BVESSpeicher statt lange Leitungen

Die dezentralen PV-Stromspeicher der Firma Caterva aus Pullach bei München können Primärregelleistung zur Stabilisierung der Übertragungsnetze bereitstellen.
(Bildquelle: Caterva GmbH)
Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) hält dezentrale Speicherlösungen im Vergleich zu großen Erdkabel-Stromtrassen für weitaus flexibler und billiger. Laut einer aktuellen Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) könnten sich die Zusatzkosten für Erdkabel auf bis zu acht Milliarden Euro belaufen. Diese Mehrkosten müssten die Stromkunden über die Netzentgelte bezahlen. Vor diesem Hintergrund könnten aus Sicht des Verbands dezentrale Lösungen mit Energiespeichern die Einspeisung großer Strommengen aus Erneuerbare-Energien-Anlagen billiger und flexibler ermöglichen, ohne die Netze zu belasten. Auch seien solche Speicher bei geringeren Umweltauswirkungen effizienter und schneller zu realisieren. Urban Windelen, Bundesgeschäftsführer des BVES, lässt in einer Verbandsmeldung mitteilen: „Wir würden uns hier eine sehr viel offenere Diskussion wünschen, die alle Lösungen betrachtet und eine vorurteilsfreie Kosten-Nutzen-Rechnung ermöglicht. Ein gezielter Einsatz von Stromspeichern, vor allem auf Verteilnetzebene, kann den Netzausbau bei gleichbleibender Versorgungssicherheit massiv verringern.“ Auch kritisiert der Verband, dass die geplanten Nord-Süd-Stromtrassen lange Zeit überdimensioniert sein werden, da sie auf weit in der Zukunft liegende Ausbaustufen konzipiert worden sind. Der Netzausbau sollte aber nicht darauf ausgelegt werden, dass auch die selten auftretende theoretische Maximaleinspeisung erneuerbarer Energien übertragen werden kann. Der Bundesverband sieht seine Position durch das Sondergutachten „Energie 2015: Ein wettbewerbliches Marktdesign für die Energiewende“ der Monopolkommission (22340+wir berichteten) bestärkt. In diesem schlägt die Kommission vor, Alternativen zum Netzausbau intensiver zu prüfen als dies bislang der Fall ist.
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