Samstag, 4. Juli 2026

Stadtwerke HeidelbergSolarenergie verdoppelt

[14.12.2012] Die Stadtwerke Heidelberg bauen den Anteil an Solarstrom an der Energieerzeugung konsequent aus. Ein neues Sonnenkraftwerk soll ab 2013 über 1.000 Megawatt Strom liefern.

In Heidelberg wurde mit dem Bau einer großen Photovoltaikanlage auf einer ehemaligen Deponie begonnen. Rund 4.500 Solarmodule sollen Anfang 2013 über 1.000 Megawatt Strom erzeugen. Peter Erb, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt, sagte: „Die Solaranlage auf der Deponie Feilheck ist unsere 50ste Anlage insgesamt und gleichzeitig die bisher größte.“

Engagement für Solarenergie

Für die Stadtwerke Heidelberg Umwelt ist das Solarprojekt ein Meilenstein in ihrem langjährigen Engagement für Solarenergie. Das Unternehmen ergänzt die eigenen Investitionsmittel für den Ausbau seines Solarportfolios um Zuschüsse aus dem Produkt heidelberg energreen der Vertriebsgesellschaft Stadtwerke Heidelberg Energie. Die Kunden von heidelberg energreen zahlen einen frei wählbaren Aufschlag zwischen ein und vier Cent pro Kilowattstunde Strom. Mit diesen Mitteln werden Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien bezuschusst, die dadurch erst wirtschaftlich werden. Peter Erb bezeichnete die Photovoltaik als wichtigen Baustein in der Energiekonzeption 2020 der Stadtwerke Heidelberg, mit der sich das Unternehmen das Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2017 nur noch Strom ohne Atomkraft anzubieten. Bis Ende des Jahres 2011 haben die Stadtwerke Heidelberg bereits 40 Solaranlagen gebaut; im Jahr 2012 sind zehn weitere hinzugekommen. „In diesem Jahr haben wir unsere bisherige Photovoltaik-Anlagenleistung mehr als verdoppelt“, berichtet Felix Gudat, Geschäftsfeldleiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Heidelberg Umwelt und zuständig für den Bau der Anlage.

Masterplan 100% Klimaschutz

Der größte Abnehmer von Solarstrom ist die Stadtverwaltung Heidelberg, die rund 80 Prozent des Stromverbrauchs über das Produkt heidelberg energreen deckt. Außerdem stellt die Stadt Flächen zur Verfügung, auf denen die Anlagen gebaut werden können. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amtes für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, erklärte: „Der zertifizierte Ökostrom der Stadtwerke Heidelberg ist ein wichtiger Baustein, um unserer Heidelberger Klimaschutzziele zu erreichen.“ Die Universitätsstadt hat Mitte Oktober 2012 das Programm „Masterplan 100% Klimaschutz“ gestartet. Heidelberg gehört zu den 19 Modellkommunen bundesweit, die dem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums teilnehmen. Ziel des Masterplans ist es, in Heidelberg bis 2050 die CO2-Emissionen um 95 Prozent zu reduzieren und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte zu senken.





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