesse in Eigenregie zu entwickeln und einzuführen. Das teilen die SWG mit. Allein gehen SWG und MIT.N das Thema indes nicht an. „Wir konnten in den Stadtwerken Marburg und der enwag aus Wetzlar zwei wichtige Partner finden“, erklärt Kai Timmermann, bei den SWG für das Projekt verantwortlich. Die drei Unternehmen haben ihre Kooperation bereits im November 2020 beschlossen. Bei den SWG sei das Projekt schon zwei Monate zuvor gestartet. „Seither stoßen immer wieder Experten aus den anderen Häusern dazu und bereichern das Team mit ihrem Know-how“, so Timmermann weiter.
Das aktuelle Dreierbündnis ist keine geschlossene Gesellschaft. „Wir können uns sehr gut vorstellen, weitere Partner von unserem Weg zu überzeugen und ins Boot zu holen“, erklärt Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG. Weil die für den Redispatch 2.0 nötigen Prozesse digital ablaufen, sollte es dem Unternehmen nach kein Problem sein, eine effiziente Kooperation auch über deutlich größere Entfernung hinweg aufzubauen. Unabhängig davon biete das mittelhessische Modell, so die SWG, zwei durchaus bedenkenswerte Vorteile. Alle beteiligten Unternehmen bauten für die Zukunft extrem wichtiges Know-how auf, was die Abhängigkeit von anderen deutlich reduziert. Nicht zuletzt dürfte es sich auf lange Sicht rechnen, den Redispatch 2.0 gemeinsam mit anderen anzugehen. Denn auch die Kosten, etwa für die Programmierung von Schnittstellen oder für den Erwerb von Wetterdaten, reduzierten sich spürbar, wenn ein Konsortium statt eines einzelnen Netzbetreibers anfrage.





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